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Stein des Monats März 2023: Chalcedon - Bedeutung und Wirkung



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Endlich!

Neues Leben regt sich in der Natur, zarte grüne Spitzen werden sichtbar. Wir können uns an den ersten wärmenden Sonnenstrahlen erfreuen und ein bisschen Wärme tanken. Das Jahr nimmt langsam Fahrt auf, begonnene Entwicklungen zeigen erste Ergebnisse. Hindernisse erfordern zwar manche Korrektur, führen uns aber auch auf ganz neue Wege und zeigen neue Perspektiven auf.

Chalcedon unterstützt in dieser Zeit der Entfaltung dabei, offen und voller Verständnis mit unseren Mitmenschen zu kommunizieren. Dank des „Rednersteins“ können wir entspannt, aber dennoch voller Aufmerksamkeit hinhören, verstehen und unsere eigene Position darstellen. Neue Situationen werden leichter angenommen und auch die Geistesgegenwart wird gestärkt.

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Namesherkunft Chalcedon

Die griechische Stadt Kalchedon am Bosporus oder Karthago (Karchedon) sind die Namensgeber für den Chalcedon. Der Begriff  "Chalcedon" wurde zunächst als Sammelname für rote Mineralien benutzt und vermutlich erst seit dem 13. Jahrhundert mit der heute gültigen Definition des Minerals belegt. Der Name hat sich aber erst ab dem 18. Jahrhundert weitgehend etabliert, was viele alte Synonyme im Laufe der Jahrhunderte zur Folge hatte wie z.B. Katzedonier, Pseudoquarzin, Schwalbenstein, Beekit, Saphirin, Zoesit, Jasponyx, Quarzin, Jenzschit, Kalzedon, Lutecin, Massik, Staarstein, Milchstein, Rednerstein und Myrickit. Handelsnamen sind u.a. blauer Mondstein und kalifornischer Mondstein.


Mineralogische Eigenschaften des Chalcedons

Chemische Formel: SiO2

Mineralklasse: Oxid, Quarzgruppe

Entstehung: als Auskleidung von Hohlräumen entstanden bei niedriger Temperatur, oberflächennah als Stalaktiten und Pseudomorphosen

Farbe: bläulich, weißgrau, auch rosa, rötlich oder rot, grün, braun

Glanz: Seidenglanz oder matt

Kristallsystem: trigonal

Mohshärte: 6,5 bis 7

Spaltbarkeit: keine Spaltbarkeit, muscheliger Bruch, uneben, schalig

Erscheinungsbild: dichte homogene Aggregate, teilweise gebändert, nierig


Vorkommen, Hauptlieferländer des Chalcedons

Die wichtigsten Fundorte des blauen Chalcedons liegen in Brasilien, Indien, Namibia, Türkei, Südafrika, Mosambik sowie Russland.

Der größte Teil der Handelsware an blauem Chalcedon stammte aus Namibia. Diese Lagerstätte ist nun aber endgültig erschöpft, da das mehrere hundert Meter hohe Deckgestein über der Lagerstätte abgetragen werden müsste und dies momentan nicht wirtschaftlich ist. Alle Artikel aus diesem Stein dieses Vorkommens sind also Lagerware, die nicht mehr zu beschaffen ist. Wir haben uns jedoch durch weltweite Beziehungen entsprechende Rohware in begrenzten Mengen sichern können und werden Ihnen nach und nach entsprechende Produkte daraus anbieten können. Der jetzt auf dem Markt erhältliche blaue Chalcedon ist vor allem aus der Türkei und Malawi, jedoch zeigt er nicht die bekannte Bänderung und die Chalcedon-Schichten sind wesentlich dünner. Deshalb können momentan nur kleine Steinteile daraus geschliffen werden wie Trommelsteine oder kleine Anhänger.


Verwendung und Anwendung in der Steinheilkunde

Chalcedon ist ein klassischer Schmuckstein und dient als Material für Kameen, Gemmen, Ringsteine, Siegelsteine und viele andere Schmuck- und Gebrauchsgegenstände. Er wird schon sehr lange verarbeitet und ist deshalb auch vielfach bei Antiquitäten zu finden. Große Stücke sind auch Material für Säulen und andere architektonische Verzierungen sowie Tischplatten und Vasen. In der Antike wurde Chalcedon für Wetterzauber und zur Heilung witterungsbedingter Krankheiten verwendet. Blauer Chalcedon ist der typische Stein für die Kommunikation, deshalb auch als "Rednerstein" bekannt. Als Chakrastein für den Hals findet er in Chakrasets Anwendung.

Bei den "Steinwesen im Medizinrad" gilt der blaue Chalcedon als der Stein, um Heiterkeit und Lebendigkeit anzunehmen; die zugeordnete Affirmation lautet "Leicht und frei schwingt Heiterkeit in mir, und freudig teile ich mich dem Leben mit."

Die Astrologie verwendet Chalcedone, um Zwilling-Geborenen Inspiration, Skorpion-Geborenen Diplomatie und Schütze-Geborenen Einsicht zu bringen.

Die Farben des Chalcedons

Der bekannteste Chalcedon ist der blaue Chalcedon aus Südafrika, in der Steinheilkunde wird aber auch rosafarbener, grüner Chalcedon und der rote Blut-Chalcedon geschätzt. 

Der blaue Chalcedon aus Südafrika ist ein sehr interessantes und seltenes Material. Obwohl Chalcedon an sich recht häufig vorkommt, ist der blaue Stein nur an wenigen Fundorten zu finden. Die Farbe ist üblicherweise ein klares, reines Himmelsblau, oft mit Streifen. Die Farbe wird durch winzige eingeschlossene Fasern von anderen Mineralien verursacht. Diese streuen das Licht auf eine ganz besondere Weise, so dass nur das blaue Licht aus dem Stein heraus reflektiert wird, während andere Farben (v.a. der Rot-Anteil) absorbiert werden. Diese Besonderheit des blauen Chalcedons wurde von dem irischen Physiker John Tyndall entdeckt. Ihm zu Ehren wird dieses Verhalten „Tyndall-Effekt“ genannt. Die Farbe entsteht also nicht durch Fremdstoffe wie so oft bei anderen Mineralien, sondern nur durch den Lichtbrechungseffekt an feinsten Lamellen.

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Chalcedone gehören neben den Jaspisen zu einer der großen Quarzfamilien, die viele verschiedene Mineralien umfasst wie z.B. Sardonyx, Chrysopras, Karneol, Sarder, Moosachat, Achat und Onyx. Typisch ist ihre mikrokristalline, faserige, radialstrahlige Struktur. Chalcedon entsteht primär oder sekundär aus wässrigen Kieselsäure-Lösungen bei Temperaturen unter 100°C. Man findet ihn als Gang-, Spalten- oder Hohlraumfüllung in Sedimenten, Magmatiten und Metamorphiten. Ist die Lösung beim Erhärten in Bewegung, zeigt er eine typische Bänderung, im Ruhezustand dagegen gleichmäßige Transparenz. An heißen Quellen können Chalcedon-Rosetten entstehen, die an Blüten, Pflanzen oder Organe erinnern können. Fremdstoffe und Spurenelemente sind für die vielen Farben bei der Chalcedon-Familie verantwortlich. Die Kristalle sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Chalcedon kann sehr selten auch ein irisierendes Farbspiel, Hämatit-Einschlüsse oder Pyrit-Einlagerungen haben.

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