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Stein des Monats Februar 2021: Smaragd


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Die ruhige, entspannte Stimmung zu Jahresbeginn weicht langsam ersten Aktivitäten. Die Stagnation des Winters wird langsam überwunden, Altes und Überholtes kann zurückgelassen werden. Dinge, die Bestand haben sollen, verdienen in dieser Zeit unsere besondere Aufmerksamkeit, vielleicht eine Reinigung oder besondere Pflege.

Smaragd bereichert uns durch Klarheit, Wachheit und Weitblick, so dass wir den notwendigen Freiraum für neuen Ideen schaffen können. Ziele können mit seiner Unterstützung leichter gefunden und formuliert werden – die Orientierung in schwierigen Zeiten wird erleichtert. Smaragd stärkt auch unseren Blick dafür, was schön, harmonisch und gerecht ist. So können wir intensiv leben, genießen und ein tieferes Verständnis für die Beziehungen zu unseren Mitmenschen entwickeln. Aber auch die Regeneration der eigenen Kräfte kann durch den Smaragd gestärkt werden, da wir besser durchschauen, was für uns gut ist.


Wissenschaftlicher Steckbrief Smaragd

Chemische Formel: Be3Al2(Si6O18) + K,Li,Na + (Cr,V)

Mineralklasse: Varietät der Beryllfamilie aus der Mineralklasse der Ringsilikate, Beryllium-Aluminium-Silikat

Farbe: Smaragdgrün, von hell über gelbgrün bis dunkel

Glanz: Glasartig

Kristallsystem: Hexagonal

Mohshärte: 7,5 - 8

Spaltbarkeit: Unvollkommen, kleinmuscheliger, unebener oder spröder Bruch

Vorkommen: Kolumbien, Brasilien, Indien, Sambia, Südafrika, Mosambik, Tansania, Österreich, Russland

Entstehung: Primär-hydrothermal in Pegmatitgängen; tertiär-metamorph in der Kontaktzone zweier beryllium- und aluminiumhaltiger sowie chromhaltiger Glimmerschiefer


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Namensherkunft und Synonyme

Der Name Smaragd leitet sich vom griechischen Wort smáragdos (grüner Stein) ab. Für die weitere Herkunft des Wortes gibt es unterschiedliche Theorien, da ähnlich klingende Begriffe in verschiedenen Sprachen zu finden sind, z.B. "marakatam" (grün) im Sanskrit, "barraqtu" (glänzender Stein) im semitischen Akkadisch oder "bâraq"(funkeln) im Hebräischen. Für den Smaragd gibt es derzeit keine verbreiteten Synonyme.

Mit dem Begriff "Trapiche-Smaragd" wird eine sehr seltene Varietät des Smaragds bezeichnet, bei der durch Einschlüsse und besondere Bedingungen bei der Entstehung eine Struktur entsteht, die an ein Wagenrad mit sechs Speichen erinnert.

„Falsche“ Smaragde

Sowohl im Einzel- wie im Großhandel werden einige anderen Mineralien außer dem grünen Beryll mit dem Namenszusatz "Smaragd" versehen, um diesen Steinen einen besonderen Wert zu geben. Hierzu zählen z.B.
+ grüner Fluorit "Afrikanischer Smaragd"
+ Prasem "Smaragdquarz" oder "Smaragdmutter"
+ Prehnit "Kap-Smaragd"
+ grüner Turmalin "Emeraldit"

Verwechslungen und Fälschungen

Smaragd kann mit grünem Granat (Demantoid, Grossular, Uwarowit), Chromdiopsid und grünem Turmalin verwechselt werden. Im Zweifelsfall hilft hier eine mineralogisch-gemmologische Prüfung.

Wie bei allen wertvollen Edelsteinen, gibt es auch beim Smaragd eine Menge Fälschungen. Oft werden Risse mit Glas gefüllt, die Steine mit Öl, Wachs oder Kunststoff imprägniert. Smaragd wird synthetisch hergestellt, auch Dubletten und Tripletten sind im Handel. Viele Fälschungen sind nur von Gemmologen zu erkennen.

Der erste synthetische Smaragd mit schleifbarer Qualität wurde 1935 bei der I.G. Farben in Bitterfeld hergestellt. Dieses Synthese erhielt den Namen "Igmerald", zusammengesetzt aus dem Firmennamen und dem englischen Begriff emerald (Smaragd).


Smaragd als Schmuckstein

Im Gegensatz zum Diamanten gelten Einschlüsse beim Smaragd (sog "Jardin") nicht als wertmindernd, sondern vielmehr als Zeichen der Echtheit des Steines.

Da Smaragd recht stoßempfindlich ist, werden hochwertige Smaragdkristalle meist im achteckichen Treppenschliff geschliffen; diese Form wird auch als "Smaragdsschliff" bezeichnet.

Der größte bearbeitete Smaragd der Welt kann in der Wiener Hofburg bewundert werden. Er stammt aus der berühmten kolumbianischen Muzo-Mine. Der Stein ist ca. 11 cm hoch und aus ihm wurde im 17. Jahrhundert ein Gefäß mit Deckel gefertigt. 2018 fand man in Sambia einen riesigen Rohsmaragd mit einem Gewicht von 5565 Karat, das entspricht 1,1 kg! Man gab ihm den Namen „Löwen-Smaragd“. Beim größten derzeit bekannten geschliffenen Smaragd names "Theodora" (Gottesgeschenk) wird vermutet, dass es sich um einen synthetischen Stein handelt. Daher fand das gut 11kg schwere Stück bei einer Auktion im Jahr 2012 auch keinen Käufer.

Der bisher größte bekannte ungeschliffene Smaragd ist der „Bahia-Smaragd“; hierbei handelt es sich um eine Gruppe intensiv grüner Kristalle, die im Jahr 2001 in der Nähe von Pindobaçu (Bahia, Brasilien) gefunden wurde. Mit einem Gewicht von 381 kg, also fast 2 Millionen Karat, ist der Bahia-Smaragd ein echtes Schwergewicht


Geschichtliches zum Smaragd

Smaragd gehört zu den vier "klassischen" Edelsteinen: Diamant, Rubin, Saphir und Smaragd. Früher galt die Bezeichnung Edelsteine nur für diese vier Vertreter des Mineralienreichs, alle anderen Schmuck- und Therapiesteine fielen unter die Kategorie Halbedelsteine. Diese Bezeichnung wurde 1955 abgeschafft, hält sich aber bis heute noch im allgemeinen Sprachgebrauch.

Die ersten Smaragde wurden ca. 2000 v. Chr. in der Nähe des Roten Meeres gefunden. Der sagenhafte Hermes Trismegistos, ein Lehrer der ägyptischen Kultur, dessen Lebensdaten nicht genau bekannt sind, soll seine sogenannten „hermetischen Gesetze“, die zu den wichtigsten Grundlagen esoterischen Wissens gehören, in Tafeln aus Smaragd eingraviert haben. Diese Tafeln wurden zwar nie gefunden, aber die Texte sind überliefert.

Seit dem 13. Jahrhundert v. Chr. ist der Abbau von Smaragd in den ägyptischen Minen Sikait und Sabara belegt; von dort aus gelangten Smaragde nach ganz Europa. Für die Ägypter war der Smaragd der „Stein der Liebenden“, den sie der Göttin Isis weihten. Auch Kleopatra trug prächtigen Smaragdschmuck und Smaragde waren schon immer ein Symbol für Reichtum, Macht und Nationalstolz.

Auch in Süd- und Mittelamerika gibt es schon seit langer Zeit einen umfangreichen Handel mit Smaragd aus den auch heute noch bekannten Minen in Kolumbien. Bald nach der Eroberung Südamerikas Mitte des 16. Jahrhunderts verdrängten die kolumbianischen Smaragde auch in Europa die Edelsteine aus Ägypten.

Einige große Dichter wurden vom Zauber des Smaragds inspiriert. Johann Wolfgang von Goethe verglich in seinem Roman „Die Wahlverwandtschaften“ Ottilie, eine der Protagonistinnen, mit einem Smaragd. Die Faszination des grünen Berylls hält aber bis heute an - so erschien in den 2010er Jahren das Buch und der Film "Smaragdgrün" von Kerstin Gier und auch der Comic-Held Emerald Knight (Smaragdkrieger, Smaragdritter) war in den 2010er Jahren in Zeichentrickfilmen zu sehen.

Habachtaler Smaragde

Das Habachtal in Österreich ist die einzige bedeutende Smaragd-Fundstelle Europas. Die kleine Mine gilt heute allerdings nicht mehr als rentabel, wird aber aus touristischen Gründen von einer Strahlerfamilie weiter betrieben. Smaragde aus dem Habachtal zeichnen sich durch eine intensive grüne Farbe aus, die von einem hohen Chromgehalt und einer dunklen Färbung des Trägergesteins stammt. Es werden nur sehr selten lupenreine Kristalle gefunden, die meisten Exemplare haben Einschlüsse und sind nicht schleifwürdig. Die seltenen größeren und reineren Steine zieren oft berühmte Schmuckstücke, wie die Kaiserlichen Kroninsignien in Wien und die Dommonstranz in Salzburg. Im Stift Mattsee kann ein Brustkreuz mit fünf Smaragden und ein großer Kristall mit einer Größe von 11 x 9 cm bewundert werden. Smaragd in Matrix wird auch als Smaragd Habachtaler Art bezeichnet.

Zuordnung und Anwendung

Seit der Antike werden dem Smaragd eine Vielzahl von hilfreichen Eigenschaften zugeschrieben. Er fördere geistiges Wachstum, Klarheit, Weitblick und den Sinn für Schönheit, Harmonie und Gerechtigkeit. Stärkung von Freundschaften und Partnerschaften und die Festigung von Verbindungen zwischen Liebenden und Ehepartnern werden ihm zugesprochen. Er unterstütze die Regenerationsfähigkeit und Schicksalsschläge können so leichter überwunden werden. In Lebenskrisen helfe er dabei, neue Orientierung zu finden.

Für Hildegard von Bingen ist der Smaragd so etwas wie ein „Universal-Heilstein" Sie schreibt über den Edelstein „… Aus diesem Grund ist der Smaragd ein gutes Mittel gegen alle Gebrechen und Krankheiten des Menschen, weil die Sonne ihn gebiert und weil seine gesamte Substanz aus der Grüne der Luft stammt.“

Für steinheilkundliche Anwendung kommen exklusive, meist facettierte Schmucksteine meist nicht in Frage, da diese sehr hochpreisig, aber auch klein sind. Daher werden für Edelstein-Massagen, Steinkreise, zum Auflegen und für andere Anwendungen meist günstigere, undurchsichtige Smaragde in Matrix verwendet.

Als Wasserstein kommt Smaragd für die Stärkung der Themen Sinnfindung, Orientierung, Wachstum und Harmonie zur Anwendung.


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Chakren und astrologische Zuordnung

Smaragd ist ein Stein für das Herzchakra. Er wird dem Zeichen Krebs zugeordnet, für den er als ein Emblem der Hoffnung gilt.