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Edelsteinwasser - Tipps zu den einzelnen Steinsorten

Die einfachste und am weitesten verbreitete Methode zur Herstellung von Edelsteinwasser ist die Verwendung von Wassersteinen. Dabei werden die gereinigten Steine direkt in eine Glaskaraffe oder einen Glaskrug mit frischem Trinkwasser gelegt. Nach einer Ziehzeit von einigen Stunden – oder über Nacht – ist das Edelsteinwasser gebrauchsfertig.

Herstellung von Edelsteinwasser mit Wassersteinen

Eine Informationsübertragung ist auch ohne direkten Kontakt zwischen Steinen und Wasser möglich. Dazu werden die Steine in ein kleines Glasgefäß, beispielsweise ein Reagenzglas, gegeben und in das mit Wasser gefüllte Gefäß gehängt. Da diese Methode im Alltag jedoch etwas umständlich ist, haben sich praktische Lösungen entwickelt.

Besonders komfortabel sind geschlossene Systeme wie die Kristall-Vitalstäbe von Lapis Vitalis® oder die Phiolen von VitaJuwel®. Die Edelsteine befinden sich dabei sicher in einem verschlossenen Glasbehälter und kommen nicht direkt mit dem Wasser in Berührung.

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Hinweise zur richtigen Auswahl von Wassersteinen

Wer die direkte Methode mit Wassersteinen wählt, sollte bei der Auswahl der Edelsteine einige wichtige Hinweise beachten. Nicht jede Steinsorte eignet sich für den direkten Kontakt mit Trinkwasser. Deshalb sollten ausschließlich dafür geeignete, ungiftige und unbehandelte Wassersteine verwendet werden.

  • Nur geeignete Edelsteine verwenden: Für die Herstellung von Edelsteinwasser sollten ausschließlich Mineralien verwendet werden, die wasserunlöslich, ungiftig sind und keine gesundheitsschädlichen Stoffe an das Wasser abgeben.
  • Besonders gut geeignet sind die Mineralien der Quarzgruppe, darunter Amethyst, Bergkristall, Rosenquarz und Rauchquarz. Auch die mikrokristallinen Quarze wie Achat, Aventurin, Carneol, Chalcedon, Chrysopras, Heliotrop, Jaspis, Mookait und Sardonyx eignen sich gut für den direkten Kontakt mit Trinkwasser.

  • Manche Wassersteine wie Sodalith oder Schörl (schwarzer Turmalin) enthalten zwar Spuren von Aluminium. Dieses ist jedoch fest in der Kristallstruktur gebunden und geht bei normaler Verwendung nicht in das Wasser über.

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  • Auch Calcit kann als Wasserstein verwendet werden. Das Mineral ist nur in sauren Lösungen nennenswert löslich. In gewöhnlichem Trinkwasser ist seine Löslichkeit so gering, dass sich ein Calcit-Wasserstein selbst über sehr lange Zeiträume praktisch nicht auflöst.

  • Kupferhaltige Mineralien nicht direkt ins Wasser legen: Vorsicht ist bei Edelsteinen geboten, die Kupferverbindungen enthalten. Dazu zählen unter anderem Azurit, Malachit, Türkis und Chrysokoll. Diese Steine sind nicht für den direkten Kontakt mit Trinkwasser geeignet, da sich Bestandteile aus der Oberfläche lösen können.

    Für diese Mineralien empfiehlt sich die indirekte Methode, bei der die Steine in einem Glasröhrchen oder einer Phiole im Wassergefäß liegen. So kann der direkte Kontakt zwischen Stein und Wasser vermieden werden.

  • Bei unbekannten Steinsorten immer die indirekte Methode wählen: Wenn Sie Edelsteinwasser mit Steinen herstellen möchten, die nicht ausdrücklich als wassergeeignet beschrieben sind, sollten Sie aus Sicherheitsgründen stets die indirekte Methode anwenden. Dabei kommen die Steine nicht direkt mit dem Trinkwasser in Berührung. So lassen sich mögliche Risiken durch wasserlösliche oder bedenkliche Mineralbestandteile vermeiden.

Ausführliche Informationen zu den Eigenschaften und der Eignung einzelner Edelsteine für die Herstellung von Edelsteinwasser finden Sie in der entsprechenden Fachliteratur, z.B.  "Wassersteine" von Michael Gienger und Joachim Goebel.

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Schungit als Wasserstein – Hinweise zur sicheren Anwendung

Schungit wird häufig als Wasserstein angeboten. Aus fachlicher und hygienischer Sicht empfiehlt es sich jedoch, Schungit nicht direkt lose in Trinkwasser einzulegen.Schungit ist ein natürliches, kohlenstoffreiches Gestein mit unterschiedlicher mineralischer Zusammensetzung.

Je nach Lagerstätte enthält er neben Kohlenstoff verschiedene Begleitminerale und kann eine unterschiedlich dichte Oberflächenstruktur aufweisen.Selbst sorgfältig gereinigte Rohstücke können feinen Abrieb oder mineralische Partikel an das Wasser abgeben. Diese lassen sich bei direktem Kontakt nicht vollständig ausschließen.

Enthält Schungit Fullerene?

Schungit ist unter anderem deshalb bekannt, weil in bestimmten hochwertigen Schungitvorkommen natürliche Fullerene nachgewiesen wurden. Fullerene sind hohlkugelförmige Moleküle aus Kohlenstoffatomen. Die bekannteste Form ist das C₆₀-Molekül, dessen Struktur an einen Fußball erinnert.

Entdeckt wurden Fullerene 1985 von Robert F. Curl Jr., Harold W. Kroto und Richard E. Smalley. Für diese Entdeckung erhielten die Wissenschaftler 1996 den Nobelpreis für Chemie.

Ob und in welchem Umfang natürliche Fullerene aus Schungit in Trinkwasser übergehen, ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt. Deshalb sollte Schungit nicht mit dem Ziel verwendet werden, Fullerene an das Wasser abzugeben.

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Warum Schungit nicht direkt ins Wasser legen?

Für den Verzicht auf den direkten Kontakt sprechen mehrere Gründe:

  • Feinpartikel und Abrieb: Schungit kann kleine Kohlenstoff- und Mineralpartikel freisetzen, die das Wasser belasten oder trüben können.
  • Natürliche Begleitminerale: Die Zusammensetzung von Schungit variiert je nach Herkunft und ist nicht vollständig standardisiert.
  • Keine kontrollierbare Stoffabgabe: Eventuelle Übergänge natürlicher Bestandteile in das Wasser lassen sich weder zuverlässig steuern noch beurteilen.

Die bessere Alternative: Reagenzglasmethode oder Schungit-Platten (indirekte Methoden)

Reagenzglasmethode

Hierbei werden kleinere Schungitstücke in ein verschlossenes Glasröhrchen oder Reagenzglas gegeben, das anschließend in den Wasserkrug gestellt wird.

Das Glasröhrchen kann regelmäßig mit heißem Wasser gereinigt werden, während die Schungitsteine trocken bleiben. So lässt sich Schungit sicher und praktisch verwenden, ohne dass das Trinkwasser unmittelbar mit dem Gestein in Berührung kommt.

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Edelsteinplatte

Eine weiter sichere und hygienische Möglichkeit, Edelsteinwasser herzustellen, ist die Verwendung von Edelsteinplatten: Eine Karaffe oder ein Glas mit Wasser wird auf eine Platte aus dem gewünschten Edelstein gestellt.

Vorteile der indirekten Methoden

  • kein direkter Kontakt zwischen Schungit (oder anderen Steinen) und Trinkwasser
  • keine Partikel- oder Abriebabgabe
  • hygienische und saubere Anwendung
  • einfache Reinigung des Glasröhrchens oder der Platte

Die indirekte Herstellung eignet sich besonders für alle, die Edelsteinwasser auf eine einfache, saubere und sichere Weise herstellen möchten.

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Wichtig: die Beschaffenheit der Oberfläche

Neben der Auswahl der richtigen Steinsorte spielt auch die Bearbeitung der Wassersteine eine wichtige Rolle.

Rohe, lediglich gebrochene Steine (häufig als Dekosteine angeboten) sind für Edelsteinwasser nicht zu empfehlen. Sie besitzen oft scharfe Kanten, können leicht absplittern und Glasgefäße verkratzen oder beschädigen.

Hochglanzpolierte Steine werden dagegen häufig mit Wachsen oder Poliermitteln behandelt, um eine besonders glänzende Oberfläche zu erhalten. Für Schmuck ist dies in der Regel unproblematisch, für den direkten Kontakt mit Trinkwasser möchte man solche Rückstände jedoch vermeiden.

Am besten eignen sich daher vorgetrommelte, aber nicht hochglanzpolierte Wassersteine. Durch das Trommeln werden scharfe Kanten entfernt, ohne dass zusätzliche Poliermittel erforderlich sind. Sie sind dadurch sicher in der Anwendung, leicht zu reinigen und ideal für die Herstellung von Edelsteinwasser geeignet.

 

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