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Stein des Monats April 2026: Schungit - Bedeutung und Wirkung 

Der April ist ein Monat der Erneuerung und des Wachstums. Die Natur scheint mit jedem Tag intensiver zu erwachen, und auch in uns selbst kann sich Aufbruchsstimmung breitmachen. Die Tage werden länger, das Licht intensiver, und der Duft von frischer Erde und frühlingshaftem Grün liegt in der Luft. Es ist eine Zeit, in der alles im Wandel ist, in der wir uns auf das kommende Wachstum freuen und gleichzeitig die Unvorhersehbarkeit und Vielfalt des Lebens genießen können.

Schungit begleitet uns durch seine ausgleichende und stabilisierende Wirkung durch diese manchmal turbulente Zeit. Überholte Gewohnheiten können wir wie eine alte Haut abstreifen und zurücklassen.

Ohne Bedenken können wir uns ganz dem Heute und Morgen widmen und unsere persönlichen Wünsche und Ideen realisieren. Was sich jetzt als erfolgreich herausstellt, wird uns langfristig eine stabile Basis ermöglichen.

Mineralogischer Steckbrief Schungit

Chemische Formel: Elementarer Kohlenstoff (C)

Mineralklasse: Natürliche Elemente

Entstehung:  Sedimentäres Kohlegestein, entsteht durch die Inkohlung von Algen im Faulschlamm und wird daher auch als »Algenkohle« bezeichnet.

Farbe: schwarz

Glanz: fettiger, harziger und mitunter fast metallischer Glanz, als Gestein matt, färbt häufig ab.

Kristallsystem: amorph

Mohs-Härte: 3,5 bis 4

Spaltbarkeit: Keine Spaltbarkeit, muscheliger oder körnig-unebener Bruch

Erscheinungsbild: Dunkle, kompakte Kohle in dichten Massen, sehr leicht und z.T. hochglänzend in fast reinem Zustand. Eher feinkörnig-dunkelgrau als schungithaltiges Tongestein, z.T. mit erkennbaren feinen Sedimentlagen.

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Vorkommen, Hauptlieferländer: Region Shun'ga in Russland (Onegasee in Karelien und am Ladogasee) und Ostfinnland. Weitere Fundorte sind Spanien (Region Leon) und Indien.

Schungit findet sich meist in Gegenden, in denen auch Ölschiefer vorkommt. Der im Handel als Rohsteine, Trommelsteine, Schmuck etc. erhältliche Schungit stammt fast ausschließlich aus der Region Shun'ga, die dem Schungit auch seinen Namen gab.

Verfügbarkeit: gut

Verwendung: Schungit wird als Farbpigment verwendet und findet als Ersatz für Aktivkohle in Filtern Verwendung. Letzteres ist jedoch umstritten, da die Abgabe von schädlichen Kohlenwasserstoffen nicht auszuschließen ist, was auch bei der Verwendung von Schungit als Wasserstein (siehe unten) zu berücksichtigen ist.  

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Herkunft des Namens Schungit und Synonyme

Der Name Schungit (russisch: шу́нгит, wissenschaftliche Transkription: Shungit bzw. englisch Shungite) leitet sich vom Dorf Schunga (Шуньга) in der Republik Karelien im Nordwesten Russlands ab. Dieses Dorf liegt am Westufer des Onegasees und befindet sich im Zentrum eines geologisch bedeutenden Vorkommensgebietes kohlenstoffreicher Gesteine.

Das Gestein war in der Region bereits seit dem 18. Jahrhundert bekannt und wurde lokal genutzt, unter anderem zur Wasserreinigung. Wissenschaftlich beschrieben und benannt wurde Schungit jedoch erst im Jahr 1879 durch den russischen Geologen Alexander Alexandrowitsch Inostranzew (1843 - 1919).

Die Bezeichnung erfolgte nach dem klassischen mineralogisch-geologischen Prinzip, neue Gesteine oder Minerale nach ihrem Erstfundort zu benennen.

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Die Lagerstätten in Karelien gelten bis heute als das weltweit bedeutendste und namensgebende Vorkommen.

Andere Schreibweisen sind Shungit, Shungite und Schungite. Aufgrund seiner Kerkunft wird Schungit auch als Edelstein Kareliens bezeichnet.

Andere Bezeichnungen für Schungit sind Schungit-Kohle, Inostranzeff'scher Schungit und Algenkohle.

Historische Überlieferungen zum Schungit

Laut einer russischen Legende erkrankte Xenia Iwanowna, die Mutter von Michail Fjodorowitsch Romanov, dem Begründer der Romanov-Dynastie, an Epilepsie. Bauern sollen ihr eine Heilquelle gezeigt haben, die aus einem schwarzen Stein entsprang.
 
Nach Genuss des Wassers genas Xenia von ihrer Krankheit und brachte später einen gesunden Sohn – den späteren Zaren Michail I. – auf die Welt. Die Schungit-Heilquelle geriet zunächst in Vergessenheit. Erst 100 Jahre später wurde sie unter Peter dem Großen (1672 -1725) wiederentdeckt und seitdem genutzt.
 
Aufgrund der von ihm wahrgenommenen positiven Wirkung auf die Gesundheit ließ Peter der Große Anfang des 18. Jahrhunderts dort einen Kurort errichten: Marcialnye Wody“ (Марциальные воды) – die Marschwässer. Dieser Kurort gilt als das erste staatliche Heilbad Russlands (gegründet 1719). Das Nationalmuseum Kareliens zeigt zahlreiche Exponate zur Geschichte des Kuortes.

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Bereits vor der wissenschaftlichen Beschreibung (1879) war das schwarze, kohlenstoffreiche Gestein in der Region um den Onegasee bekannt. Überlieferte Anwendungen sind die Verwendung als Brennmaterial (aufgrund des hohen Kohlenstoffgehalts), die Nutzung als Pigment oder schwarzer Farbstoff sowie zerkleinert zur Wasserbehandlung.

Eine weitere häufig zitierte Tradition besagt, dass Soldaten Peters des Großen Schungitstücke mitführten, um Trinkwasser zu reinigen. Diese Erzählung ist weit verbreitet, jedoch historisch nicht eindeutig dokumentiert. Möglich ist, dass die antibakterielle Wirkung kohlenstoffreicher Gesteine empirisch beobachtet wurde, gesicherte militärische Vorschriften sind jedoch nicht überliefert.

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Bedeutung von Schungit in der Steinheilkunde

Schungit ist in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Mineralien in der Steinheilkunde geworden. Auf geistiger Ebene fördert er die Realisierung von Vorhaben. Destruktive Gedanken und alte Gewohnheiten können durch Schungit leichter losgelassen werden, so dass sich erfolgversprechende Pläne entwickeln lassen.
 
Er wird als energetischer Schutzstein eingesetzt, der negative Energien absorbiert. Ähnlich wie Bergkristall unterstützt Schungit die Wirkung anderer Heilsteine.

Schungit regt auch dazu an, vielfältige und neue Erfahrungen zu machen, althergebrachte Pfade zu verlassen und so die persönlichen Wünsche und Pläne zu realisieren. So kann auch eine stabile materielle Basis für die Zukunft geschaffen werden.
 
Das Mineral unterstützt den Ausgleich der inneren Widersprüche und Persönlichkeitsanteile. Investitionen in die Zukunft, die auch momentanen Verzicht bedeuten können, sind leichter zu planen und umzusetzen; Entscheidungen, die zu späteren Erfolgen führen, werden unterstützt.

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Schungitpyramiden, Kugeln, Platten, Quader und Würfel aus Schungit werden zur Energetisierung von Arbeits-, Wohn- und Schlafräume angewendet.

Neben der energetischen und dekorativen Wirkung wird in der Literatur auch die Verwendung von Objekten aus Schungit als Ausgleich bei elektromagnetischer Strahlung erwähnt, wenn diese neben Computern oder Laptops platziert werden. Als Schmuckstein ist Schungit in vielen Varianten verfügbar, z.B. als Anhänger, Kette, Amulett, Taschenstein, als Armband oder Edelstein-Mala. 

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Schungit in der Astrologie und Chakren-Arbeit

In der energetischen Steinheilkunde wird Schungit besonders dem Wurzelchakra (Muladhara) zugeordnet. Das Wurzelchakra steht für Erdung, Stabilität, Urvertrauen und die Verbindung zur physischen Welt.

In der Chakren-Arbeit wird Schungit daher häufig eingesetzt, um das Gefühl von Standfestigkeit und innerer Sicherheit zu unterstützen. Aufgrund seiner tiefschwarzen Farbe und seiner natürlichen, ursprünglichen Ausstrahlung gilt er als klassischer Erdungsstein.

Auch in der Astrologie findet Schungit eine symbolische Zuordnung: Er wird dem Planeten Saturn und dem Sternzeichen Steinbock zugeordnet. Saturn steht astrologisch für Struktur, Verantwortung, Klarheit und Abgrenzung.

Der Steinbock wiederum verkörpert Disziplin, Bodenständigkeit und Ausdauer. In diesem Zusammenhang wird Schungit als begleitender Stein für Menschen gesehen, die ihre Stabilität stärken, klare Strukturen schaffen oder sich bewusst abgrenzen möchten.

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Schungit als Wasserstein - Hinweise zur sicheren und praktischen Anwendung

Schungit wird im Handel häufig als Wasserstein angeboten. Aus fachlicher und hygienischer Sicht sollte Schungit nicht direkt lose ins Trinkwasser eingelegt werden. Schungit ist ein kohlenstoffreiches Naturgestein mit variierendem Mineral- und Einschlussanteil.

Rohstücke können feine Abriebpartikel abgeben, mineralische Begleitbestandteile enthalten und unterschiedliche Oberflächenqualitäten aufweisen. Selbst bei gründlichem Abspülen lässt sich eine Partikelabgabe an das Wasser nicht vollständig ausschließen. 

Aufgrund seiner Zusammensetzung - insbesondere der enthaltenen Fullerene - ist jedoch vom direkten Einlegen von Schungitsteinen ins Trinkwasser abzuraten. Fullerene sind hohlkugelförmige Moleküle aus Kohlenstoffatomen. Die bekannteste Form ist das C₆₀-Molekül, dessen Struktur an einen Fußball erinnert.

Entdeckt wurden Fullerene 1985 von Robert F. Curl Jr., Harold W. Kroto und Richard E. Smalley; für diese Entdeckung erhielten sie 1996 den Nobelpreis für Chemie.Fullerene gelten als eine besondere Modifikation des Kohlenstoffs – neben Diamant und Graphit – und sind wissenschaftlich äußerst interessant.

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Warum Schungit nicht direkt ins Wasser legen?

+ Keine kontrollierte Stoffabgabe
Fullerene sind nicht einfach wasserlöslich. Ein definierter Übergang ins Wasser ist nicht gewährleistet oder steuerbar.

+ Feinpartikel und Abrieb
Schungit ist ein natürliches, kohlenstoffreiches Gestein und kann feine Partikel abgeben, die das Wasser optisch oder hygienisch beeinträchtigen.

+ Unklare Wechselwirkungen
Da Fullerene in der Forschung vor allem unter Laborbedingungen untersucht werden, ist nicht abschließend geklärt, wie sich natürliche Spurenstoffe in offenem Trinkwasser verhalte

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Für die Herstellung haben sich statt des direkten Einlegens zum Ansetzen von Edelstein-Wasser zwei deutlich praktikablere und kontrollierbarere Methoden bewährt: 

Reagenzglasmethode (indirekter Kontakt)

Hierbei werden kleinere Schungitstücke in ein Glasröhrchen (z. B. Reagenzglas) gegeben. Dieses Röhrchen wird in den Wasserkrug gestellt. Die Vorteile der Reagenzglasmethode sind 

  • kein direkter Kontakt zwischen Gestein und Trinkwasser
  • keine Partikelabgabe

  • leichte Reinigung

  • hygienisch kontrollierbar

Das Glas kann regelmäßig mit heißem Wasser gereinigt werden, während der Schungit trocken bleibt.

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Besonders praktisch: Schungitplatten

Eine alltagstaugliche Alternative sind Schungitplatten oder -untersetzer. Dabei wird das Wasserglas, die Karaffe oder der Krug einfach auf die Platte gestellt. Die Vorteile der Schungitplatten:

  • kein Wasserkontakt mit dem Stein

  • keine Reinigung von Steinen Wasser erforderlich

  • keine Abriebproblematik

  • optisch ansprechend 

  • ideal für den dauerhaften Einsatz

Besonderheiten bei der Verwendung von Schungit im Schmuckbereich

Schungitschmuck erfreut sich seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit – sowohl im klassischen Edelsteinschmuck als auch im modernen Designbereich. Das tiefschwarze, meist seidenmatt bis leicht metallisch schimmernde Material wirkt puristisch, kraftvoll und zeitlos zugleich.

Ob als elegante Schungitarmbänder, markante Ketten aus Schungit oder Silberschmuck mit Schungit – das Naturmaterial lässt sich vielseitig einsetzen und spricht Kundinnen und Kunden an, die außergewöhnliche Schmucksteine schätzen.

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Damit Schungitschmuck langlebig und alltagstauglich ist, spielt die fachgerechte Verarbeitung eine entscheidende Rolle. Schungit ist ein kohlenstoffreiches Gestein mit feinkörniger Struktur und natürlichen Mikroporen. Im Gegensatz zu kristallinen Edelsteinen besitzt er keine ausgeprägte Kristallstruktur und ist mechanisch empfindlicher.

Vor dem Schleifen und Polieren wird Schungit daher häufig stabilisiert. Dabei werden feine Poren und Mikrorisse mit einem geeigneten Harz unter Vakuum oder Druck imprägniert. Diese technische Maßnahme verändert weder die charakteristische Optik noch die natürliche Ausstrahlung des Materials, verbessert jedoch deutlich die Haltbarkeit und Verarbeitungsqualität.

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Gerade bei Kettensträngen aus Schungit, bei denen viele einzelne Perlen gebohrt und aufgezogen werden, ist eine ausreichende Materialfestigkeit entscheidend. Auch Schungitarmbänder, die im täglichen Gebrauch stärker beansprucht werden, profitieren von einer stabilisierten Struktur.

Bei Silberschmuck mit Schungit – etwa Anhängern, Ohrschmuck oder Ringen – sorgt die Stabilisierung dafür, dass das Material beim Fassen nicht ausbricht und dauerhaft formstabil bleibt. 

Die Vorteile stabilisierten Schungits im Schmuckbereich auf einen Blick:

  • höhere Bruchfestigkeit beim Schleifen, Bohren und Fassen

  • deutlich reduzierte Abrieb- und Abfärbeneigung

  • verbesserte Polierfähigkeit und gleichmäßigere Oberfläche

  • höhere Alltagstauglichkeit von Schungitarmbändern und Ketten

  • langlebigere Qualität bei Kettensträngen aus Schungit

  • sichere Verarbeitung in Silberschmuck mit Schungit

  • geringeres Risiko von Rissen oder Abplatzungen

  • konstante Form- und Oberflächenstabilität

Durch die fachgerechte Stabilisierung wird Schungitschmuck zu einem robusten und tragbaren Naturprodukt, das die besondere Ästhetik des tiefschwarzen Materials mit der erforderlichen Haltbarkeit für den täglichen Einsatz verbindet.

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Verwendung von Schungit in Technik und Industrie

Schungit ist ein kohlenstoffreiches Gestein aus Karelien in Russland, das nicht nur im Schmuck- und Dekorbereich Verwendung findet, sondern auch technisch und industriell genutzt wurde und wird. Grundlage dafür ist sein hoher Anteil an amorphem Kohlenstoff sowie seine physikalischen Eigenschaften wie elektrische Leitfähigkeit, chemische Beständigkeit und Adsorptionsfähigkeit.

Je nach Qualität und Kohlenstoffgehalt (Typ I bis Typ V) sowie nach Aufbereitung als Granulat, Pulver oder Füllstoff ergeben sich unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten.

Historisch wurde Schungit in seiner Herkunftsregion zur Wasserfiltration eingesetzt. Aufgrund seiner kohlenstoffreichen Struktur besitzt das Material adsorptive Eigenschaften und kann vermutlich bestimmte organische Verbindungen binden. 

In der modernen Wassertechnik wurde Schungit daher als Filtermaterial untersucht und teilweise verwendet, insbesondere regional in Russland. International hat sich jedoch vor allem Aktivkohle als standardisiertes Filtermedium durchgesetzt, da sie kontrollierter hergestellt und hinsichtlich ihrer Eigenschaften präziser als Schungit definiert werden kann.

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Ein bedeutender technischer Einsatzbereich ist die Verwendung von fein gemahlenem Schungit als Kohlenstoff-Füllstoff in Kunststoffen, Elastomeren und Beschichtungen. Hier dient das Material zur Verbesserung mechanischer Eigenschaften sowie zur Erzeugung elektrischer Leitfähigkeit oder antistatischer Effekte.

In Gummi- und Kunststoffmischungen kann Schungit ähnlich wie Industrieruß (Carbon Black) eingesetzt werden, wobei er insbesondere in Russland als alternative Kohlenstoffquelle genutzt wird. Auch in Lacken, Farben und Schutzbeschichtungen findet gemahlener Schungit als schwarzes Pigment und funktionaler Zusatz Anwendung.

Aufgrund seiner elektrischen Leitfähigkeit wird Schungit zudem in elektrotechnischen Anwendungen eingesetzt, beispielsweise in leitfähigen oder antistatischen Beschichtungen und Verbundwerkstoffen. Dabei steht die physikalische Eigenschaft der elektrischen Ableitfähigkeit im Vordergrund.

In der Baustoffindustrie wird Schungit teilweise als Zusatz zu Beton, Zement oder Asphalt beigemischt, um bestimmte Materialeigenschaften wie Festigkeit, chemische Resistenz oder antistatische Wirkung zu beeinflussen. 

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Historisch wurde schungithaltiges Gestein aufgrund seines Kohlenstoffgehalts vereinzelt als Brennstoff oder Reduktionsmittel betrachtet, spielte jedoch im Vergleich zu Koks oder anderen industriellen Kohlenstoffträgern nur eine untergeordnete Rolle.

Seit dem Nachweis natürlicher Fullerene in bestimmten hochkohlenstoffhaltigen Schungit-Varietäten wird das Material wissenschaftlich genauer untersucht. Für industrielle Anwendungen werden Fullerene jedoch in der Regel synthetisch hergestellt, da dies wirtschaftlich effizienter und kontrollierbarer ist.

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Schungit als Werkstoff für Kunsthandwerk und Gravuren

Schungit besitzt nicht nur geologische und materialtechnische Besonderheiten, sondern auch eine interessante kunsthandwerkliche Bedeutung.

Durch seine vergleichsweise geringe Härte von etwa 3,5–4 auf der Mohs-Skala lässt sich das kohlenstoffreiche Gestein deutlich leichter bearbeiten als viele klassische Hartgesteine wie Quarz oder Jaspis. Diese gute Bearbeitbarkeit macht Schungit zu einem geschätzten Material für Gravuren, Schnitzarbeiten und dekorative Objekte.

Gerade im Bereich der Tiergravur bietet Schungit interessante Möglichkeiten. Die feinkörnige, meist homogene Struktur erlaubt es, Linien, Fellstrukturen, Federmuster oder plastische Details kontrolliert herauszuarbeiten. Reliefs von Tieren, symbolische Darstellungen oder naturinspirierte Motive lassen sich präzise umsetzen, ohne dass extrem hoher Werkzeugdruck erforderlich ist.

Dadurch ist der Werkzeugverschleiß geringer und auch feinere Details können sauber gestaltet werden. Die tiefschwarze Grundfarbe des Materials verstärkt dabei die Wirkung von Licht und Schatten im Relief und verleiht Tierdarstellungen eine besondere Ausdruckskraft.

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Neben Tiergravuren werden auch Ornamente, Schriftzüge, Symbole oder geometrische Muster in Schungit eingearbeitet. Platten, Anhänger, Handschmeichler oder kleine Skulpturen bieten geeignete Flächen für individuelle Motive.

Durch die matte bis seidenmatte Oberfläche entsteht ein ruhiges, elegantes Erscheinungsbild, das sowohl traditionelle als auch moderne Designs unterstützt.

Trotz der guten Bearbeitbarkeit erfordert Schungit handwerkliche Erfahrung. Das Material kann natürliche Mikrorisse oder feine Schichtungen aufweisen. Daher wird hochwertiger Schungit vor aufwendigeren Gravurarbeiten häufig stabilisiert.

Durch eine Imprägnierung werden Poren und feine Risse verfestigt, wodurch die Kantenstabilität verbessert und das Risiko von Ausbrüchen bei filigranen Details reduziert wird. Dies ist besonders bei dünneren Werkstücken oder tiefen Reliefs von Vorteil.

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Entstehung von Schungit

Schungit ist ein außergewöhnlich altes, kohlenstoffreiches Gestein, dessen Entstehung rund zwei Milliarden Jahre zurückreicht. Die Lagerstätten befinden sich überwiegend in Karelien im Nordwesten Russlands und gehören geologisch zum Baltischen Schild. Damit zählt Schungit zu den präkambrischen Gesteinen und entstand im Paläoproterozoikum – einer sehr frühen Phase der Erdgeschichte.

Die Bildung von Schungit begann vermutlich in urzeitlichen Meeresbecken. In diesen Becken lagerten sich feine Sedimente zusammen mit organischem Material ab. Dieses organische Material stammte wahrscheinlich von einfachen, frühen Lebensformen wie Mikroorganismen und Algen, die in den damaligen Gewässern existierten.

Über lange Zeiträume wurden diese Ablagerungen von weiteren Sedimentschichten überdeckt. Durch den zunehmenden Druck und erhöhte Temperaturen im Erdinneren setzte ein Umwandlungsprozess ein.

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Während dieser geologischen Entwicklung wurde das organische Material nicht vollständig zu Kohle oder Graphit umgewandelt, sondern bildete eine besondere Form von festem, amorphem Kohlenstoff, die heute charakteristisch für Schungit ist.

Man spricht dabei von einer karbonreichen Sedimentgesteinsbildung mit anschließender schwacher bis mittlerer Metamorphose. Dieser Prozess unterscheidet Schungit sowohl von klassischer Steinkohle als auch von reinem Graphit.

Je nach ursprünglicher Zusammensetzung und Intensität der Umwandlung entstanden unterschiedliche Schungit-Typen mit variierendem Kohlenstoffgehalt. Besonders kohlenstoffreiche Bereiche – der sogenannte Elite-, Edel- oder Typ-I-Schungit – enthalten bis zu etwa 90–98 % Kohlenstoff.

Andere Varietäten weisen höhere Anteile an Silikaten und mineralischen Begleitstoffen auf. Die charakteristische schwarze Farbe und das matte bis leicht metallische Erscheinungsbild gehen auf diesen hohen Kohlenstoffanteil zurück.

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Einteilung von Schungit aufgrund des Kohlenstoff-Gehaltes

Je nach Zusammensetzung wird Schungit in verschiedene Typen eingeteilt. Diese Einteilung erfolgt in erster Linie nach dem prozentualen Kohlenstoffgehalt und beeinflusst sowohl das Aussehen als auch die technischen und gestalterischen Einsatzmöglichkeiten des Materials.

Der hochwertigste und seltenste Typ ist der sogenannte Typ I, häufig auch als Elite- oder Edel-Schungit bezeichnet. Dieser enthält einen besonders hohen Kohlenstoffanteil von etwa 90 bis 98 Prozent. Typ I tritt meist in dünnen Adern oder Nestern innerhalb anderer Gesteinsschichten auf und ist entsprechend selten.

Charakteristisch ist eine silbrig glänzende bis metallisch schimmernde Oberfläche. Aufgrund seiner Zusammensetzung ist er relativ leicht, elektrisch leitfähig und wird sowohl als Sammlermaterial als auch für hochwertige Objekte und Schmuckelemente geschätzt.

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Typ II enthält in der Regel etwa 35 bis 80 Prozent Kohlenstoff. Er kommt deutlich häufiger vor als Elite-Schungit und zeigt meist eine tiefschwarze, matte bis leicht glänzende Oberfläche.

Dieser Typ eignet sich gut für die Verarbeitung zu Kugeln, Platten, Handschmeichlern oder kunsthandwerklichen Arbeiten. Auch im Schmuckbereich wird er verwendet, häufig nach vorheriger Stabilisierung, um die mechanische Festigkeit zu erhöhen.

Typ III ist die am weitesten verbreitete Varietät und weist einen Kohlenstoffanteil von etwa 20 bis 35 Prozent auf. Er enthält deutlich mehr mineralische Bestandteile wie Silikate.

Die Oberfläche wirkt meist matt und weniger metallisch. Aufgrund seiner größeren Verfügbarkeit wird dieser Typ unter anderem für größere Dekorobjekte oder technische Anwendungen genutzt.

Typ IV und Typ V enthalten weniger als 20 Prozent Kohlenstoff und gehen zunehmend in gewöhnliche schiefer- oder silikatreiche Gesteine über.

Diese Varietäten besitzen eine geringere Leitfähigkeit und werden nicht im Schmuck- oder Dekorbereich eingesetzt. Ihre Bedeutung liegt eher im geologischen Kontext oder in regionalen industriellen Anwendungen.

Die unterschiedlichen Typen von Schungit zeigen, dass es sich nicht um ein einheitliches Material handelt, sondern um ein Gesteinsspektrum mit variierender Zusammensetzung.

Diese Unterschiede bestimmen sowohl die optischen Eigenschaften als auch die Bearbeitbarkeit und die jeweiligen Einsatzbereiche. Von seltenem, metallisch glänzendem Elite-Schungit bis zu verbreiteten, silikatreichen Varietäten reicht die Bandbreite eines der ältesten kohlenstoffreichen Gesteine der Erde.

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Ganz besonders: Edel-Schungit

Kennzeichnend für den Edel-Schungit sind der metallische Glanz, der muschelige Bruch und der extrem hohe Kohlenstoff-Gehalt. Nur etwa 1% des gesamten Schungit-Vorkommens besteht aus Edelschungit.

Dieser kommt in maximal 40cm breiten Bändern vor und muss mühsam von Hand unter Tage abgebaut werden. Gelegentlich sind im Edel-Schungit rötlich-bräunliche Einschlüsse zu sehen; dieses ist Jarosit, ein durch Oxydation von Pyrit entstandenes Eisensulfat.

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Edelschungit lässt nur sehr schwer bearbeiten, da das Mineral leicht splittert. Wird er sehr vorsichtig gebohrt, kann man ihn als gebohrten Anhängerstein oder mit Stiftöse versehen tragen. Edel-Schungit lässt sich im Gegensatz zu Schungit sich nicht in Form (z.B. Schungitpyramide, Schungitkugel) schleifen.

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Schungit und verwandet Gesteine

Schungit ist ein präkambrisches Gestein, das sich durch seinen hohen Anteil an amorphem Kohlenstoff auszeichnet. Auch wenn er in seiner typischen Ausprägung – insbesondere im karelischen Vorkommen – eine Besonderheit darstellt, gibt es geologisch betrachtet mehrere Materialien, die mit Schungit verwandt oder zumindest vergleichbar sind.

Am nächsten stehen Schungit andere kohlenstoffreiche Sediment- und Metasedimentgesteine. Dazu gehört vor allem Anthrazit, die höchstwertige Form der Steinkohle. Wie Schungit entstand Anthrazit aus organischem Material, das über lange Zeiträume unter Druck und erhöhter Temperatur umgewandelt wurde.

Beide Materialien besitzen einen hohen Kohlenstoffgehalt, unterscheiden sich jedoch in ihrer Struktur und Entstehungsgeschichte. Während Anthrazit klar der Kohleentwicklung zugeordnet wird, nimmt Schungit eine Zwischenstellung zwischen kohlenstoffreichem Sedimentgestein und metamorph überprägtem Gestein ein.

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Auch Graphit ist chemisch eng verwandt, da er – ebenso wie Schungit – nahezu ausschließlich aus Kohlenstoff besteht. Der wesentliche Unterschied liegt in der Struktur: Graphit besitzt eine klar ausgeprägte kristalline Gitterstruktur, während der Kohlenstoff im Schungit überwiegend amorph vorliegt. Dadurch unterscheiden sich beide Materialien in ihren physikalischen Eigenschaften, etwa hinsichtlich Leitfähigkeit, Glanz und Spaltbarkeit.

Eine weitere Vergleichsgruppe bilden kohlenstoffreiche Schwarzschiefer. Diese feinkörnigen Sedimentgesteine enthalten ebenfalls organischen Kohlenstoff und entstehen aus marinen Ablagerungen. In einigen Fällen ähneln sie Schungit optisch, erreichen jedoch meist nicht dessen hohe Kohlenstoffkonzentration.

Geologisch betrachtet gehören sie zu den organisch angereicherten Sedimenten, während Schungit durch seine außergewöhnlich alte Entstehung und teilweise sehr hohe Kohlenstoffanteile hervorsticht.

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Schungit und optische Verwechslungsmöglichkeiten

Schungit ist durch seine tiefschwarze Farbe auf den ersten Blick nicht immer eindeutig zu erkennen. Gerade im Schmuck- und Mineralienbereich kann es optisch zu Verwechslungen mit anderen schwarzen Gesteinen und Materialien kommen. Eine sorgfältige Betrachtung hilft jedoch, typische Unterschiede zu erkennen und Fehlzuordnungen zu vermeiden.

Häufig wird Schungit mit Gagat (Jet) verwechselt. Beide Materialien erscheinen schwarz und lassen sich gut bearbeiten. Gagat zeigt jedoch meist einen stärkeren, glasigen Glanz nach dem Polieren und wirkt insgesamt leichter. Schungit hingegen erscheint oft matter bis seidenmatt und wirkt kompakter. Zudem ist Gagat bei gleicher Größe spürbar leichter.

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Auch schwarzer Onyx oder gefärbter Chalcedon können optisch ähnlich wirken. Diese Quarzvarietäten besitzen jedoch eine deutlich gleichmäßigere, tiefschwarze Farbverteilung und eine sehr glatte, glänzende Oberfläche. Schungit zeigt häufig eine etwas lebendigere, nicht ganz so homogene Struktur und wirkt weniger „glasartig“.

Mit schwarzem Turmalin (Schörl) wird Schungit ebenfalls gelegentlich verwechselt. Turmalin weist jedoch meist erkennbare Kristallstrukturen oder längliche, prismatische Formen auf. Schungit tritt dagegen kompakt und ohne sichtbare Kristallflächen auf.

Auch Anthrazit kann oberflächlich ähnlich erscheinen. Anthrazit zeigt jedoch oft einen stärkeren metallischen Glanz und eine schieferige, teilweise geschichtete Struktur. Schungit wirkt meist dichter und weniger schichtig.

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Schungit und die Blume des Lebens - Kraftvolle Verbindung aus Stein und Symbol

Die Blume des Lebens ist eines der bekanntesten Symbole der heiligen Geometrie. Seit Jahrtausenden ist sie in vielen Kulturkreisen dokumentiert. Eine der ältesten Darstellungen – bestehend aus 19 ineinander verschlungenen Kreisen – wurde im Tempel des Osiris in Abydos (Mittelägypten) gefunden.

Heute wird die Blume des Lebens besonders häufig mit Schungit kombiniert. Auf Schungit-Platten, Anhängern oder Pyramiden wird das Symbol meist in Gold- oder Silberfarbe aufgeprägt oder graviert. So entsteht eine kraftvolle Verbindung aus natürlichem Edelstein und spirituellem Schutzsymbol

Die Blume des Lebens gilt als symbolische Darstellung von kosmischer Ordnung, dem Kreislauf des Lebens, Harmonie und Vollkommenheit sowie der Einheit von Körper, Geist und Seele.

In ihren geometrischen Strukturen finden sich universelle mathematische Gesetzmäßigkeiten wie der Satz des Pythagoras, Bezüge zur Merkaba, zum Lebensbaum der Kabbalah sowie zu den platonischen Körpern. Deshalb wird das Symbol der heiligen Geometrie zugeordnet.

Als Schutzamulett getragen, kann die Blume des Lebens helfen, energetische Blockaden zu lösen und den freien Fluss der Lebensenergie zu fördern. In Kombination mit Schungit entsteht ein kraftvolles Zusammenspiel: Die schützende Symbolik trifft auf die harmonisierende Qualität des Schungits.hr Trinkwasser energetisieren möchten.

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