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Stein des Monats Juli 2026: Amethyst - Bedeutung und Wirkung

Der Juli ist der Höhepunkt des Sommers, der Monat, in dem die Natur ihre ganze Kraft und Schönheit entfaltet. Der Juli fordert uns auf, das Leben zu feiern und den Moment zu genießen. Es ist eine Zeit des Genusses, des Loslassens und des Erlebens der Natur in all ihrer Fülle. Inmitten von Wärme und Licht erinnert uns der Juli daran, wie wertvoll und reich der Augenblick sein kann.

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Der lilafarbene Amethyst ist ein guter Begleiter, um bei allem Überschwang die zahlreichen Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse zu sortieren und nicht in Hektik zu verfallen. Der innere Friede und Ruhe werden gestärkt, Wachheit und der Sinn für Gerechtigkeit unterstützt. So kommt bei aller Lebensfreude auch die nüchterne, konzentrierte Betrachtung des bisher Erreichten nicht zu kurz. Überlegt und konstruktiv kann geplant und gestaltet werden.

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Mineralogischer Steckbrief Amethyst

Chemische Formel: SiO2+(Al, Fe, Ca, Mg, Li, Na)

Mineralklasse: Oxid, Quarzgruppe

Entstehung: magmatisch in Mandeln basischer Vulkanite, selten auf Klüften und Erzgängen

Farbe: violett durch Eisen und natürliche Strahlung

Glanz: Glasglanz

Kristallsystem: trigonal

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Für Wiederverkäufer: Amethyst zu Großhandels-Preisen

Mohshärte: 7

Spaltbarkeit: keine Spaltbarkeit, muscheliger Bruch, spröde

Erscheinungsbild: Sechsseitige Kristalle, die nur selten Prismen zeigen. Meist sitzen die Kristallspitzen auf zahnähnlichen „Wurzeln“ und kleiden so ganze Gesteinshohlräume (Drusen) aus.

Vorkommen, Hauptlieferländer: Südbrasilien (Rio Grande do Sul – bis tonnenschwere Amethystdrusen), Uruguay, Mexiko (sehr schöne Kristalle aus Vera Cruz), Namibia, Sambia, Australien, Indien

Verfügbarkeit: je nach Qualität und Farbe selten bis sehr gut

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Herkunft des Namens Amethyst und Synonyme

Die Herkunft des Namens Amethyst leitet sich vom altgriechischen Wort ἀμέθυστος (amethystos) ab, was so viel bedeutet wie „dem Rausche entgegenwirkend“. Damit verband sich der alte Glaube, dass der Träger eines Amethysts vor der berauschenden Wirkung des Weines geschützt sei. Auch sollte Wein aus einem Becher aus Amethyst nicht betrunken machen.

Vermutlich entstand dieser Aberglaube aus dem Brauch, Rotwein mit Wasser zu verdünnen. Dadurch erhielt das Getränk eine rötlich-violette, amethystähnliche Färbung, während man zugleich größere Mengen trinken konnte, ohne schnell betrunken zu werden.

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Synonyme für Amethyst sind:

  • violetter Quarz / Purpurquarz – beschreibende Namen aufgrund der Farbe
  • Bischofsstein – wegen der violetten Farbe und der Verwendung in kirchlichen Ringen
  • Bacchusstein – Bezug auf den Weingott Bacchus/Dionysos bzw. die nachgesagte Wirkung des Amethyst auf Alkohol
  • Prasiolith / „Grüner Amethyst“ – irreführender Handelsname für grünlichen Quarz

Weiterhin gibt es für verschiedene Amethyste Handelsnamen, z.B. Rose de France und Lavendin.

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Amethyst zählt zu den ältesten bekannten Schmuck- und Kultsteinen der Menschheit. Seine Verwendung ist über mehrere Jahrtausende hinweg in zahlreichen Kulturen belegt.

Antikes Griechenland und Rom

Die Griechen und Römer verbanden den Amethyst mit geistiger Klarheit und Schutz vor Trunkenheit. Daher entstanden zahlreiche Trinkgefäße, Siegelringe und Amulette aus dem Edelstein.

Ein bekanntes Beispiel sind römische Gemmen und Siegelsteine aus Amethyst, die häufig mit Götterdarstellungen oder Porträts verziert wurden. Viele dieser Stücke befinden sich heute in Museen wie dem British Museum oder den Vatikanischen Sammlungen.

Der römische Naturforscher Plinius der Ältere erwähnte den Amethyst bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. in seiner Naturalis Historia.

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Altes Ägypten

Im alten Ägypten wurde Amethyst bereits um 3000 v. Chr. verarbeitet. Archäologische Funde belegen die Verwendung in:

  • Halsketten
  • Amuletten
  • Skarabäen
  • Grabbeigaben

Besonders bekannt sind Amethystfunde aus den Gräbern des Mittleren Reiches sowie Schmuckstücke aus königlichen Werkstätten. Ägyptische Minen befanden sich unter anderem in der östlichen Wüste bei Wadi el-Hudi.

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Frühmittelalter und Merowingerzeit

Grabfunde aus der Merowingerzeit (ca. 450–751 n. Chr.) zeigen Amethyst häufig als Bestandteil kostbarer Halsketten und Fibeln. Einige bemerkenswerte Funde stammen aus:

  • Süddeutschland
  • Frankreich
  • dem Rheinland

Interessant ist, dass bei beraubten Gräbern Amethystschmuck teilweise unberührt blieb, obwohl Goldschmuck entwendet wurde. Dies deutet darauf hin, dass dem Stein möglicherweise eine abschreckende oder schützende Wirkung zugeschrieben wurde.

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Kirche und Mittelalter

Im Mittelalter entwickelte sich der Amethyst zu einem wichtigen Edelstein, der vor allen in religiösen Schmuckstücken von Bedeutung war. Seine violette Farbe symbolisierte geistige Reinheit, Bescheidenheit und Würde. Beliebte Verwendungen von Amethyst als Schmucksteine waren

  • Bischofsringe
  • Reliquien-Kreuze
  • liturgische Schmuckarbeiten

Noch heute tragen manche katholische Bischöfe traditionell einen Amethystring.

Das Mineral zählt außerdem zu den zwölf Edelsteinen der biblischen Brustplatte des Hohepriesters Aaron. Im 2. Buch Mose (Exodus) 28,17–21 sowie nochmals in Exodus 39,10–14 werden zwölf Edelsteine genannt, die die zwölf Stämme Israels symbolisieren. Der Amethyst gehört zur dritten Reihe der Steine.

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Amethyst als Schmuckstein

Amethyst zählt seit Jahrtausenden zu den beliebtesten und bekanntesten Schmucksteinen. Geschätzt wird er vor allem wegen seiner violetten Farbe, die von zartem Lavendel bis zu tiefem Purpur reichen kann. Besonders begehrt sind intensive, gleichmäßig gefärbte Steine mit hoher Transparenz.

Für Juweliere und Schmuckgeschäfte: Amethyst-Kollektion

Bereits in der Antike wurde der Edelstein zu:

  • Ringen
  • Halsketten
  • Anhängern
  • Ohrringen
  • Siegelringen

verarbeitet. Vor der Entdeckung großer Lagerstätten in Brasilien im 18. Jahrhundert war Amethyst selten und galt zeitweise als ebenso wertvoll wie Rubin oder Saphir. Deshalb schmückte er auch Kronen, Zepter und kirchliche Insignien.

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Beliebte Schmuckformen

Amethyst eignet sich hervorragend für verschiedenste Schmuckarten:

  • facettierte Edelsteine für Ringe und Anhänger
  • Cabochons
  • Perlenketten
  • geschnitzte Schmucksteine
  • Intarsien und kunsthandwerkliche Arbeiten

Durch seine Härte von 7 auf der Mohs-Skala ist er relativ widerstandsfähig und alltagstauglich.

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Farbe und Qualität beim Amethyst-Schmuck

Besonders geschätzt werden:

  • tiefviolette Amethyste mit leicht rötlichem oder blauem Farbton
  • klare, einschlussarme Steine
  • gleichmäßige Farbverteilung

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Historische Bedeutung von Amethyst-Schmuck

Im Mittelalter galt der Amethyst als Stein geistiger Reinheit und wurde häufig in kirchlichem Schmuck verwendet. Bischofsringe mit Amethyst sind bis heute verbreitet.

Amethyste finden sich in zahlreichen europäischen Kronjuwelen und Schatzkammern. Besonders beliebt waren tiefviolette Steine aus Russland und dem Uralgebiet, die als „sibirische Amethyste“ bekannt wurden.

Günstiger Amethyst-Schmuck im Großhandel

In den britischen Kronjuwelen befinden sich mehrere historische Amethyste, vor allem in kirchlichen und zeremoniellen Schmuckstücken. Auch die schwedischen und russischen Königshäuser besaßen bedeutende Amethystgarnituren. Katharina die Große soll Schmuck mit dem violetten Edelstein besonders geschätzt haben.

Mehrere Schmuckstücke aus dem Besitz der französischen Kaiserin Joséphine de Beauharnais und späterer europäischer Adelshäuser enthalten große Amethyste. Einige dieser historischen Sets befinden sich heute in Museums- und Privatsammlungen. Diese ausgewählten Stücke werden als Napoleon-Amethyste bezeichnet.

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Schmuck der Art-déco- und Jugendstilzeit

Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde Amethyst häufig von berühmten Juwelieren verwendet, darunter René Lalique, Cartier und Tiffany & Co. Im Gegensatz zum prunkvollen Schmuck des Historismus stand im Jugendstil weniger der materielle Wert der Edelsteine im Vordergrund, sondern vielmehr ihre Farbe, Ausstrahlung und künstlerische Wirkung. Dadurch gewann das Mineral große Bedeutung.

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Bedeutung von Amethyst in der Steinheilkunde

Hildegard von Bingen und der Amethyst

Die Benediktinerin, Naturkundige und Mystikerin Hildegard von Bingen (1098 - 1179) erwähnte den Amethyst in ihren naturheilkundlichen Schriften, insbesondere im Werk Physica. Wie vielen Edelsteinen schrieb sie auch diesem Mineral besondere Wirkungen auf Körper und Geist zu.

Nach Hildegard galt der Amethyst als Stein der:

  • inneren Ruhe
  • Reinheit
  • Besonnenheit
  • geistigen Klarheit

Er sollte helfen, schlechte Gedanken zu vertreiben und den Menschen zu einem ausgeglichenen Wesen führen.

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Konrad von Megenberg und der Amethyst

Der mittelalterliche Gelehrte Konrad von Megenberg (1309–1374) erwähnte den Amethyst in seinem berühmten naturkundlichen Werk "Buch der Natur", einem der ersten umfassenden Naturkundebücher in deutscher Sprache.

Wie viele Gelehrte des Mittelalters übernahm Konrad antike Vorstellungen über die Bedeutung und Wirkung von Edelsteinen. Das lila Mineral galt ihm als Stein der Besonnenheit und geistigen Klarheit. Besonders hob er hervor, dass der Stein vor Trunkenheit schützen und den Menschen zu vernünftigem Denken anhalten solle. Er schrieb über den violetten Edelstein "Amethyst vertreibt die bösen Gedanken und bringt gute Vernunft“.

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Im mittelalterlichen Weltbild wurden Edelsteinen besondere Kräfte zugeschrieben. Farben, Glanz und Seltenheit galten als Ausdruck einer göttlichen Ordnung der Natur. Der violette Amethyst stand dabei vor allem für:

  • Mäßigung
  • Weisheit
  • geistige Reinheit
  • innere Ordnung

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Amethyst in der modernen Steinheilkunde

Amethyst fördert das geistige Wachheit und den Sinn für die mystischen Seiten unseres Lebens. Aufrichtig und ehrlich kann man mit seiner Unterstützung sich selbst wie auch die Mitmenschen betrachten und sich auch unangenehmen Erkenntnissen stellen. Unverarbeitete Eindrücke klären sich, innerer Friede zieht ein – so gestärkt kann die Zukunft konstruktiv gestalten.

Das violette Quatzmineral weckt und unterstützt den Sinn für Spiritualität. Urteilsvermögen und Gerechtigkeitssinn können gestärkt werden, so dass Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit wachsen können. Unverarbeitete Dinge kommen an die Oberfläche und können aktiv bewältigt werden, Inspiration und Intuition werden geschärft, konzentriertes Denken und Handeln unterstützt.

So können auch unangenehme Empfindungen gut verarbeitet werden. Die klärende, reinigende Energie des Edelsteins verhilft zu mehr (Selbst-)Erkenntnis. Eine versöhnliche Einstellung sich selbst und seiner Umwelt gegenüber wird möglich.

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Reinigung auf Amethyst 

Amethyst regt dazu an, sich von "Anhaftungen" zu lösen. Das kann man unmittelbar erleben, wenn der violette Quarz hilft, sich von negativen Dingen zu lösen, um inneren Frieden zu finden. Er kann dabei unterstützen, alte Gewohnheiten loszulassen und mehr innere Freiheit sowie Selbstbestimmung zu finden.

Wirkung von Amethyst bei Menschen

Seine "Reinigungs-Information" lautet: »Beende das Anhaften und befreie Dich von allem Anhaftenden!« Das betrifft sowohl die eigene Person, wenn man zu sehr an etwas festhält, als auch all das, was sich zu fest an uns bindet. Amethyst bringt Befreiung und ist daher in den Mönchsorden vieler Religionen sehr geschätzt. Nicht umsonst ziert er auch den Ring katholischer Bischöfe.

Wirkung bei Tieren, Pflanzen und Steinen

Amethyst wirkt auch bei Tieren, Pflanzen und sogar Steinen: Es ist genau diese Information, die bewirkt, dass das violette Mineral andere Edelsteine aller Art von anhaftenden Fremdinformationen befreit. Weil er das "Anhaften" selbst auflöst, spielt es keine Rolle, um welche Fremdinformation oder welchen Stein es sich handelt.

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Praktische Handhabung 

Zur Reinigung müssen die betreffenden Steine lediglich in eine Amethyst-Druse oder auf ein Amethyst-Drusenstück gelegt werden. Die aus den Kristallspitzen strahlende Energie durchdringt die darauf liegenden Steine mit der genannten "Reinigungs-Information", so dass alle Fremdinformationen gelöst werden.

Wurden die Steine zuvor unter fließendem Wasser entladen, genügen dafür schon zwei bis drei Stunden. Ist das nicht möglich (z.B. bei Steinketten), sind acht bis zwölf Stunden das notwendige Minimum. Es darf auch länger sein, ein "Zuviel" gibt es hier nicht!

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Das Wichtigste zum Reinigen auf Amethyst:

• Zeitpunkt: Vor der ersten Verwendung eines Steins sowie immer nach dem Ablegen – oder wenn nach Gefühl notwendig!

• Dauer: Nach vorherigem Entladen zwei bis drei Stunden, sonst acht bis zwölf Stunden, gerne auch länger.

• Geeignet für alle Steine außer Bernstein

Mehr Infos und Tipps zum Reinigen und Entladen von Edelsteinen

Amethyst in der Edelstein-Astrologie

Die Astrologie kennt Amethyst als Stein, der bei Jungfrau-Geborenen den klaren Verstand, das Urteilsvermögen und die Effektivität sowie bei Widder-Geborenen die Geduld fördert.

Im indianischen Medizinrad ist der lilafarbene Quarz das Totem des Braunbären-Mondes (Jungfrau).

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Amethyst als Chakra-Stein

Der Amethyst wird traditionell dem zugeordnet - dem Energiezentrum für Bewusstsein, Inspiration und geistige Klarheit. Das Scheitel-Chakra befindet sich am höchsten Punkt des Kopfes und steht symbolisch für Erkenntnis, Spiritualität und die Verbindung zum eigenen inneren Weg.

Manchmal geraten Wünsche, Ideen und Sehnsüchte im Alltag in den methyst erinnert daran, wieder nach innen zu hören und dem eigenen Lebenstraum Raum zu geben.

Alle Infos zu Chakren und Edelsteinen

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Die Entstehung von Amethyst

Amethyst ist die violette Varietät des Minerals Quarz und entsteht über Millionen von Jahren unter besonderen geologischen Bedingungen:

  1. Bildung von Hohlräumen

    In vulkanischen Gesteinen wie Basalt entstehen durch Gasblasen Hohlräume, sogenannte Drusen oder Geoden.

  2. Eindringen mineralreicher Lösungen

    Heißes Wasser, das reich an gelöster Kieselsäure (SiO₂) ist, durchströmt diese Hohlräume. Beim langsamen Abkühlen lagert sich die Kieselsäure an den Wänden ab und bildet Quarzkristalle.

  3. Die violette Farbe entsteht

  4. Langsames Kristallwachstum

    Über sehr lange Zeiträume wachsen die Kristalle Schicht für Schicht. Je nach Konzentration der Spurenelemente und den Wachstumsbedingungen entstehen unterschiedliche Farbtiefen – von zartem Flieder bis zu tiefem Purpur.

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Varietäten und mineralogische Verwandte von Amethyst

Amethyst gehört zur Mineralgruppe der Quarze und ist deren bekannteste violette Varietät. Innerhalb der Quarzfamilie existieren zahlreiche Varietäten, die sich vor allem durch ihre Farbe und die enthaltenen Spurenelemente unterscheiden.

Zu den bekanntesten Verwandten zählt der Citrin, dessen gelbe bis goldbraune Färbung auf Eisen zurückzuführen ist. Wird Amethyst auf etwa 400 - 500 °C erhitzt, kann sich seine Farbe verändern. So entstehen häufig gelbe bis orangefarbene Steine, die als Citrin verkauft werden. Ein großer Teil des im Handel erhältlichen Citrins ist daher erhitzter Amethyst.

In der Natur kommen auch Kristalle vor, die sowohl violette als auch gelbe Bereiche zeigen. Diese zweifarbige Varietät wird als Ametrin bezeichnet und ist besonders aus Bolivien bekannt.

Eine weitere nahe verwandte Quarzvarietät ist der Rosenquarz, der seine zarte rosa Farbe meist mikroskopisch feinen Einschlüssen verdankt. Rauchquarz zeigt dagegen braune bis graubraune Farbtöne, die durch natürliche radioaktive Strahlung entstehen. Der farblose Vertreter der Quarzgruppe wird als Bergkristall bezeichnet und gilt als die reinste Form des Minerals.

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Fundorte von Amethyst

Amethyst zählt zu den weltweit verbreiteten Schmuck- und Sammlermineralen und wird auf allen Kontinenten gefunden. Die Vielfalt der weltweiten Fundorte spiegelt sich in den unterschiedlichen Farben, Kristallformen und Qualitäten wider. Je nach Herkunft können die Edelsteube von zarten Fliedertönen bis zu tiefem Purpur reichen und sowohl als Schmucksteine als auch als eindrucksvolle Sammlerstücke begeistern.

Zu den bedeutendsten Förderländern gehört Brasilien, das seit Jahrzehnten als einer der wichtigsten Lieferanten gilt. Vor allem die Bundesstaaten Rio Grande do Sul, Minas Gerais und Bahia sind für ihre mächtigen Amethystdrusen bekannt. Die dort gefundenen Kristalle reichen von hellvioletten bis zu intensiv dunkelvioletten Farbtönen und können beeindruckende Größen erreichen.

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Ebenfalls von großer wirtschaftlicher Bedeutung ist Uruguay. Die Lagerstätten in der Region Artigas liefern häufig besonders farbintensive Kristalle mit tiefvioletter Färbung. Amethyste aus Uruguay werden aufgrund ihrer kräftigen Farbe und ihres hohen Glanzes von Sammlern und Schmuckherstellern gleichermaßen geschätzt.

Ein außergewöhnliches Vorkommen befindet sich in Sambia. Die dort gewonnenen Edelsteine zeichnen sich oft durch eine intensive violette bis leicht bläuliche Farbgebung aus und gelten als einige der hochwertigsten Schmuckamethyste der Welt. Weitere bedeutende Fundorte liegen in Bolivien, Mexiko, Kanada, den USA, Russland, Indien, Madagaskar und Namibia.

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Amethyst besitzt einen besonderen offiziellen Status im US-Bundesstaat South Carolina, wo er seit 1969 als offizieller Staatsedelstein (State Gemstone) geführt wird. Die Ernennung erfolgte aufgrund bedeutender Amethystfunde im Bundesstaat und der historischen Bedeutung der dortigen Vorkommen.

Auch in Europa kommt Amethyst vor. Bedeutende Fundstellen befinden sich unter anderem in Deutschland, Österreich, Frankreich und Tschechien. In Deutschland sind vor allem die Amethystvorkommen im Saar-Nahe-Gebiet, in der Pfalz sowie im Schwarzwald bekannt. Die dort gefundenen Kristalle erreichen zwar meist nicht die Größe südamerikanischer Exemplare, besitzen jedoch einen hohen mineralogischen und sammlerischen Wert.

Die im Erzgebirge gefundenen Amethyste wurde in der DDR in den Jahren 1972 und 1974 sogar auf einer Briefmarke dargestellt. Auch andere Länder, z.B. Österreich, die Schweiz, Kenia und Israel kam das violette Mineral auf Briefmarken.

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Verwechslungsmöglichkeiten von Amethyst

Durch seine charakteristische violette Farbe ist Amethyst meist gut zu erkennen. Dennoch kann er insbesondere als geschliffener Edelstein mit verschiedenen anderen Mineralien und Edelsteinen verwechselt werden. Für eine sichere Bestimmung sind neben der Farbe auch Eigenschaften wie Härte, Glanz, Kristallform und optisches Verhalten wichtig.

Eine der häufigsten Verwechslungen erfolgt mit dem Fluorit. Violetter Fluorit kann Amethyst farblich sehr ähnlich sehen, ist jedoch deutlich weicher. Während Amethyst eine Mohshärte von 7 besitzt, erreicht Fluorit nur eine Härte von 4 und lässt sich daher wesentlich leichter ritzen.

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Auch Kunzit, die rosaviolette Varietät des Minerals Spodumen, wird gelegentlich mit Amethyst verwechselt. Kunzit zeigt jedoch oft einen stärkeren Pleochroismus, das heißt, seine Farbe verändert sich je nach Blickrichtung deutlich stärker als beim Amethyst.

Im Edelsteinhandel können außerdem violette Saphire und Spinelle ähnliche Farbtöne aufweisen. Beide Mineralien besitzen jedoch andere optische und physikalische Eigenschaften und sind meist deutlich seltener (und damit teurer) als Amethyst.

Bei Sammlungsstücken und Rohkristallen kann Amethyst zudem mit violettem Apatit, Skapolith oder selten auch mit violetten Varietäten des Granats verwechselt werden. Die unterschiedliche Kristallform sowie die abweichenden Härte- und Dichtewerte ermöglichen jedoch meist eine eindeutige Bestimmung.

Neben natürlichen Mineralien finden sich im Handel gelegentlich auch künstlich gefärbte Quarze oder Glasimitationen, die Amethyst ähneln sollen. Solche Imitationen zeigen oft eine unnatürlich gleichmäßige Farbverteilung oder enthalten charakteristische Einschlüsse und Strukturen, die bei natürlichem Amethyst nicht vorkommen.

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Bedeutende Amethyste in Museen

Weltweit präsentieren zahlreiche Naturkundemuseen und Mineraliensammlungen außergewöhnliche Amethyststufen, Drusen und Geoden. Einige dieser Exponate zählen zu den spektakulärsten Mineralfunden überhaupt und ziehen jedes Jahr Tausende Besucher an.

Die Amethyst-Geoden des American Museum of Natural History (New York, USA)

Zu den bekanntesten Ausstellungsstücken gehören die riesigen Amethyst-Geoden in den Mignone Halls of Gems and Minerals des American Museum of Natural History in New York. Die bis zu mehrere Meter hohen Geoden stammen aus Uruguay und entstanden vor rund 135 Millionen Jahren in vulkanischen Hohlräumen. Sie zählen zu den größten öffentlich ausgestellten Amethyst-Geoden der Welt.

Amethyst-Geoden im Smithsonian National Museum of Natural History (Washington, D.C., USA)

Das Smithsonian besitzt eine der bedeutendsten mineralogischen Sammlungen der Welt. Zu den ausgestellten Stücken gehören hochwertige Amethyst-Geoden und Kristallgruppen aus Brasilien, die die Vielfalt der Quarzfamilie eindrucksvoll dokumentieren. Die Sammlung umfasst zahlreiche internationale Spitzenstücke und zählt zu den wichtigsten Referenzsammlungen für Mineralogen.

Die „Empress of Uruguay“

Die „Empress of Uruguay“ gilt als die größte bekannte Amethyst-Geode der Welt. Das rund 3,3 Meter hohe und etwa 2,5 Tonnen schwere Stück wurde 2007 im uruguayischen Departamento Artigas entdeckt. Die Geode war bereits in mehreren renommierten Museen und Sonderausstellungen zu sehen, darunter auch im American Museum of Natural History. Heute wird sie dauerhaft in Australien ausgestellt.

Naturhistorisches Museum Wien (Österreich)

Das Naturhistorische Museum Wien beherbergt eine der bedeutendsten Mineraliensammlungen Europas. Besonders bekannt ist ein etwa 450 Kilogramm schweres Amethyst-Exemplar aus der brasilianischen Serra do Mar, das zu den eindrucksvollsten Schaustücken der mineralogischen Sammlung zählt.

Amethyst-Artikel für Museums-Shops

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