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Stein des Monats November 2024: Onyx & Sardonyx 

Alles kommt zur Ruhe. Die Natur wird immer dunkler und eintöniger, die letzten farbigen Elemente verblassen. Die Kraft der Pflanzen konzentriert sich in Samen und Wurzeln, um die kalte Zeit zu überstehen. Das nach außen hin Sichtbare wird unauffälliger und lässt so mehr Raum für die inneren Werte der Dinge – manches, was nach außen hin unscheinbar erscheint, steckt voll innerer Schönheit. Es ist an der Zeit, sich mit den eigenen Zielen zu beschäftigen, die noch in diesem Jahr erreicht werden sollen.


Onyx fördert unsere Fähigkeitkeit zur Selbstverwirklichung. Einmal gesteckte, aber noch nicht erreichte Ziele können verstärkt verfolgt werden, ohne dass wir uns von unseren Mitmenschen oder den Umständen ablenken oder beeinflussen lassen. Der gesunde Egoismus wird unterstützt, so dass es zu Differenzen kommen kann. Onyx vermittelt uns die Kraft des analytischen Denkens und logischen Handelns. Sardonyx vermittelt uns Zuversicht und Freude, die auch auf andere ansteckend wirkt. So kommen viele Vorhaben vor der winterlichen Ruhe noch einmal in Schwung.

 

Mineralogischer Steckbrief Onyx und Sardonyx

Chemische Formel: SiO2

Mineralklasse: Oxid, Quarzgruppe, Chalcedonvarietät

Entstehung: als Auskleidung von Mandelräumen, als Stalaktiten und Pseudomorphosen (Onyx) bzw. magmatisch, als Kugeln oder Mandeln in Kieselsäurearmen Vulkanitgesteinen, z.B. Melaphyre, Porphyre (Sardonyx)

Farbe: grau bis schwarz, teilweise mit weißer Bänderung oder Aderung (Onyx) bzw. braunschwarz mit Weiß- und Rottönen (Sardonyx). Da der Braunanteil des Sardonyx auch sehr dunkel sein kann, ist eine exakte Abgrenzung von Onyx und Sardonyx nicht immer möglich.

Glanz: Seidenglanz

Kristallsystem: trigonal

Mohshärte: 6,5 bis 7

Spaltbarkeit, Bruch: keine Spaltbarkeit; unebener, schaliger oder muscheliger Bruch

Vorkommen, Hauptlieferländer: Brasilien, Mexiko, Indien, Südafrika (Onyx) bzw. Südbrasilien, (Rio Grande do Sul, Gebiet um Salto de Jucai und Irai), Uruguay, USA, Mexico (Sardonyx). Die historisch wichtigen Fundorte im Mainzer Becken lieferten die Grundlage für die Schmuckindustrie nahegelegenen Idar-Oberstein. In Deutschland wurde Onyx in den Steinbrüchen Iberg (Yberg) und Peter bei Baden-Baden gefördert, die aber mittlerweile stillgelegt sind. In den Kiesgruben Plieskendorf bei Lübbenau und Saalhausen bei Großräschen in Brandenburg wird in sehr geringem Umfang Onyx gefördert.

Erscheinungsbild: faserige Aggregate (Onyx), Knollen (Onyx und Sardonyx)

Edelstein-Artikel aus Onyx und Sardonyx für Wiederverkäufer

Verwendung: Onyx ist ein klassischer Schmuckstein in Ringen, Armbändern, Colliers und anderen Schmuckstücken. Insbesondere der komplett schwarze Onyx wird gerne zu sog. „Black-Tie-Anlässen“ als Krawattennadel oder Manschettenknöpfe getragen. Historisch belegt ist auch die Verwendung von schwarzem Onyx in Trauerschmuck, insbesondere im viktorianischen England.

In der Steinheilkunde dient er zur Stärkung des Selbstbewußtseins und Durchsetzungsvermögens. Onyx wird verwendet, um ein gesundes Ego zu entwickeln. Onyx soll das analytische Denken schulen. In der Astrologie wird er verwendet, um die Selbstverwirklichung und das Durchsetzungsvermögen von Steinbock-Geborenen zu unterstützen.

Sardonyx ist ein historisch bedeutsamer Schmuckstein, ein Lagenstein, aus dem mehrfarbige Gemmen und Siegelringe geschnitten wurden. In der Steinheilkunde dient er der Verbesserung und Verfeinerung aller Sinne. Die Astrologie verwendet Sardonyx zur Verbesserung der Sensibilität von Steinbock-Geborenen.

 


Name und Synonyme Onyx und Sardonyx

Mit dem Begriff Onyx werden rein schwarze sowie schwarz-weiße Varietäten von Chalcedon oder Achat bezeichnet. Beim Achat sind die Schichten deutlich erkennbar und unterschiedlich gefärbt, ist der Edelstein optisch unstrukturiert, nennt man ihn Chalcedon. Sowohl Achat wie auch Chalcedon sind Varietäten des Minerals Quarz (SiO2). Einheitlich gelbrote, rote und braune Chalcedone werden als Carneol (Sarder) bezeichnet. Kombinationen weißer, schwarzer und rot-brauner Farben werden als Sardonyx bezeichnet.

Der Name „Onyx“ entstand im Mittelalter über das Lateinische aus dem Griechischen „Onyx“ (Fingernagel, Kralle). Vermutlich spielt die Benennung auf die weißen Streifen an, die an die hellen Bereiche im Fingernagel erinnern.
Beim Onyx-Marmor handelt es sich um einen Kalkstein in beige, braun und olivgrün;  Onyx-Marmor wird auch türkischer Onyx genannt oder mexikanischer Onyx genannt.

Informationen zum Onyx-Marmor

 
Onyx – gefärbt oder natur?!

Insbesondere die Schmuckindustrie hat einen höheren Bedarf an einheitlich tiefschwarzem Onyx. Daher ist ein Teil des im Handel befindlichen Onyx künstlich nachgefärbt. Ein historisches Verfahren ist das Eintauchen poröser Achate in Zuckerlösung und das anschließende Erhitzen, bei dem der Zucker in Kohlenstoff umgewandelt wird. Der so behandelte Onyx zeichnet sich durch eine einheitlich schwarze Farbe aus, ungefärbter Onyx ist eher dunkelgrau.  

Kettenstränge, Schmuck und mehr Artikel aus schwarzem Onyx und Sardonyx


Onyx und seine historische Verwendung

Schon im alten Testament wird an verschiedenen Stellen „Onyx“ (shoham) erwähnt, z.B. als Teil der Kleidung des Hohenpriesters Aron (1. Mose 2,12). Hierbei handelt es sich aber nicht um den schwarzen oder schwarz-weißen Onyx, sondern um ein beige-braunes Material. Bereits im alten Ägypten wurde Onyx zur Herstellung von Schalen verwendet. Ob es sich allerding um den schwarz-weißen Onyx handelt oder um den grün-beigen Onyx-Marmor, ist unter Experten noch umstritten.

In den 1920 und 1930er Jahren wurde Onyx von Ferdinand Preiss und anderen Kunsthandwerkern verwendet; hierbei handelt es sich aber eindeutig um Onyx-Marmor. Gleiches gilt für die von Mies van der Rohe in der Villa Tugendhat gestalteten Elemente der Inneneinrichtung. Auch bei den berühmten Treppen im Hôtel de la Païva in Paris und der Verkleidung der Lobby im Mariinsky-Theater in St. Petersburg handelt es sich um Onyx-Marmor. Woraus der schwarze Jahangir-Thron im indischen Agra besteht, ist noch nicht eindeutig geklärt – es könnte sich um ein kunsthandwerkliches Stück komplett aus Onyx handeln oder um ein anderes Material, dass (teilweise) von Onyxplatten verziert ist.