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Stein des Monats Juni 2026: Rhodochrosit 

Der Juni ist der Monat, in dem der Sommer endlich seinen Einzug hält. Die Natur befindet sich in voller Blüte und entfaltet sich in prachtvollen Farben. Es ist ein Monat der Fülle, der Lebendigkeit und des Genusses. Juni ist der Monat des Lichts, der langen Nächte und der unbeschwerten Tage. In der Natur, aber auch in uns selbst, wächst eine unbändige Energie, die uns einlädt, aktiv zu werden, zu erleben und zu träumen.

Rhodochrosit nimmt die Energie des Sommers auf und macht munter und optimistisch. Aktiv und voller Tatendrang gehen uns Aufgaben und Notwendigkeiten leicht von der Hand. Voller Genuss und mit allen Sinnen genießen wir das Leben, erfreuen uns am Moment. Dank des Rhodochrosites nehmen wir uns aber auch genügend Zeit und Raum für uns selbst, so dass neue Ideen entstehen können, die uns das Leben in Zukunft erleichtern werden.

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Mineralogischer Steckbrief Rhodochrosit

Chemische Formel: Mn[CO3]

Mineralklasse: Carbonat

Entstehung: wichtiges Manganerz, Gangmineral auf subvulkanisch-hydrothermalen Gängen, Umlagerungsprodukt in der Verwitterungszone von Erzlagerstätten

Farbe: rosarot, himbeerrot bis braun mit weißen, gelben und schwarzen Anteilen 

Glanz: Glasglanz, Spaltfläche hat Perlglanz

Kristallsystem: trigonal

Schmuck und mehr aus Rhodochrosit für Gewerbekunden

Mohs-Härte: 4

Spaltbarkeit, Bruch: vollkommen, unebener Bruch, spröde

Erscheinungsbild: derbkörnig, schalig, traubig, selten in schönen, dunkelroten Kristallen

Vorkommen, Haupt-Lieferländer: Argentinien, Brasilien, Mexiko, USA (Butte, Montana sowie Colorado), Peru (Uchucchacua Mine bei Lima). Geringere Vorkommen sind auch aus Gabun und Südafrika sowie Rumänien, Russland und Japan bekannt.

Rhodochrosit trägt in mehreren Regionen einen offiziellen Status: In Argentinien gilt er als Nationalstein, während er in den USA seit 2002 als „State Mineral“ des Bundesstaates Colorado anerkannt ist. Diese Auszeichnung verdankt Colorado den außergewöhnlich hochwertigen Rhodochrosit-Funden aus der berühmten Sweet Home Mine, die zu den besten weltweit zählen.

Verwendung: Rhodochrosit wird als Schmuck- und Ornamentsstein, selten auch für Kunstgegenstände verwendet. 

Verfügbarkeit: selten

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Herkunft des Namen Rhodochrosit und Synonyme

Rhodochrosit verdankt seinen Namen dem griechischen Wort „rhodochroos“, was so viel wie „rosenfarbig“ bedeutet (rhodon = Rose, chrosis = Färbung). Damit beschreibt der Name treffend die typische rosa bis rote Farbe des Edelsteins.

Ursprünglich wurde das Mineral von dem deutschen Mineralogen Abraham Gottlob Werner (1749–1817) als Manganspat bezeichnet – basierend auf seiner chemischen Zusammensetzung als Mangancarbonat. Erst 1813 erhielt der Rhodochrosit seinen heutigen Namen durch Johann Friedrich Ludwig Hausmann.

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Allerdings war dieser Name nicht unumstritten: Schon kurze Zeit später kritisierte Johann Friedrich August Breithaupt die „schwere Aussprechbarkeit“ und schlug alternativ die Bezeichnungen Rosenspat oder Himbeerspat vor.

Trotz dieser Vorschläge setzte sich der Name Rhodochrosit international durch und ist heute die gebräuchliche Bezeichnung für diesen beliebten Edelstein mit rosa Farbspiel.

Die historische Namensentwicklung zeigt, wie intensiv sich die Mineralogie bereits früh mit dem Rhodocrosit beschäftigte – und unterstreicht seine bis heute anhaltende Bedeutung im Bereich Edelsteine und Schmuck.

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Für den Rhodochrosit existieren zahlreiche Synonyme, alternative Bezeichnungen und historische Handelsnamen, die seine lange mineralogische und wirtschaftliche Bedeutung widerspiegeln:

  • Braunsteinerz (luftsauer) – historische bergmännische Bezeichnung
  • dichter Rotstein – ältere Beschreibung kompakter Varietäten
  • Himbeerspat – beschreibt die kräftig roten Farbvarianten
  • Inkarose / Inca Rose – beliebte Handelsbezeichnung, vor allem für Material aus Argentinien
  • Kobaltmanganspat – selten verwendete Bezeichnung bei bestimmten Zusammensetzungen
  • Manganspat – früher mineralogischer Name nach der chemischen Zusammensetzung
  • Rosenspat – Bezug auf die typische rosa Farbe
  • Rotspat – allgemeine Bezeichnung für rötliche Spatminerale
  • Rotmanganerz – Hinweis auf den Mangangehalt

Diese Vielzahl an Namen für Rhodochrosit zeigt, wie unterschiedlich das Mineral im Laufe der Zeit interpretiert und genutzt wurde.

Besonders im Schmuckhandel hat sich heute jedoch eindeutig der Begriff Rhodochrosit etabliert, während Namen wie Inkarose weiterhin als attraktive Handelsbezeichnung verwendet werden.

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Historischen Verwendung von Rhodochrosit

Rhodochrosit zählt aufgrund seiner auffälligen rosa bis roten Farbe zu den ältesten bekannten Schmucksteinen. Archäologische Funde belegen, dass Rhodochrosit bereits im Alten Ägypten als Schmuckstein verwendet wurde.

In Grabbeigaben entdeckte Exemplare zeigen, dass das Mineral schon in der Antike wegen seiner intensiven Farbe geschätzt war. Ob Rhodochrosit gezielt abgebaut wurde, ist nicht eindeutig belegt – jedoch ist bekannt, dass die Ägypter Manganerze in der Arabischen Wüste (östliche Wüste Ägyptens) und auf der Sinai-Halbinsel gewannen.

Auch in der frühen Geschichte der Menschheit spielte Mangan eine wichtige Rolle: Manganoxide wurden bereits vor 17.000 Jahren als Pigmente verwendet und später auch zur Glasherstellung eingesetzt.

Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass bereits prähistorische sowie antike Kulturen – darunter Griechen und Römer – mit Rhodochrosit als Manganmineral in Kontakt kamen. In Regionen wie Attika, Thrakien und Makedonien, in denen Mangan abgebaut wurde, tritt auch Rhodochrosit auf.

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Rhodochrosit in der Inka-Kultur – „Inkarose“

In Südamerika ist der Rhodochrosit als „Inkarose“ (Rosa del Inca / Inka Rose) bekannt und eng mit der Kultur der Inkas verbunden. Einer Legende nach handelt es sich bei dem Stein um das versteinerte Blut der Inka-Herrscher und ihrer Vorfahren, was ihm eine besondere symbolische Bedeutung verleiht.

Die Geschichte des Rhodochrosits in der Neuen Welt reicht bis in prä-inkaische Zeiten zurück. Im Gebiet des heutigen Nordargentiniens wurde das intensiv rote Mineral bereits früh entdeckt. Während der Inka-Zeit wurden in den Hochanden – in Höhen von etwa 3.000 bis 3.300 Metern – Silber- und Kupferlagerstätten erschlossen, in denen auch Rhodochrosit vorkam. Nach dem Zerfall des Inkareiches gerieten diese Abbaugebiete in Vergessenheit.

Rhodochrosit als Manganerz

Neben seiner Bedeutung als Edelstein für Schmuck war Rhodochrosit historisch auch ein wichtiges Manganerz. Mit einem Mangangehalt von bis zu rund 48 % wurde er zur Gewinnung von Mangan genutzt – einem wichtigen Rohstoff für Metallverarbeitung und Industrie.

Im 18. und 19. Jahrhundert war das Mineral in Fachkreisen als Manganspat bekannt, bevor sich der heute gebräuchliche Name Rhodochrosit durchsetze. Heute wird Rhodochrosit vor allem wegen seiner einzigartigen Farbe, natürlichen Bänderung und kulturellen Bedeutung geschätzt und ist ein gefragter Edelstein im Schmuckhandel weltweit.

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Rhodochrosit als Schmuckstein

Rhodochrosit ist ein außergewöhnlicher Schmuckstein, der bei der Verarbeitung besondere Sorgfalt und Erfahrung erfordert. Mit einer Mohshärte von etwa 3,5 bis 4 zählt er zu den weicheren Edelsteinen und ist daher empfindlicher gegenüber Kratzern und mechanischer Beanspruchung.

Aus diesem Grund wird Rhodochrosit bevorzugt in Schmuckstücken verarbeitet, die weniger stark belastet werden, wie Anhänger oder Ohrringe. Bei der Bearbeitung ist ein behutsames Schleifen und Polieren entscheidend, um die Oberfläche nicht zu beschädigen und einen gleichmäßigen Glanz zu erzielen.

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Hinzu kommt, dass Rhodochrosit eine ausgeprägte Spaltbarkeit aufweist und daher bruchanfällig sein kann. Dies stellt insbesondere beim Fassen des Steins eine Herausforderung dar. Schutzgebende Fassungsarten wie die Zargenfassung sind deshalb besonders geeignet, da sie den Stein umlaufend stabilisieren und vor äußeren Einflüssen schützen.

Auch beim Setzen von Krappen ist große Präzision erforderlich, um Spannungen im Material zu vermeiden.

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Ein weiteres Merkmal ist die Empfindlichkeit gegenüber Hitze, Säuren und chemischen Reinigungsmitteln. Während der Verarbeitung und auch später im Gebrauch sollte der Stein keinen hohen Temperaturen oder aggressiven Substanzen ausgesetzt werden. Schonende Reinigungsmethoden sind daher unerlässlich.

Praxis-Tipps zum Reinigen von Silberschmuck

Besonders geschätzt wird Rhodochrosit für seine charakteristische Farbgebung mit rosa bis rosaroten Tönen und oft auffälliger Bänderung.

Diese natürliche Struktur spielt beim Schleifen eine zentrale Rolle, da sie gezielt herausgearbeitet wird, um die individuelle Schönheit jedes Steins optimal zur Geltung zu bringen. Aus diesem Grund wird Rhodochrosit häufig zu Cabochons verarbeitet, da diese Schliffform die Muster und Farbverläufe besonders gut betont.

Insgesamt erfordert die Verarbeitung von Rhodochrosit ein hohes Maß an handwerklichem Können, bietet jedoch gleichzeitig die Möglichkeit, einzigartige und ausdrucksstarke Schmuckstücke mit unverwechselbarem Charakter zu schaffen.

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Technische Verwendung von Rhodochrosit

Rhodochrosit ist vor allem als Schmuck- und Sammlermineral bekannt, besitzt jedoch auch eine gewisse wirtschaftliche Bedeutung als Rohstoff. Chemisch handelt es sich um Mangan(II)-carbonat (MnCO₃) mit einem Mangangehalt von bis zu 47,8 %, wodurch das Mineral als Manganerz genutzt werden kann.

Mangan ist ein wichtiger Bestandteil in der metallurgischen Industrie und wird insbesondere für die Herstellung von Stahl und Edelstahllegierungen sowie in verschiedenen Metalllegierungen, etwa mit Aluminium, eingesetzt. In diesem Zusammenhang dient Rhodochrosit – beziehungsweise manganreiche Erze – als Ausgangsmaterial für die Gewinnung dieses industriell bedeutenden Metalls.

Eine direkte technische Nutzung von Rhodochrosit als Werkstoff ist hingegen selten. Aufgrund seiner vergleichsweise geringen Härte und Empfindlichkeit gegenüber Hitze und Chemikalien eignet sich das Mineral nur eingeschränkt für industrielle Anwendungen. Hochwertige, optisch ansprechende Stücke werden daher bevorzugt im Schmuckbereich oder als Sammlermineral verwendet.

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In Einzelfällen kann Rhodochrosit auch als Ausgangsstoff für Pigmente dienen, beispielsweise im künstlerischen Bereich. Diese Verwendung ist jedoch eher als Nischenanwendung zu betrachten und spielt im industriellen Maßstab nur eine untergeordnete Rolle.

Ähnlich verhält es sich mit möglichen Anwendungen in der Keramik: Zwar werden Manganverbindungen grundsätzlich in Glasuren eingesetzt, Rhodochrosit selbst ist hierfür jedoch kein typischer Standardrohstoff.

Insgesamt liegt die Bedeutung von Rhodochrosit außerhalb des Schmuckbereichs vor allem in seiner Rolle als Rohstoff für die Mangangewinnung, während seine Verwendung als fertiges Material in technischen Anwendungen nur eine geringe Rolle spielt.

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Anwendung von Rhodochrosit in der Steinheilkunde

In der Steinheilkunde wird Rhodochrosit als aktivierender und belebender Edelstein geschätzt, der insbesondere Lebensfreude, Tatkraft und innere Dynamik fördern soll. Er wird eingesetzt, um Phasen von Antriebslosigkeit zu überwinden und neue Energie für anstehende Aufgaben zu mobilisieren.

Anwender beschreiben, dass Rhodochrosit dabei unterstützt, Arbeiten mit Schwung und Klarheit anzugehen, gleichzeitig aber auch Momente des Genusses und der bewussten Wahrnehmung zu intensivieren.

Typischerweise wird Rhodochrosit direkt am Körper getragen, etwa als Anhänger, Kette oder Armband, um seine Wirkung kontinuierlich zu entfalten. Dabei empfiehlt es sich, den Stein nicht länger als etwa zwei Wochen am Stück zu nutzen, da seine aktivierende Qualität als sehr intensiv beschrieben wird.

Für meditative Anwendungen kommen auch Scheiben, Anschliffe oder Freeforms zum Einsatz, die in ruhigen Phasen helfen sollen, neue Ideen entstehen zu lassen und die eigene innere Balance zu stärken.

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In der praktischen Anwendung ist Rhodochrosit bei Edelsteinmassagen eher selten, da geeignetes Rohmaterial für Massagesteine kostspielig und schwer zu beschaffen ist. Als Alternative können größere Trommelsteine verwendet werden.

Bei der Herstellung von Edelsteinwasser ist besondere Vorsicht geboten: Aufgrund seines Mangangehalts sollte Rhodochrosit ausschließlich über indirekte Methoden angewendet werden.

Energetisch wird der Stein dem Wurzelchakra zugeordnet und im Feng Shui dem Element Feuer, was seine Verbindung zu Aktivität, Vitalität und Durchsetzungskraft unterstreicht.

Bei den "Steinwesen im Medizinrad" bewirkt Rhodochrosit das Hervortreten als Person und Verantwortung für sich zu übernehmen. Er stärkt das Rückgrat, Eigendynamik und -verantwortung sind die Folge. Die zugeordnete Affirmation lautet "Ich trete kraftvoll und aufrecht in Aktion."

Die Astrologie kennt diesen rosafarbenen Stein als Mineral, das die Vitalität und Energie der Widder-Geborenen unterstützt und die Entwicklung ihrer Persönlichkeit fördert.

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Farbe des Rhodochrosits 

Die Intensität der Farbe schwankt sehr. Dies wird nicht nur durch den Anteil des Mangans bestimmt, sondern auch durch die Größe der Kristalle bzw. die Körnung der Aggregate. Je größer diese sind, desto dunkler wird die Farbe des Steins.

Wichtig für die Farbe des Minerals sind auch die Temperaturverhältnisse bei der Bildung: So entstehen intensiv kirschrote Stufen bei hohen Temperaturen und relativ schwachen Lösungen. Blass rosafarbener und heller Rhodochrosit entsteht bei niedrigen Temperaturen und Lösungen mit hohem Gehalt von Mangan, Eisen, Calcium und Magnesium.

Rhodochrosit kann auf den ersten Blick aufgrund seiner Farbe leicht mit Rhodonit verwechselt werden. Diesem fehlen aber die typische Bänderung oder konzentrische, kreisförmige Aggregate.

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Braune Bereiche im Rhodochrosit

Braune Zonen im Rhodochrosit sind ein natürliches Phänomen und gehen in den meisten Fällen auf Beimengungen von Fremdstoffen und chemische Prozesse zurück. Hauptverantwortlich sind dabei vor allem Verunreinigungen durch Eisen sowie manganhaltige Oxide und Hydroxide, die bereits während der Entstehung des Minerals eingeschlossen werden.

Ein erhöhter Eisengehalt (Fe) im Kristallgitter kann die typische rosa bis rote Farbe in gelblich-braune Töne verändern. Zusätzlich können Einlagerungen von Manganoxiden oder Eisenmineralen wie Limonit (Brauneisenstein) braune bis fast schwarze Bereiche verursachen. Diese treten häufig entlang von Bändern, Rissen oder Wachstumszonen auf.

Auch Oxidations-Prozesse spielen eine wichtige Rolle. Rhodochrosit bildet sich oft in hydrothermalen Gängen. Kommt es später durch Wasser und Sauerstoff zu Verwitterung, können sich aus ursprünglich enthaltenem Eisen braune Eisenoxide bilden, die das Erscheinungsbild verändern.

Nicht zuletzt können auch Begleitminerale wie beispielsweise Kutnohorit zu bräunlichen Partien beitragen.

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Fundorte Rhodochrosit

Weltweit konnte Rhodochrosit bisher an rund 1400 Fundorten nachgewiesen werden. Die Typlokalität ist die „Cavnic Mine“ in Rumänien, die auch für ihre rosafarbigen, kugeligen bis nierenförmige Aggregate bekannt ist.

Weitere bedeutende Fundorte für Rhodochrosit sind die „Sweet Home Mine“ bei Alma (Colorado), in der bis zu 15cm große Kristalle gefunden wurden. Aus den südafrikanischen N’Chwaning Minen bei Kuruman stammen kräftig dunkelrote Kristalle. Nahe der Stadt Butte (Montana, USA) wird Rhodochrosit als Manganerz abgebaut.

Auch in Deutschland wurde schon Rhodochrosit gefunden: Fundort schöner Kristalle war z.B. die Grube Wolf im Siegerland sowie kleinere Erzgruben im Rheingau.

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Entstehung von Rhodochrosit

Rhodochrosit (MnCO₃) entsteht überwiegend sekundär in der Oxidationszone von Manganerzlagerstätten und zählt damit zu den typischen Umwandlungsmineralen. In diesen Bereichen reagiert eindringendes, kohlensäurehaltiges Wasser mit bereits vorhandenen Manganoxiden.

Durch diese chemischen Prozesse wird das Mangan in Carbonatform überführt, wodurch sich Rhodochrosit bildet. Diese Art der Entstehung ist mengenmäßig die bedeutendste.

In solchen sekundären Lagerstätten können sich unter günstigen Bedingungen auch beeindruckende Tropfsteinbildungen (Stalaktiten und Stalagmiten) aus Rhodochrosit entwickeln.

Ein bekanntes Beispiel sind die Vorkommen in Argentinien, etwa in den historischen, seit Jahrhunderten stillgelegten Silberminen der Inkas, wo gebänderte und massige Rhodochrosit-Formen von besonderer Schönheit entstanden sind.

Deutlich seltener bildet sich Rhodochrosit primär aus hydrothermalen Lösungen, bei denen heiße, manganhaltige Fluide in Gesteinsspalten eindringen und beim Abkühlen kristallisieren. Solche Vorkommen sind unter anderem aus Deutschland, Südafrika, Peru und Colorado (USA) bekannt.

Ebenso kann Rhodochrosit in seltenen Fällen durch kontaktmetasomatische Prozesse entstehen, also durch stoffliche Umwandlungen im Kontaktbereich unterschiedlicher Gesteinskörper unter Einfluss von Temperatur und Fluiden.

Diese unterschiedlichen Bildungsbedingungen prägen das Erscheinungsbild des Minerals – von gebänderten, stalaktitischen Strukturen bis hin zu klar ausgebildeten Kristallen.

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Mögliche Verwechslungen von Rhodochrosit

Rhodochrosit zählt zu den bekanntesten rosafarbenen Mineralien und kann im Handel oder in Sammlungen mit einigen ähnlich gefärbten Steinen verwechselt werden. Zu den wichtigsten gehören Rhodonit, Rosenquarz, rosa Turmalin und Calcit.

Eine häufige Verwechslung besteht mit Rhodonit. Beide Mineralien zeigen kräftige Rosatöne, allerdings besitzt Rhodonit meist charakteristische schwarze Bereiche aus Manganoxiden. Zudem ist er deutlich härter als Rhodochrosit und reagiert – im Gegensatz zu diesem – nicht mit Säure, da er kein Carbonat ist.

Auch Rosenquarz kann auf den ersten Blick ähnlich wirken. Er zeigt jedoch eine gleichmäßig milchige, oft leicht durchscheinende rosa Farbe ohne Bänderung. Im Unterschied zu Rhodochrosit ist Rosenquarz deutlich härter, besitzt keine Spaltbarkeit und zeigt keine Reaktion mit Säure.

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Rosa Turmalin (Rubellit) weist oft intensivere, teilweise leicht violettstichige Rosatöne auf und bildet meist längliche, prismatische Kristalle. Er ist deutlich härter als Rhodochrosit und kann zusätzlich einen schwachen Pleochroismus zeigen, also je nach Blickrichtung unterschiedliche Farbnuancen.

Eine gewisse Nähe besteht zu Calcit, insbesondere zu manganhaltigem, rosa gefärbtem Calcit. Beide gehören zur Carbonatgruppe und reagieren mit Säure.

Calcit ist jedoch meist heller gefärbt und weniger intensiv rosa. Die Unterscheidung kann im Einzelfall schwierig sein und erfordert Erfahrung oder weiterführende Analysen.

Typisch für Rhodochrosit sind seine vergleichsweise geringe Härte, die gute Spaltbarkeit sowie oft warme, satte Rosatöne – nicht selten auch in gebänderter Form. Diese Kombination hilft, ihn von ähnlichen Mineralien sicher abzugrenzen.

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Berühmte Rhodochrosite in Museen

Rhodochrosit zählt nicht nur zu den farblich attraktivsten Mineralien, sondern bringt auch einige der spektakulärsten Sammlungsstücke hervor, die heute in bedeutenden Museen weltweit ausgestellt sind.

Besonders berühmt sind die intensiv himbeerroten Kristalle aus der Sweet Home Mine in Colorado (USA). Herausragende Exemplare dieser Fundstelle sind unter anderem in der „terra mineralia“ in Freiberg zu sehen, einer der bedeutendsten Mineraliensammlungen Europas.

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Auch südamerikanische Vorkommen, insbesondere aus Argentinien, haben eindrucksvolle Stücke hervorgebracht.

Historisch bekannte Exemplare gelangten in internationale Sammlungen wie das British Museum in London, wo sie als besonders bemerkenswerte Rhodochrosite ausgestellt werden.

Was diese Museumsstücke so besonders macht, ist das seltene Zusammenspiel aus kräftiger Farbe, klarer Kristallform, Größe und Ästhetik.

Während Rhodochrosit oft massig oder gebändert vorkommt, sind große, transparente Einzelkristalle eine echte Ausnahme. Genau diese Seltenheit macht herausragende Exemplare zu begehrten Ausstellungsstücken.

Für Besucher und Sammler bieten solche Exponate einen faszinierenden Einblick in die Schönheit und Vielfalt dieses Minerals – und zeigen eindrucksvoll, warum Rhodochrosit zu den Highlights vieler mineralogischer Museen gehört.

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