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Stein des Monats Juni 2024: Azurit-Malachit - Bedeutung und Wirkung

Licht und Wärme haben Kälte und Dunkelheit endgültig überwunden. Einiges ist bereits erreicht, eine gute Basis für weitere Entwicklungen und Wachstum geschaffen. Die Natur verwöhnt uns mit Farben, Düften und Sonnenschein, es summt und brummt an allen Ecken und Enden.

Azurit-Malachit fördert das Interesse an der Umgebung und den Mitmenschen, der Stein macht aufgeschlossen und hilfsbereit. Mit seiner Hilfe kann man lernen, (mehr) auf Gefühle und Emotionen zu hören und diese auch nach außen mitzuteilen – innere Spannungen werden so überwunden und aufgelöst, der Raum für eine positive Einstellung zum Leben ist da! Verstand und Gefühle können durch den Azurit-Malachit in ein harmonischen Einklang gebracht werden.

Mineralogischer Steckbrief Azurit-Malachit

Chemische Formel: Cu3[(OH)2/(CO3)2] + Cu2[(OH)2/CO3] + H2O

Mineralklasse: Carbonat

Entstehung: entsteht als sekundäre Bildung in der Verwitterungszone kupferführender Erzlagerstätten oder durch das Eindringen spätmagmatischer, kupferreicher Lösungen in carbonatreiche Gesteine.

Farbe: blau-grün marmoriert, gebändert oder filigran verwachsen

Glanz: Glasglanz bis Seidenglanz

Kristallsystem: monoklin

Mohs-Härte: 3,5 bis 4

Spaltbarkeit: unvollkommene Spaltbarkeit, erdiger Bruch

Vorkommen, Hauptlieferländer: seit langem bekannt sind USA (Kalifornien, Arizona) und Marokko; seit einiger Zeit kommt schöner Azurit-Malachit auch aus Peru

Erscheinungsbild: Gemenge zweier Kupfermineralien als Spaltenfüllung von Gesteinsbrekzien sowie in Form dichter, knolliger oder erdiger Massen.

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Herkunft des Namens Azurit-Malachit und Synonyme

Azurit-Malachit ist die natürliche Verwachsung des leuchtend blauen Azurits und des grünen Malachits. Seinen Namen erhielt  Azurit 1824 von dem französischen Mineralogen Francois Beudant in Anlehnung an die Farbe „Azur“. Das lateinische Wort „azzurum“ für blau leitet sich aus dem Persischen ab („lazaward“, d.h. „himmelsblau“) – auch die französische Mittelmeerregion Cote d’Azur hat ihren Namen durch diesen Begriff erhalten.

Der Ursprung des Namens "Malachit" ist nicht eindeutig geklärt: Wahrscheinlich leitet er sich vom griechischen Wort "malache" oder "moloche" für "Malve" ab, an deren dunkelgrüne Blätter der ebenso dunkelgrüne Malachit erinnert. Dieses würde auch den historischen Namen "Malvenstein" erklären. Weitere Synonyme, unter denen der Azurit-Malachit im Einzel- wie im Großhandel verkauft wird, sind Azur-Malachit und Royal Gem Azurit. Irreführend ist die Bezeichnung Lapis-Malachit.

Anwendung von Azurit-Malachit in der Steinheilkunde

Azurit-Malachit ist der Stein der Verbindung und der Harmonisierung: Verstand und Gefühl, Kopf und Herz können mit seiner Unterstützung in Einklang gebracht werden. Innere Konflike können gelöst werden, man wird (wieder) aufgeschlossen und interessiert an den Mitmenschen. Das Ausdrücken von Gefühlen wird unterstützt, Negatives kann schneller und leichter überwunden werden.

Bewährt hat sich in der modernen Steinheilkunde das Tragen von Azurit-Malachit als Schmuckstück, z.B. als Armband oder gebohrter Edelstein. Hierbei is der direkte Kontakt zwischen Stein und Körper von Vorteil. Auch das intensive Betrachten eines Azurit-Malachits z.B. als Kugel, Spitze oder Anschliff kommt in der Steinheilkunde zur Anwendung.

Wie alle Kupfermineralien ist Azurit-Malachit als Wasserstein nicht für das direkte Einlegen ins Wasser geeignet. Gut geeignet ist aber für die Herstellung von Edelstein-Wasser die Reagenzglas-Methode und das Einleiten über einen Kristall.

 

Stabilisierung von Azurit-Malachit

Azurit-Malachit ist aufgrund seiner Porösität und der guten Spaltbarkeit zunächst nicht als Schmuckstein z.B. für das Schleifen von Donuts oder das Trommeln von Barocksteinen geeignet. Wenn jedoch die Rohsteine vor der Verarbeitung kurz in Kunstharz getränkt werden, wird der Stein stabilisiert und kann dann geschliffen oder getrommelt werden.

Aus den Schleifresten von Azurit und Malachit werden auch unter der Zugabe von Kunststoff Blöcke gepresst, aus denen dann wieder Edelsteinartikel geschliffen werden. Dieses Verfahren wird "Rekontruktion" genannt. Seit 1991 ist zudem eine Azurit-Malachit-Imitation aus gefärbtem und unter hohem Druck mit Kunststoff zusammengepreßtem Barytpulver im Umlauf.

Die Rohsteine, aus denen unsere Azurit-Malachit-Artikel hergestellt worden sind, haben wir direkt aus den Minen gekauft. Bei vielen Artikeln ist daher auch noch ein gewisser Anteil an Braun von der umgebenden Matrix enthalten, Vor der Verarbeitung werden die Rohsteine stabilisiert; dieses ist beim Artikel mit dem Zusatz "(stab.)" gekennzeichnet.

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Blau-grüner Himmel - Azurit und Malachit als Farbpigmente

Bereits die alten Ägypter nutzten vor über 3000 Jahren gemahlenen Azurit als Farbpigmente für ihre Malereien und, mit Eiweiß vermischt, zum Schminken der Augen. Auch in vielen anderen Regionen der Welt hat die Verwendung von Azurit eine lange Tradition, z.B. bei der Urbevölkerung im Südwesten der heutigen USA und in der chinesischen Ming-Dynastie (1368 – 1644).

In Europa wurde das Mineral von Albrecht Dürer und anderen Malern der Renaissance eingesetzt. Der blaue Azurit wurde hierbei meist nur als Untergrund verwendet – als Deckfarbe kam der wesentlich teurere Lapislazuli zum Einsatz. Durch den Kontakt mit dem Sauerstoff in der Luft wird Azurit nach und nach in das grüne Mineral Malachit umgewandelt – daher hat der Himmel auf älteren Gemälden manchmal einen deutlichen Grünstich. Mit der Erfindung von „Preußisch Blau“ am Anfang des 18. Jahrhunderts verlor dann Azurit seine Bedeutung als Pigment, wird aber heute noch bei der Restauration alter Gemälde verwendet.

Ein enger Verwandter des Azurits ist der leuchtend grüne Malachit. Je nach CO2-Gehalt der Lösung, aus der sich die Mineralien bilden, entsteht Malachit oder Azurit. Verändert sich zu einem späteren Zeitpunkt der CO2-Gehalt, so wandelt sich Azurit in Malachit um, behält aber seine typische Kristallform bei. Diesen Vorgang nennen Mineralogen „Pseudomorphose“.