
Tektite und Moldavite - Enstehung, Bedeutung und Anwendung
Tektite sind gläserne, oft kleine und unregelmäßig geformte Objekte, die durch den Einschlag von Meteoriten auf der Erdoberfläche entstehen. Sie sind das Ergebnis extrem hoher Temperaturen und Drücke, die beim Aufprall eines Meteoriten entstehen, wodurch das Gestein der Erdoberfläche geschmolzen und in die Luft geschleudert wird. Je nach Herkunft werden diese weiter unterschieden und benannt, z.B. Moldavit (vom Fluss Moldau) oder Libysches Glas (Libyan Desert Glass).
Entstehung von Tektiten durch Meteoriten-Einschläge
Die Entstehung von Tektiten ist direkt mit meteorischen Einschlägen auf die Erdoberfläche verbunden. Wenn ein großer Meteor oder Asteroid mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eintritt und die Oberfläche trifft, verursacht der Einschlag extreme Temperaturen und Druckverhältnisse. Dies führt zu einem schlagartigen Schmelzen des Gesteins und der Mineralien, die sich an der Einschlagstelle befinden.
Die entscheidenden Faktoren für die Entstehung von Tektiten sind:
Einschlag eines Meteoriten: Der Einschlag eines Meteoriten auf die Erdoberfläche kann Temperaturen von mehreren Tausend Grad Celsius erreichen. Diese enorme Hitze schmilzt das Gestein und die Mineralien am Einschlagsort.

Schnelles Abkühlen: Nach dem Einschlag wird das geschmolzene Material durch die plötzliche Abkühlung durch die Luft rasch erstarren, was zu einer glasartigen Struktur führt. Das geschmolzene Material kann durch den Einschlag auch in die Atmosphäre geschleudert werden, wodurch die Tektite in vielen Fällen über weite Entfernungen verteilt werden.
Einschlagkrater und Schockwellen: Der Aufprall eines Meteoriten erzeugt auch Schockwellen und verursacht oft eine Verdichtung des umgebenden Materials, was zusätzliche Bedingungen für die Bildung von Tektiten schafft.
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Mineralogischer Steckbrief Tektit (Thailandit)
Chemische Formel, Mineralklasse: 60 – 80% SiO2 (Oxid, Gesteinsglas), bis 10% Al2O3 (Aluminium-Oxid) und weitere Mineralien, vorwiegend Silikate
Entstehung: durch Einschlag von Meteoriten geschmolzene Spritzer aus irdischem Material, im Flug erkaltet und erstarrt
Farbe: je nach Herkunft dunkelbraun bis schwarz (Thailandit), gelblich-grün (Lybisches Glas), dunkelgrün (Moldavit)
Glanz: Glasglanz
Kristallsystem: amorph
Mohshärte: 5 bis 5,5
Spaltbarkeit, Bruch: keine Spaltbarkeit, muscheliger Bruch
Vorkommen, Hauptlieferländer: China, Vietnam, Kambodscha, Thailand, Malaysia, Indonesien, Philippinen, Australien, USA, Elfenbeinküste, Tschechei
Erscheinungsbild: zerfurchte, raue Scheibchen oder Knollen
Verfügbarkeit: gering
Name: Der Name Tektit leitet sich vom griechischen Wort tektos = geschmolzen ab. Tektite werden meist nach ihrem Fundgebiet benannt – der schwarze Tektit stammt aus Thailand und heißt daher auch „Thailandit“.
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Verwendung:
Tektite sind vor allem von geologischem Interesse, da sie wertvolle Informationen über Meteoriteneinschläge und die Geschichte des Planeten liefern. Sie werden häufig in der Geologie, Planetologie und Astrophysik untersucht, um mehr über die Auswirkungen von Meteoriten auf die Erde und die Entstehung von Kratern zu erfahren
+ Untersuchung von Meteoriten-Einschlägen: Tektite bieten Forschern Einblicke in die Entstehung und die Auswirkungen von Meteoriteneinschlägen. Sie helfen dabei, zu verstehen, wie sich die Erde in geologischen Zeiträumen verändert hat und welche Folgen solche Einschläge für die Umwelt und das Leben auf der Erde hatten.
+ Schockmetamorphismus: Tektite sind ein Beispiel für Schockmetamorphismus, also den Prozess, durch den das Gestein aufgrund des extremen Drucks und der Hitze eines Einschlags verändert wird. Wissenschaftler untersuchen Tektite, um mehr über diese speziellen geologischen Prozesse zu erfahren.
Beliebtes Sammelobjekt, selten nur als geschliffener Schmuckstein. Beliebt als Stein für Silber- und Goldschmuck und aufgrund der spannenden Enstehungsgeschichte zur Heranführung an die Mineralogie
Die Steinheilkunde verwendet Tektit zur Förderung des Einfühlungsvermögens, der Hellsichtigkeit und der Erkenntnis, ein geistiges Wesen zu sein. Die Verhaftung an materielle Dinge wird gelöst, so dass die Zukunft optimistisch betrachtet werden kann.
In der Edelstein-Astrologie wird Tektit für Jungfrau-Geborene geschätzt, um übermäßige Sicherheitsbedürfnisse abzubauen sowie Spontaneität und neue Ideen zu fördern.
Mineralogischer Steckbrief Moldavit

Chemische Formel, Mineralklasse: SiO2, Oxide, Gesteinsglas
Entstehung: durch Meteoriteneinschlag im Nördlinger Ries geschmolzene Spritzer von irdischem Material, das im Flug erkaltet und erstarrt ist
Farbe: flaschengrün
Glanz: Glasglanz
Kristallsystem: amorph
Mohs-Härte: 5 bis 5,5
Spaltbarkeit, Bruch: keine Spaltbarkeit, muscheliger Bruch
Vorkommen, Hauptlieferländer: hauptsächlich an der Moldau (Böhmen/Tschechien); vereinzelt in der Lausitz und im Waldviertel
Erscheinungsbild: zerfurchte, rauhe Scheibchen oder Knollen; sehr leicht (in der Regel unter 20g/Stück)
Verwendung: Beliebtes Sammelobjekt, inzwischen auch zunehmend als Schmuckstein von Bedeutung. Funde aus der Steinzeit belegen, dass Moldavit schon seit Jahrtausenden als Amulett getragen wurde.
Verfügbarkeit: gering
Name: Der Name Moldavit leitet sich vom Fundgebiet an den Ufern der Moldau ab.
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Bedeutung von Moldavit in der Steinheilkunde
Die Steinheilkunde verwendet Moldavit zur Förderung der Hellsichtigkeit und der Erkenntnis, ein geistiges Wesen zu sein. Auflösung (zu) starker materieller Verhaftung und die Befreiung von Geld- und Zukunftssorgen wird unterstützt. Mit Hilfe des Moldavits kann die geistig-spirituelle Qualität der Dinge leichter erfasst werden, so dass materielle Aspekte in den Hintergrund treten.
Moldavit stärkt das Einfühlungsvermögen und bringt Erinnerungen (wieder) an die Oberfläche, so dass ein tiefer Einblick in den Sinn und die Aufgabe unseres Daseins möglich wird. Mit den so gewonnenen Erkenntnissen können unkonventionelle und spontane Ansätze zum Lösen von Problemen und zur Bewältigung komplexer Aufgaben entwickelt werden. Hierfür wird Moldavit gerne auf das "dritte Auge" aufgelegt.
In der Edelstein-Astrologie unterstützt Moldavit die Verbindung der Fische-Geborenen mit der Grenzenlosigkeit und Weite des Kosmos. Er wird hier verwendet, um Einfühlungsvermögen und mediale Fähigkeiten anzuregen.

Tektite im Rieskrater-Museum Nördlingen
Im Rieskratermuseum in Nördlingen können Besucher Moldavite und andere faszinierende Tektiten bewundern. Das Museum bietet eine einzigartige Gelegenheit, diese außergewöhnlichen, von Meteoriten beeinflussten Gesteine in ihrer vollen Pracht zu sehen und mehr über ihre Entstehung und Bedeutung zu erfahren. Das Museum ist der perfekte Ort für alle, die sich für die Geheimnisse des Universums und die faszinierenden geologischen Prozesse interessieren, die unseren Planeten geformt haben. Im Museum haben Sie die Möglichkeit, einige der seltensten und beeindruckendsten Gesteine der Erde zu bestaunen – darunter Moldavite.
Das Rieskratermuseum nimmt Sie mit auf eine Reise zurück in die Zeit, als der Nördlinger Rieskrater vor etwa 14,5 Millionen Jahren durch den Einschlag eines Meteoriten entstand. Dieser enorme Einschlag war nicht nur verantwortlich für die Bildung des beeindruckenden Kraters, sondern auch für die Entstehung von Moldaviten. Im Museum können Sie Exponate und Proben dieser einzigartigen Gesteine aus der Umgebung bewundern und lernen, wie diese geologischen Wunder durch den Aufprall von Meteoriten in die Welt kamen.
Neben der Sammlung von Meteoriten und Tektiten bietet das Museum auch eine Ausstellung, die mit zahlreichen Schautafeln und Filmen den Entstehungsprozess von Meteoriteneinschlägen und die Auswirkungen auf die Erde verständlich erklären.