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 Meteoriten - Bedeutung und Wirkung



Meteoriten unterstützen dabei, die eigenen Absichten, Vorhaben und Ziele, die zu Jahresbeginn formuliert wurden, kritisch zu hinterfragen. Neue Blickwinkel können eingenommen werden, bisher unbekannte Aspekte werden aufmerksam geprüft, überlebte Strukturen überwunden. Vieles kommt jetzt auf den Prüfstand, um noch notwendige Änderungen in die Wege zu leiten.  Hierbei sind Meteoriten auch wertvolle Helfer, die die Umsetzung von spontanen Impulsen in tatkräftiges Handeln stärken. 

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Der Name Meteorit kommt entweder vom griechischen "meteoron", was übersetzt "Himmelserscheinung" heißt, oder vom Altgriechischen "meteoros" („emporgehoben“, „hoch in der Luft“). Synonyme für diesen Stein bis ins 20. Jahrhundert war Meteorstein, davor war auch Aerolith oder Himmelsstein gebräuchlich. Da die Meteoriten aus dem Sonnensystem kommen, sind diese einmalige Zeugen der Entstehung unseres Sonnensystems und meist älter als unsere Erde. Sie ermöglichen somit wertvolle Einblicke in dessen Frühzeit und haben deshalb einen sehr hohen Stellenwert für die Erforschung unserer Planeten.

Laut der modernen Klassifizierung werden Meteoriten zu den Gesteinen gezählt, unabhängig von ihrer chemischen Zusammensetzung. Unterschieden wird hierbei nach Meteoroid und Meteorit. Meteoroiden verglühen entweder vollständig beim Eintritt in die Erdatmosphäre mit einer einhergehenden Leuchterscheinung, die etwa in einer Höhe von 100 km beginnt (Meteor), oder gehen auf dem Boden nieder. Auf der Erde angekommen heißen sie dann Meteroriten.


Als interplanetare Bruchstücke stammen sie entweder von Asteroiden (Kleinplaneten) aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter ab oder von Kometen, die von den Grenzen unseres Sonnensystems gelegentlich in Erdnähe gelangen. Noch seltener sind es Trümmer von Mond oder Mars, die durch Asteroiden-Einschläge abgesprengt werden. Gelangen diese nun zur Erde, sind dabei Geschwindigkeiten von über 70 km pro Sekunde oder 260.000 km/h durchaus möglich und dieser "kosmische Schutt" wird durch die Atmosphäre der Erde erhitzt (Reibungshitze). Es bilden sich so typische Schmelzerscheinungen an der Oberfläche der Eindringlinge. Ihre Zusammensetzung besteht entweder aus Steinen oder Eisen sowie aus einem Mix beider Komponenten. Deshalb werden diese interplanetaren Gesteine grob eingeteilt in Eisenmeteorite (auch benannt als Himmelseisen oder Meteoreisen), Steineisenmeteorite oder Steinmeteorite.

Meteoriten werden neben der chemischen und petrologischen Klassifizierung eingeteilt nach:
- Verwitterungsklassen, also dem Grad der Verwitterung seit ihrem Auftreffen auf der Erdoberfläche, der sich entweder in der Umwandlung der Metalle in Oxide sowie Silikaten in Tonmineralien in Anschliffen zeigt oder in der Stärke der auf Bruchflächen sichtbaren Braunfärbung durch Eisenoxide
- Schockklassen beim Losschlagen vom Mutterkörper, was eine Art Metamorphose oder Bruchstrukturen (kleine Risse) zur Folge haben kann
- drei verschiedenen Altersstufen: das Entstehungsalter, Bestrahlungsalter und das terrestrische Alter
- dem inneren Aufbau der Fundstücke:
a. undifferenzierter, nichtschaliger Aufbau: Chondrite
b. differenzierter Aufbau: diese Himmelskörper zeigen meist einen schaligen Aufbau wie die Erde und stammen als Folge überwiegend von Asteroiden ab. Eine weitere Unterteilung wird nach dem Bereich des Asteroiden gemacht, aus dem das Bruchstück kommt: Achondrite (Mantel), Eisen-Meteorit (Kern) und Steineisenmeteorit (Übergangsbereich zwischen Kern und Mantel)

Angeschliffen und mit Salpetersäure angeätzt wird bei reinen Eisenmeteoriten eine lamellenartige kubische Struktur aus verschiedenen Legierungen sichtbar, die sogenannten Widmannstättensche Figuren. Diese Gitterstruktur mit sich kreuzenden Ebenen spiegelt imposant das heterogene Gefüge, das irdisches Eisen nicht zeigt, denn diese Struktur kann nur entstehen, wenn ein geschmolzener metallischer Körper sehr langsam, über Millionen von Jahren, abkühlt. Da solche Abkühlzeiten nur im Kern von Himmelskörpern erreicht werden, lässt sich somit ein Fundstück mit diesem Aufbau eindeutig als Meteorit identifizieren. Es gibt allerdings Eisenmeteoriten, die keine Widmanstätten-Figuren zeigen; ihr Nichtvorhandensein schließt einen Meteoriten also nicht unbedingt aus. Ebenfalls kann als weiteres Kriterium ein Nickel-Gehalt von mindestens 4% als Nachweis für einen Eisenmeteoriten dienen. Je nach Nickelgehalt werden dabei drei Legierungen unterschieden: Kamazit, Taenit und Plessit. Kobalt und Kupfer konnten ebenfalls als weitere Elemente nachgewiesen werden.

Steinmeteoriten enthalten Silikat-Mineralien, die auch auf der Erde bekannt sind, z.B. Diopsid, Bronzit, Serpentin, Enstatit, Orthoklas, Hypersthen, Peridot, Plagioklas, Magnetit und Diamant. Sind diese Silikate als millimeter- bis erbsengroße Körner (griech. chondros = Korn) in einer untergeordneten Nickeleisenmatrix eingebettet, heißen sie Chondrite. Chondrite vertreten ca. 93% aller Steinmeteoriten und enthalten die ersten und somit ältesten chemischen und zugleich schweren Elemente, die im Sonnensystem durch Kernfusion entstanden sind. Daneben findet man in ihnen kleine metallische Eisenteilchen, die magnetisch sind; ein Test mit einem Magneten kann also kinderleicht als Nachweis für einen kosmischen Ursprung der Chondrite durchgeführt werden. Die relativ gesehen eher seltenen Achondrite dagegen besitzen ein basaltartiges, weitgehend nickeleisenfreies Gefüge ohne Körner und eine gewöhnlich glänzend-schwarze Schmelzrinde.

Ist der Nickeleisengehalt neben eingelagerten Mineralien wie Peridot, Pyroxen und Plagioklas ein Hauptbestandteil, werden Meteoriten als Steineisenmeteorite bezeichnet. Ein bekannter Vertreter dieser Gruppe ist der Pallasit, der neben Nickeleisen v.a. Peridot enthält. Damit repräsentiert Pallasit zugleich die Urmaterie unserer Erde, denn unser Heimatplanet besteht größtenteils aus einem Nickel-Eisen-Kern und dem peridotführenden Erdmantel.


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Typisch für alle Meteoriten ist ein kieselig-rundes oder schlackenartiges Aussehen. Steinmeteoriten haben kohlig-schwarz, braune oder gesprengelte Farbtöne. Ist Eisen enthalten zeigen sie eher Farben, wie man sie bei anderen Eisenmineralien kennt, also eisengraue bis rostbraune Farbtöne, und je nach Eisengehalt den typischen Metallglanz. Pseudometeoriten haben große Ähnlichkeit mit den extraterrestrischen Zeugen, werden dann aber aufgrund ihrer Zusammensetzung eindeutig als irdischen Ursprungs enttarnt.

Der größte Teil der Sternschnuppen, die unseren Planeten erreichen, verglühen beim Eintritt in die Atmosphäre. Nur in seltenen Fällen erreichen Fragmente die Erdoberfläche. Davon stürzen die meisten Meteorite in die Meere, die den größten Teil der Oberfläche auf der Erde bilden. Alle anderen erreichen die Landflächen und dort meist unbewohntes Gebiet, bleiben also unentdeckt. Der dann noch verschwindend geringe Anteil wird gefunden und kann letztendlich dokumentiert werden. Erschwerend kommt noch hinzu, dass sich dieses kosmische Material am Fundort optisch vom umgebenden Gestein abheben muß, um wahrgenommen zu werden, und durch die Oxidation des auf der Erdoberfläche nicht stabilen metallischen Eisens leicht verwittert. Der Zerfall in unseren gemäßigten Klimazonen schreitet schneller voran als in trockenen Gegenden (Wüsten), wo Wasser fehlt oder Eisregionen (Antarktis), die die Fundstücke einfrieren. Durch die bessere Konservierung können sie sich so über Jahrtausende ansammeln, werden durch neue Sedimentschichten vor den Witterungseinflüssen geschützt und für lange Zeiten konserviert. Durch spätere rezente Verwitterungsprozesse (Abtauen der Gletscher, Winderosion in heißen Wüsten) wieder freigesetzt findet man dann regelrechte Meteoritfelder ("Meteoritenfallen"). Es spielen demnach viele Faktoren eine Rolle, ob ein Meteorit überhaupt überdauert und in Folge dessen gefunden überhaupt werden kann. Deshalb sind Meteorite sehr selten und wertvoll.

Die Zeugen aus dem All kommen weltweit vor. Die bedeutendsten Vorkommen befinden sich in Namibia, Ukraine, Mexiko, Chile, USA, Rußland, China, Australien und Argentinien. Gefundene Stücke werden meist nach ihrem Fundort (Ort, Fluss etc.) benannt. Der weltweit größte Meteorit, ein Eisenmeteorit namens Hoba, wiegt 60 Tonnen und wurde 1920 in Namibia gefunden. Der Meteorit Nogata aus dem Jahr 861 n. Chr. ist der früheste weltweit beobachtete Fall, von dem heute noch Material aufbewahrt wird, in Europa jedoch der Meteorit von Elbogen in Böhmen von 1400 n. Chr. Weitgehend verwitterte Meteoriten, die nur noch an der Struktur zu erkennen sind, findet man z.B. in Schweden aus dem Ordovizium.

Es kann auch sein, daß die Erdatmosphäre v.a. kleinere Meteoriten so abbremst, daß sie einfach im freien Fall zu Boden fallen oder explosionsartig auseinander gesprengt werden. Studien haben ergeben, daß es im Schnitt ca. fünf solcher beobachteten "Meteoritenfälle" pro Jahr in den Jahren 1970 bis 2009 gab. Tatsächlich sind es aber wesentlich mehr. Das Ergebnis einer Abschätzung aus fotografisch aufgezeichneten Meteorbahnen zeigt, daß auf der Gesamtfläche der Erde verteilt 19.000 Fälle und auf Landfläche der Erde 5800 Fälle zu verzeichnen sind. Übertragen auf Deutschland wären das etwa 14 Einschläge pro Jahr.

Kleine Frakturen oder Haarrisse können der Grund sein, daß ein Meteorit beim Eintritt in die Erdatmosphäre auch in mehrere Fragmente bricht und an verschiedenen Stellen einen Einschlagskrater bildet. Ein solches sehr bekanntes, multiples Ereignis ist das Nördlinger Ries und Steinheimer Becken aus dem Miozän. Durch die Hitze des Einschlags wird das umgebende Gestein aufgeschmolzen, erkaltet sehr rasch und fällt als Tektit herab. Dieses natürliche Glas ist also ein Produkt eines Impaktkraters und kein Meteorit, auch wenn dies so mehrfach nachzulesen ist. Tektite werden nach ihrem Fundort (Typlokalität) benannt, z.B. Moldavit (Moldau) oder Lybisches Glas (Lybien).

Mehr Informationen zum Moldavit und Tektit finden Sie hier.



Meteoriten wurden zur Herstellung von Kultgegenständen, Werkzeugen und Waffen benutzt oder für religiöse Zwecke genutzt. In Ägypten fand man Eisenperlen mit einem Nickelgehalt von 7,5 Prozent aus der Zeit von 3500 bis 3000 v. Chr., was den meteoritischen Ursprung nahelegt, zumal der Zeitpunkt vor der eigentlichen Eisenzeit liegt. Auch eine Dolchklinge aus dem Grab von Tutanchamun soll aus meteorischem Eisen gefertigt worden sein. Berichte von Sternschnuppen sind seit etwa 470 v. Chr. von dem griechischen Schriftsteller Plutarch bekannt. Die wissenschaftliche Erforschung von Meteoriten begann am Ende des 18. Jahrhunderts. Im Naturhistorischen Museum in Wien befindet sich die älteste Meteoritensammlung der Welt und heute mit ca. 1100 Objekten auch gleichzeitig die größte Schausammlung dieser Art. Dort zu sehen ist auch der Hraschina-Meteorit aus dem Jahr 1751. Man geht davon aus, daß ca. insgesamt 45.000 Meteoriten in privaten und öffentlich zugänglichen Sammlungen "konserviert" sind.

Als Heilsteine haben Meteoriten wegen ihrer Seltenheit und deshalb meist hohen Preises nur wenig Bedeutung erlangt. Neben der naturwissenschaftlichen Bedeutung der Meteorite und ihrer Verwendung als Sammelstücke verbinden die Menschen mit diesen einmaligen Reisenden aus dem All zahlreiche Mythen und Überlieferungen. Sie sollen Glücksbringer sein und uns bei der tatkräftigen Umsetzung spontaner Impulse begleiten und unterstützen. Heutzutage wird das Material auch als Schmuck oder für Messer verwendet.

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Chemische Formel, Mineralklasse: Eisenmeteorite bestehen aus einem heterogenen Gefüge dreier Nickel-Eisen-Legierungen
Kamazit: Eisen mit weniger als 7% Nickel,
Taenit: Eisen mit mehr als 25% Nickel und
Plessit: Gemisch aus Taenit und Kamazit

Entstehung: Eisenmeteorite sind interplanetare Gesteine aus der Urzeit unseres Sonnensystems

Farbe, Glanz: eisengrau, z.T. mit rostbrauner Kruste, Metallglanz bis matt

Kristallsystem: kubisch

Mohs-Härte: 4 bis 5

Spaltbarkeit: keine Spaltbarkeit, hakiger Bruch

Vorkommen, Hauptlieferländer: Namibia, Russland, China, USA, Mexiko, Chile, Argentinien