Ihr Hersteller und Fachgroßhandel. Seit 1981. Eigene Produktionsstätten in Asien

2019_september_chrysocoll_bedeutung_wirkung

Chrysokoll - Bedeutung und Wirkung

Chrysocoll ist ein faszinierendes blaugrünes Mineral, das besonders für seine intensiven Farben und lebendigen Strukturen geschätzt wird. In der Steinheilkunde steht Chrysocoll für Ausgeglichenheit, Orientierung und einen klaren Kopf in hektischen Zeiten. Er unterstützt dabei, auch in unruhigen Lebensphasen die eigenen Ziele im Blick zu behalten und die Folgen des eigenen Handelns bewusster wahrzunehmen.

Auch kulturgeschichtlich hat Chrysocoll eine lange Tradition. In verschiedenen indigenen Kulturen Amerikas wurde der Stein als stärkendes und harmonisierendes Mineral geschätzt. Der Name Chrysokoll reicht bis in die Antike zurück und steht im Zusammenhang mit der Verarbeitung von Gold.

Da Chrysocoll relativ weich und empfindlich ist, wird das Mineral für die Verarbeitung zu Schmuck häufig stabilisiert. Dabei wird die Oberfläche mit Harz gefestigt, sodass der Stein besser geformt, geschliffen und poliert werden kann.

Trommelsteine, Scheibensteine, Schmuck und mehr aus Chrysocoll zu Großhandels-Preisen

chrysocoll_scheibensteine_grosshandel

Herkunft des Namens Chrysocoll und Synonyme

Der Name Chrysocoll bedeutet übersetzt „Goldleim“ oder „Goldkleber“ und stammt aus dem Griechischen: chrysos bedeutet Gold, kolla Leim oder Klebstoff. Woher diese Bezeichnung genau stammt, lässt sich heute nicht mehr eindeutig nachvollziehen.

Als wahrscheinlichste Erklärung gilt die Verwendung von Kupfermineralien in der antiken Goldschmiedekunst. Beim Granulieren, einer historischen Technik zur Verzierung von Schmuck, dienten kupferhaltige Substanzen als Hilfsmittel, um feinste Goldkügelchen mit einer Goldoberfläche zu verbinden. Der Begriff „Chrysokoll“ bezeichnete somit ursprünglich vermutlich keinen bestimmten Stein, sondern ein Material bzw. Hilfsmittel bei der Goldverarbeitung.

Eine andere Erklärung bezieht sich auf eine besondere Eigenschaft des Minerals: Unbehandelter, poröser Chrysocoll kann aufgrund seiner Struktur leicht an der feuchten Zunge haften. Diese Deutung des Namens gilt jedoch als weniger wahrscheinlich.

Lange Zeit wurde die Bezeichnung Chrysokoll vermutlich für unterschiedliche Kupferminerale verwendet. 1808 ordnete der französische Geologe und Mineraloge André-Jean-François-Marie Brochant de Villiers (1772–1840) den Namen dem heute als Chrysocoll bezeichneten Mineral zu.

Im Laufe der Zeit entstanden zahlreiche regionale, historische und heute teilweise veraltete Synonyme und Handelsbezeichnungen für Chrysocoll, darunter Kieselmalachit, Malachitkiesel, Kupferhydrophan, Grünerz, Dillenburgit, Berggrün, Traversoit, Grünspan, Atlaserz, Chalkostaktit, Katangit, Llanca, Spanischgrün, Kieselkupfer und Kupfergrün. Auch Bezeichnungen wie Liparit, Resanit und Grünere finden sich in älterer Literatur.

Verwachsungen von Chrysocoll mit anderen Mineralien

Besonders interessant sind die häufig vorkommenden Verwachsungen und Gemenge mit anderen Mineralien. Aus der Demokratischen Republik Kongo (früher Zaire) und Peru sind beispielsweise attraktive Kombinationen von Chrysocoll und Malachit bekannt.

Je nach Begleitmineral und Ausbildung werden verschiedene Bezeichnungen verwendet:

  • Eilat-Stein: Gemenge aus Chrysocoll, Malachit und Türkis, teilweise mit Azurit; bekannt vor allem aus Israel
  • Kupferblau: Chrysocoll zusammen mit Azurit
  • Pilarit: Verbindung von Chrysocoll mit Kaolinit
  • Chrysocoll-Chalcedon: Chrysocoll in Verbindung mit Chalcedon
  • Gem Silica: fein verteilter Chrysocoll in Chalcedon bzw. Quarz; die hochwertigen, durchscheinenden Qualitäten werden als Schmuckstein besonders geschätzt
  • Chrysocoll-Drusen: Chrysocoll-Achat, dessen Hohlräume von einer Kruste kleiner Quarzkristalle überzogen sind

Entstehung und Farbe von Chrysocoll

Chrysocoll entsteht als sogenanntes Sekundärmineral in der Oxidationszone von Kupfererzlagerstätten. Dort werden bereits vorhandene Kupferminerale durch Verwitterungsprozesse verändert. Kieselsäurehaltiges Grund- oder Sickerwasser sowie hydrothermale Lösungen liefern die für die Bildung von Chrysocoll benötigte Kieselsäure.

Gut ausgebildete, nadelige Chrysocoll-Kristalle sind extrem selten. Meist kommt das Mineral in Form mikrokristalliner Aggregate vor. Diese können nierig, traubig, knollig, derb oder dicht ausgebildet sein. Auch stalaktitische Formen und krustige Überzüge sind möglich.

Durch seine Entstehungsbedingungen findet sich Chrysocoll häufig in Spalten und Hohlräumen und ist dort mit anderen Mineralien verwachsen. Besonders bekannt sind Verbindungen mit Quarz. Solche chrysocollhaltigen Quarze werden unter anderem als Chrysocollquarz, Papageienflügel oder Stellarit bezeichnet.

Auch Azurit, Malachit und Türkis entstehen bei der Verwitterung primärer Kupferminerale. Deshalb können diese Minerale gemeinsam mit Chrysocoll in derselben Lagerstätte auftreten – entweder räumlich voneinander getrennt oder miteinander verwachsen und vermischt. So entstehen die abwechslungsreichen blaugrünen Strukturen, die viele Chrysocoll-Rohsteine und Schmucksteine besonders attraktiv machen.

Für die charakteristische blaue, blaugrüne bis grüne Farbe des Chrysocolls ist Kupfer verantwortlich. Je nach Zusammensetzung, Struktur und Begleitmineralien kann das Erscheinungsbild deutlich variieren. Gerade diese Vielfalt an Blau- und Grüntönen gehört zu den typischen Merkmalen des Minerals.


chrysokoll_rohstein_grosshandel

Für Gewerbekunden: Chrysocoll als Trommelsteine, Scheibensteine, Schmuck und in anderen Formen

Fundorte von Chrysocoll

Chrysocoll ist weltweit verbreitet und wurde bereits an mehr als 2.700 Fundorten nachgewiesen. Bedeutende Vorkommen befinden sich vor allem in Peru und den USA, insbesondere in den Bundesstaaten Arizona und Nevada. Auch aus zahlreichen weiteren Kupferlagerstätten weltweit sind Chrysocoll-Funde bekannt.

Varietäten und besondere Gesteine mit Chrysocoll

Neben klassischem Chrysocoll gibt es einige seltene und besonders attraktive Verwachsungen und Gesteine mit Chrysocoll. Dazu gehören Sonora Sunrise, Chrysocoll-Diorit und Chrysocoll in Rhyolith. Ihre unterschiedlichen Farben und Zeichnungen entstehen durch das Zusammenspiel von Chrysocoll mit weiteren Mineralien oder dem jeweiligen Muttergestein.

Sonora Sunrise – Chrysocoll, Cuprit und Tenorit

Sonora Sunrise ist eine seltene, farbenprächtige Kombination verschiedener Kupferminerale. Bekannt wurde das Material durch Funde aus der Milpillas-Kupfermine im mexikanischen Bundesstaat Sonora. Charakteristisch sind intensive blaugrüne Partien neben braun- bis orangeroten und schwarzen Bereichen.

Untersuchungen des EPI-Instituts zeigten, dass die einzelnen Farben unterschiedlichen Mineralen zugeordnet werden können:

  • grün-blaue Bereiche: Chrysocoll zusammen mit dem Kupfersulfat Brochantit
  • braun- bis orangerote Bereiche: Cuprit, ein Kupfer(I)-oxid
  • schwarze Bereiche: Tenorit, ein Kupfer(II)-oxid

Die beteiligten Minerale sind für sich genommen nicht außergewöhnlich selten. Die kontrastreiche Kombination in dieser besonderen Ausbildung macht Sonora Sunrise jedoch zu einer gesuchten Rarität.

Chrysocoll-Diorit – Chrysocoll im Muttergestein

Chrysocoll-Diorit wird im Handel auch als afrikanischer Chrysocoll und aufgrund seiner blaugrünen Farbgebung gelegentlich als afrikanischer Türkis bezeichnet. Letztere Bezeichnung ist jedoch ein Handelsname – mineralogisch handelt es sich nicht um Türkis.

Nach Untersuchungen des EPI-Instituts besteht das Muttergestein aus einem alterierten Quarz-Diorit, einem Gestein mit einem hohen Anteil an Quarz und Feldspäten. Im Laufe seiner Entstehungsgeschichte drangen kupferhaltige Lösungen in das Gestein ein. Sie förderten die Umwandlung der ursprünglichen Minerale und führten gleichzeitig zur Ablagerung von Chrysocoll.

Mineralogisch lässt sich das Material daher genauer als alterierter Chrysocoll-Diorit bezeichnen.

Chrysocoll in Rhyolith

Auch bei Chrysocoll in Rhyolith spielen Veränderungen des ursprünglichen Muttergesteins und kupferhaltige Lösungen eine wichtige Rolle. Der Rhyolith wurde im Laufe der Zeit alteriert. Gleichzeitig drangen kupferhaltige Lösungen in das Gestein ein, aus denen sich Chrysocoll vor allem in Spalten und Hohlräumen ablagerte.

Dadurch entstehen abwechslungsreiche Stücke, bei denen das blaugrüne Chrysocoll einen deutlichen Kontrast zur Struktur und Farbe des Rhyoliths bildet. Wie Chrysocoll-Diorit gehört auch Chrysocoll in Rhyolith zu den seltener angebotenen Chrysocoll-Materialien.

sonora_sunrise_chrysocoll_grosshandel_n

Mineralogischer Steckbrief Chrysocoll

Chemische Formel, Mineralklasse: Cu4H4[(OH)8|Si4O10] · n H2O, Ringsilikat

Entstehung: sekundär in der Verwitterungszone von Kupferlagerstätten

Farbe, Glanz: grün-blau bis türkis, selten blau oder braun bis schwarz; fettiger Glasglanz oder Wachsglanz

Kristallsystem: orthorhombisch

Mohs-Härte: 2 bis 4

Spaltbarkeit, Bruch: keine Spaltbarkeit, unebener Bruch

Vorkommen, Hauptlieferländer: USA (Arizona), Mexiko, Peru, Zaire, Chile

Erscheinungsbild: mikrokristalline oder traubige Aggregate und Krusten, dicht, derb, auch Stalagtiten; sehr selten nadelige Kristalle

Verwendung: Chrysocoll wird sehr selten nur als Kupfererz abgebaut, als Schmuckstein ist er jedoch beliebt und in vielen Formen erhältlich. In der Edelstein Balance nach Monika Grundmann gehört Chrysocoll zu den typischen Anti-Stress-Steinen, da er Stimmungsschwankungen ausgleicht. Hier kommen bekannte Massageformen wie Seifensteine oder Linsensteine zum Einsatz.

In der Edelstein-Astrologie dient Chrysocoll dazu, bei Schützen Offenheit und Realitätssinn zu entwickeln sowie die Vernunft der Stier-Geborenen zu fördern.

Auch das indianische Medizinrad kennt Chrysocoll als Biber-Totem (Stier).


Trommelsteine, Scheibensteine, Schmuck und mehr aus Chrysocoll - günstige Großhandelspreise da eigene Produktion 

Mineralogischer Steckbrief Sonora Sunrise

Chemische Formel, Mineralklasse: Kupferreiches Gestein aus Cuprit (Cu2O), Tenorit (CuO), Brochantit (Cu4[(OH)6|SO4]) und Chrysokoll (CuSiO3 · 2H2O); überwiegend Oxide sowie Gemenge aus Sulfat und Silikat.

Entstehung: Sonora Sunrise entsteht sekundär in der Verwitterungszone von Kupferlagerstätten aus sulfidischen Erzen. Cuprit und Tenorit entstehen dabei durch die Oxidation von Kupfersulfiden oder gediegenem Kupfer; Brochantit durch die Infiltration sulfathaltiger und Chrysokoll durch silikathaltige Lösungen.

Farbe, Glanz: rot-orange-braune und grün-blaue Flecken mit Glas- bis Wachsglanz

Kristallsystem: kubisch (Cuprit) und monoklin (Tenorit, Brochantit, Chrysokoll)

Mohs-Härte: 3 bis 4

Spaltbarkeit, Bruch: schlechte bis keine Spaltbarkeit, unebener Bruch

Vorkommen, Hauptlieferländer: Sonora Wüste (Mexiko)

Erscheinungsbild: dichtes bis körniges Gestein mit patchworkartigen Farbflecken in roten, orangenen (Cuprit), braun bis braunschwarzen (Tenorit) sowie grün-blauen Tönen (Chrysokoll + Brochantit)

Verwendung: Der aus einer kleinen Kupfermine in der Sonora-Wüste Nordmexikos stammende Sonora Sunrise ist durch seine einzigartige Kombination farbenprächtiger Kupfermineralien ein beliebter und durch seine Seltenheit ein eher teurer Schmuckstein. Er wird in der Steinheilkunde dazu verwendet, den Sinn für Ästhetik und Harmonie zu verfeinern, Träume zu intensivieren sowie die Gefühlswelt zu beleben. Aufgrund des Kupfers wird Sonora Sunrise in der Astrologie der Venus, dem Stier und der Waage zugeordnet.

Registrierung für
Geschäftskunden
Unser Angebot richtet sich exklusiv an gewerbliche Abnehmer aller Branchen. Es ist egal, ob Sie mit Mineralien und Schmucksteinen handeln oder dieses sonstig in ihrer gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit verwenden. Sie können auf jeden Fall von unseren günstigen Großhandelspreisen profitieren! Zur Registrierung als Profi sind es nur wenige Schritte: hier geht's zur Registrierung.