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Larimar  - Edelstein der Karibik

Der Name "Larimar"


Der Name „Larimar“  setzt sich aus dem Mädchennamen „Lari“ und dem spanischen Wort „Mar“ für „Meer“ zusammen. Unter diesem Namen ist der Stein seit 1975 bekannt, als Miguel Mendez, Besitzer einer Larimar-Mine/Sachverständiger für Kunsthandwerk in der Dominikanischen Republik, diesen erfand und damit den Namen seiner Tochter Larissa weltweit bekannt machte.

Vor diesem Zeitpunkt wurde Larimar auch als Travelina bezeichnet, weitaus bekannter ist der Larimar allerding unter seinem esoterischen Namen Atlantisstein, da der Sage nach auf dem Gebiet der heutigen Dominikanische Republik ein Teil von Atlantis lag. Juweliere, Goldschmiede und Schmuckdesigner bezeichnen den Larimar auch gerne als „Gemstone of the Caribbean“, also „Edelstein der Karibik“. Mineralogische Datenbanken führen den Larimar als helllblaue Varietät des Pektoliths.
  

Die Entstehung von Larimar


Larimar entsteht magmatisch-hydrothermal in Gängen und Klüften basischer, verwitterter Vulkangesteine, sogenannter Basalte.

Durch heiße Flüssigkeiten wird das im Basalt vorhandene Kupfersulfid Chalkosin (Cu2S) gelöst und gibt dem Larimar seine blaue Farbe.
  

Larimar-Fundorte

Larimar wird fast ausschließlich in der Dominikanischen Republik gefunden. Die Minen befinden sich bei Baoruco in der Provinz Barahona im Südwesten.

Der zweite Fundort „Fittà“ bei Soave in Italien ist wesentlich kleiner und die Steine haben auch nicht das intensiv leuchtende Blau der karibischen Verwandtschaft, so dass Larimar aus Italien nur für Sammler von Interesse ist, aber nicht zu Larimarschmuck verarbeitet wird.
  

Erscheinungsbild des Larimar


Das Mineral Larimar bildet keine sichtbaren Kristalle, sondern dichte Aggregate in länglichen Zylindern (sogenannten „Tubes“) oder Knollen von wenigen Millimetern bis nicht mehr als 10cm Durchmessser. Beim Durchschneiden der Zylinder ist der radiale Aufbau von innen nach außen zur grau-braunen Kruste und die faserige Struktur häufig gut zu erkennen. 

Kennzeichnend für den Stein aus der Karibik ist seine weiße bis hellblaue Farbe; je mehr Blau in einem Stein zu finden ist, desto wertvoller ist er. Farbgebendes Spurenelement ist Kupfer oder Vanadium. Helle Bänder im Larimar können auch Natrolith sein, graue Flecken Calcit. Dunkle bis schwarze Einschlüsse bestehen aus Chalkosin (Kupferglanz). Typisch sind auch die weinroten Einschlüsse aus Hämatit, die manchmal wie ein kleiner Baum im Larimar aussehen.
  
Mineralogischer Steckbrief


* Ca2Na plus Spurenelemente wie Kupfer, Eisen, Kalium, Mangan, Vanadium und Phosphor.
* Glanz: Seiden- oder Glasglanz
* Spaltbarkeit: vollkommen
* Mineralklasse: Kettensilikate, Pektolith
* Mohshärte: 4,5 - 5
* Dichte: 2,74 – 2,88
* Strichfarbe: weiß
* Transparenz: durchscheinend bis durchsichtig
* Kristall-System: triklin
  
Abgrenzung zu anderen Mineralien


Larimar ist die blaue Varietät des Minerals Pektolith und hat daher einige enge „Verwandte“.

Pektolith gibt es an über 3000 verschiedenen Fundorten, in Deutschland z.B. im Schwarzwald und im Sauerland. Die dort gefundenen Steine sind jedoch farblos, weiß, grauweiß, gelblich oder rosa – kein anderer Pektolith hat eine so einzigartige blaue Farbe wie der Larimar.
  
Verwechslungsmöglichkeiten und Larimar-Fälschungen


Aufgrund seiner ungewöhnlichen Farbe, dem radialen Aufbau und der faserigen Struktur bestehen kaum Verwechslungsmöglichkeiten mit anderen Mineralien. Äußerlich ähnlich können heller Türkis, gefärbter Magnesit (Turquenit),  blauer Calcit und Aragonit sein, die aber alle deutlich weicher sind als Larimar.

Da echter Larimar aufgrund seiner Seltenheit zu den teureren Steinen gehört, sind gelegentlich auch Immitationen aus hellblauem Glas oder gefärbtem Magnesit zu finden, die aber meist in ihrer Farbe und Musterung sehr gleichförmig sind.
  
Mythologie und Überlieferungen zum Larimar


Erst seit Mitte der 1990er Jahre ist Larimar einem größeren Kreis von Menschen bekannt und hat Einzug in die moderne Steinheilkunde gehalten.

Aus seinem Fundort in der Dominikanischen Republik sind keine Überlieferungen für die Anwendung als Heilstein bekannt.
  
Wirkung des Larimar


Larimar ist der ideale Heilstein wenn es darum geht, das Leben in die eigene Hand zu nehmen und eine passive Grundhaltungen zu überwinden, aus der heraus man sich leicht als Opfer fühlt,

Die Erkenntnis, daß die Grenzen des Geistes nur diejenigen sind, an die wir selbst glauben und die wir uns selbst setzen, wird durch den Larimar gestärkt; der Stein vermittelt das Gefühl von (mentaler) Weite und unterstützt (geistiges) Wachstum. Offenheit wird möglich, aber auch die Abgrenzung nach Außen wird einfacher.

Mit seiner Hilfe können negative Dinge überwunden werden; er bringt Ruhe und Gelassenheit, insbesondere bei dramatischen Veränderungen und großen Emotionen. Aufgenommene Eindrücke können besser verarbeitet werden.

Durch den blauen Larimar kann das zielführende Nachdenken und kreatives Handeln gefördert werden. Umstände, die nicht beeinflusst oder verändert werden können, werden leichter akzeptiert, eine andere Perspektive verhilft zu mehr Gelassenheit.
  

Möglichkeiten zur Anwendung von Larimar

Larimar ist ein klassischer Stein zur Meditation. Als Scheibe oder aufgesägte Knolle kann seine Betrachtung Gelassenheit vermitteln, er hilft, zur Ruhe zu kommen und den Blick nach Innen zu wenden. Auch als Steinkreis gelegt, kann Larimar zur Meditation verwendet werden.

Auf Stirn, Brust oder Solarplexus aufgelegt, kann der Stein aus der dominikanischen Republik energetische Blockaden auflösen und die Wahrnehmungsfähigkeit erweitern.

Edelstein-Wasser mit Larimar hat eine starke Wirkung; zur Herstellung sind alle gängigen Methoden geeignet.
  

Astrologische Zuordung, Chakra-Zuordnung

Die Astrologie verwendet Larimar für Fische-Geborene zur Stärkung des Selbstvertrauens und für die Fähigkeit, Grenzen zu setzen.

Larimar ist dem Hals- und Stirn-Chakra zugeordnet.
  
Larimar-Schmuck


Larimar ist aufgrund seiner mineralogischen Beschaffenheit sehr schwierig zu schleifen, da durch die Faserigkeit des Material viele Steine schon im ersten Verarbeitungsschritt zerbrechen. Aus 1kg Rohsteine erhält man meist nur etwa 100 Gramm Cabochons, die dann zu Larimarschmuck weiterverarbeitet werden können.

Besonders beliebt ist Larimar als Silberschmuck, da durch dieses Edelmetall die Farbe des Edelsteins besonders gut zur Geltung kommt. Ob als Ohrstecker, Halskette oder Ring - der „Gemstone of the Caribbean“ Larimar wird gerne als Geschenk gekauft.

 
  
Weitere Verwendungen von Larimar


Derzeit sind keine weiteren Anwendungen von Larimar, z.B. im technischen Bereich oder in der Homöopatie bekannt.