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Alabaster - Bedeutung und Wirkung

Alabaster kann in unruhigen Zeiten, in der es um uns herum viel Aktivität und Geschäftigkeit gibt, wertvoller Begleiter sein. Äußere Störungen und Ablenkungen können abgeschirmt werden, so dass wir ganz bei uns bleiben und in uns selbst ruhen. Der Blick wird nach innen gelenkt, wir besinnen uns auf unsere Fähigkeiten und aktuellen Aufgaben.

Alabaster und Selenit – alles Gips?!

Gips ist ein aus dem Baumarkt bekanntes Material, das als Grundstoff für Putze, Estrich und Spachtelmassen verwendet wird, aus dem Gipskarton-Platten hergestellt werden und das als Füllmittel verwendet wird. In der Mischung mit Kalk entsteht Gipskalk, welcher vor allem für aufwändige Stuckarbeiten zum Einsatz kommt.
 
In der Mineralogie bezeichnet Gips bzw. Gipsspat ein wasserhaltigen Calciumsulfat mit der chemischen Formel Ca[SO4]·2H2O aus der Mineralklasse der Sulfate. Hinter dieser nüchternen Definition verbergen sich vor allem zwei beliebte Mineralien: Alabaster und Selenit. Alabaster ist die mikrokristalline Varietät von Gips, besteht also aus sehr kleinen Körnern (10-7 bis 10-4 cm). Alabaster ist gesteinsbildend und kann bis mehrere Meter groß werden. Selenit (Fasergips) sind Gipskristalle, deren typischen länglichen Strukturen auf den ersten Blick auffallen. Vom Berufsverband deutscher Geowissenschaftler e.V. wurde Gips zum Gestein des Jahre 2022 gewählt. 
 
 

Mineralogischer Steckbrief Alabaster

Chemische Formel: CaSO4 · 2H2O
 
Mineralklasse: Sulfat
 
Farbe: in Abhängigkeit vom Fundort grau, weiß, creme, hellgelb, orange, rötlich, bräunlich, grünlich
 
Glanz: matt
 
Kristallsystem: monoklin
 
Mohshärte: 1,5 – 2  
 
Spaltbarkeit: keine Spaltbarkeit, unebener, körniger Bruch
 

Herkunft des Namens Alabaster und Synonyme

Woher der Name "Alabaster" kommt, ist nicht eindeutig geklärt, sondern es gibt verschiedene Theorien: Möglicherweise stammt der Begriff aus dem Ägyptischen und geht auf die Stadt Albastron oder die Region Albastrites zurück, in der schon zu damaliger Zeit Alabaster abgebaut worden ist. Hiervon berichtete der griechische Naturforscher Theophrastos von Eresos (371 - ca. 287 v. Chr.) in seinen Schriften.
 
Eine andere Vermutung ist die Herleitung aus dem griechischen Wort alabe ("ohne Henkel"), da man früher aus Alabaster henkellose Töpfe für die Aufbewahrung von Cremes herstellt. Auch die Ableitung von ana(r) und bast(et), also "Stein der Bastet" ist eine Möglichkeit, denn der Göttin Bastet wurde nachgesagt, dass sie zahlreiche Gefäße mit Kosmetika und Schminke aus Alabaster besäße.
 
Mit dem Begriff "Alabasterhaut" wird eine sehr ebenmäßige, helle, fast transparent wirkende Haut mit samtartigem Glanz bezeichnet. Diese galt insbesondere im Barock als Schönheitsideal.

Andere Bezeichnungen für Alabaster sind Alabastergips, Gypsum Alabastaum oder auch Gypsum Alabstrum.

Nicht zu verwechseln ist Alabaster mit dem sogenannten "Ägyptischen Alabaster" - dieses ist der härtere und wasserunlösliche Onyxmarmor


Entstehung und Vorkommen von Alabaster

Alabaster ist in den meisten Fällen seines natürlichen Auftretens ein Sediment, welches oft innerhalb von Salzseen oder isolierten Meeresbecken bei der Verdunstung von Wasser entsteht. Alabaster kann auch durch die Verwitterung von Sinterablagerungen oder durch Oxydationsprozesse in sulfidischen Erzlagerstätten entstehen. 
 
Fundorte gibt es unter anderem in Italien, Deutschland und Marokko. In Deutschland wird Alabaster unter anderem bereits seit Jahrhunderten in Franken abgebaut. Der aus den dort angebauten Trauben gekelterte Wein wird auch als "Alabaster-Wein" bezeichnet.

Das bekannteste Fundgebiet für Alabaster liegt rund um die italienische Stadt Volterra; dort wird schon von den Etruskern in vorchristlicher Zeit Alabaster abgebaut. Die heute als Lampen, Teelichter und geschliffenen Formen aus Selenit werden meist aus marokkanischem Selenit hergestellt.

Im Mittelalter waren vor allem die englischen Fundstätten in Staffordshire und Derbyshire (Midlands) von Bedeutung. Es entstanden zahlreiche Kunstwerke wie Figuren und Altare , z.B. für Heinrich IV. (1367 - 1413) in der berühmten Kathedrale von Canterbury. Seit den 1920er Jahren sind die englischen Alabaster-Vorkommen erschöpft und mittlerweile hat sich die Natur das Gebiet zurückerobert.

Beeindruckend ist die "Alabaster Cave", eine gut 1,2km lange Alabasterhöhle in Oklahoma (USA). In Alabama (USA) gab das dortige Vorkommen der Stadt Alabaster im Shelby County ihren Namen.

An der französischen Alabasterküste in der Normandie kommt das Mineral nicht vor; hier war lediglich die Farbe des Minerals namensgebend. 

 

Verwendung von Alabaster

Aufgrund seiner geringen Härte von 1,5 – 2 ist Alabaster seit Jahrhunderten ein begehrter Werkstoff für die Anfertigung von Vasen, Skulpturen und anderen Kunstgegenständen. Hierbei ist Alabaster aufgrund der Wasserlöslichkeit nur für Innenräume geeignet. In dünne Scheiben geschnitten, wird Alabaster aufgrund seiner Lichtdurchlässigkeit gerne für den Bau von Lampen verwendet. Auch bei der Innenausstattung von Kirchen z.B. Altaren spielte Alabaster eine große Rolle. So sind in den trockenen Gebieten Zentralspaniens Kirchenfenster aus Alabaster verbreitet gewesen. Eines der bekanntesten sakralen Gebäude mit Alabaster-Ausstattung ist das Salemer Münster.

Anwendung von Alabaster in der Steinheilkunde

In der Steinheilkunde wird Alabaster zur Förderung der Selbstkontrolle und Abgrenzung, zur Stabilisierung, als Schutzstein und zur bewussten Wahrnehmung alter Muster angewendet.

Die Astrologie kennt Alabaster als Ausgleichstein für im Sternzeichen des Fisches geborene (Grenzen setzen) und für im Sternzeichen des Krebs geborene (bei Übersensibilität).