
Stein des Monats Dezember 2026: Glimmer
Der Dezember ist der ruhige Höhepunkt des Jahres, ein Monat, der in der Dunkelheit erstrahlt. Doch gerade in dieser Zeit der Stille wird der Zauber des Winters greifbar. Die kalte, klare Luft, der erste Frost, der die Welt mit einer zarten Schicht überzieht – der Dezember bringt uns die Ruhe und das Innehalten, nach dem wir uns sehnen. Es ist der Monat der Familie, der Traditionen und der kleinen, bedeutungsvollen Momente, die uns zusammenführen.
Die Glimmer-Mineralien unterstützen die Abgrenzung gegen äußere Einflüsse und stärken die Konzentration aufs Wesentliche. Mit klarem Blick, Konzentration und der notwendigen Distanz können wir das Jahr Revue passieren lassen und so manche liegengebliebene Aufgabe erledigen, das eine oder andere Problem noch lösen. So gelingt uns ein Ausklang des Jahres voll inneren Friedens und mit Vorfreude auf das neue Jahr.
Mineralogischer Steckbrief Glimmer-Mineralien
Glimmer ist die Bezeichnung für eine große Gruppe von Schichtsilikaten, die sich durch ihre perfekte basale Spaltbarkeit parallel zu den Schichten auszeichnen: Alle Mineralien der Glimmergruppe lassen such sehr gut in dünne, elastische Blättchen spalten. In Dünnschliffen findet sich ein ausgeprägtes Farbspiel, das Szintillieren genannt wird. .
Mineralklasse: Schichtsilikate
Entstehung: meist metamorph, aber auch magmatisch möglich
Farbe: weiß bis braun-schwarz, braun (Biotit, Muskovit), grün (Fuchsit), rosa bis violett (Lepidolith)
Kristallsystem: monoklin; lediglich Wonesit ist triklin
Mohshärte: 2 (parallel zu den Schichten) bzw. 4 (alle anderen Richtungen)
Spaltbarkeit: perfekt zu den Schichten
Erscheinungsbild: Kristalle sind selten, häufig sind blättrige, schuppige, seltener knollig-schalige Aggregate
Vorkommen, Hauptlieferländer: weltweit; im Handel hauptsächlich aus Brasilien (Lepidolith), China, Indien (Jharkhand, Bihar und Rajasthan), Kalifornien (Lepidolith), Namibia (Lepidolith), Madagaskar (Lepidolith), Portugal (Biotit-Linsen).
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Technische Anwendungen: Aufgrund der geringen elektrischen Leitfähigkeit, des hohen Schmelzpunktes und des Schimmerns ist Glimmer in zahlreichen technischen Prozessen und Produkten von Bedeutung, z. B. in Autolacken (Perlglanz-Effekt), Sichtfenster in Öfen, Schutzbrillen, als elektrischer Isolator und bei der Herstellung von Heizdrähten (Toaster, Lötkolben). Früher wurde Glimmer aufgrund seiner Elastizität als Schwingungsmembran bei Grammophonen verwendet.

Herkunft der Namen Glimmer und Mica sowie Synonyme
Der deutsche Name „Glimmer“ leitet sich von der schimmernden, glänzenden Oberfläche der Mineralien ab. In vielen anderen Sprachen, z.B. Englisch, Französisch heißt Glimmer „Mica“. Die Herkunft dieser Bezeichnung ist nicht vollständig geklärt. Entweder ist der Ursprung das lateinische „mica“ (Krümelchen) oder „micare“ (funkeln, schimmern). Der Begriff „Mica“ wird vermutlich seit Anfang des 18. Jahrhunderts für die Glimmergruppe verwendet, ursprünglich wurden diese Mineralien auch „smicka“ genannt.
Bereits seit dem 16. Jahrhundert ist „Isinglas“ als Bezeichnung im Gebrauch, abgeleitet von „ising“ (Eis). Sehr dünne Schichten aus hellem Glimmer wurden zu dieser Zeit als Scheiben in Fenster, Lampen und Laternen eingesetzt.
„Katzenglimmer“, „Katzengold“ oder „Katzensilber“ sind mittlerweile fast vergessene Bezeichnungen für braun-gelben bzw. grau-schwarzen Glimmer. Diese Bezeichnung ist u.a. in den Schriften von Agricola zu finden.
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Mineralogische Eigenschaften der Glimmergruppe
Die Unterteilung der Mineralien innerhalb der Glimmergruppe erfolgt aufgrund der sogenannten Zwischenlagen-Kationen, d.h. die positiv geladenen Ionen, die zwischen den einzelnen Schichten des Glimmers vorhanden sind. Hierzu zählen z.B. Kalium (K⁺), Magnesium (Mg²⁺) oder Eisen (Fe²⁺ und Fe³⁺).
Echte Glimmer: Glimmer mit mehr als 50% einwertigen Kationen (vor allem Kalium, Natrium), z.B. Aluminoseladonit, Annit, Biotit, Eastonit, Fuchsit, Muskovit, Paragonit, Phlogopit, Polylithionit, Roscoelith, Seladonit
Sprödglimmer: Glimmer mit mehr als 50 % zweiwertigen Kationen (vor allem Magnesium, Eisen), z.B. Margarit, Kinoshitalith, Phlogopit, Zinnwaldit. Kennzeichnend sind eine geringe Spaltbarkeit und eine größere Härte.
Zwischenschicht-defizitäre Glimmer: Glimmer mit wenig Kationen, z.B. Illit, Barammalit, Glaukonit, Lepidolith, Rohdinit, Wonesit
Eisenglimmer, eine feinschuppige Varietät von Hämatit, gehört trotz seines Namens nicht zur Glimmer-Gruppe.

Im Handel bekannte Glimmer
Biotit (Eisen- oder Magnesium-Glimmer): Mit „Biotit“ werden verschiedene Mineralien der Glimmergruppe zusammengefasst, z.B. Annit und Phlogopit. Da die mineralogischen Eigenschaften unterschiedlich sind, gilt Biotit seit 1999 nicht mehr als eigenständiges, klar definiertes Mineral.
Fuchsit (Chrom-Glimmer): Fuchsit ist eine besondere Varietät des Muskovits, der durch einen Chromanteil von 1 – 5% grün gefärbt ist
Lepidolith (Lithiumglimmer): durch Mangan rosa bis violett gefärbter Glimmer
Muskovit (Weißglimmer): farbloser bis weiß-grauer Glimmer, der durch Beimengungen von Eisen gelblich, braun oder grün gefärbt ist. Im Handel meist als brauner Glimmer erhältlich.
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Anwendung von Glimmer in der Steinheilkunde und Edelstein-Wellness
Aufgrund der Verfügbarkeit kommen in der Steinheilkunde vor allem die drei bekanntesten Glimmer – Fuchsit, Lepidolith und Muskovit – zur Anwendung. Allen Glimmern gemeinsam ist die Verwendung als Schutzstein.
Fuchsit unterstützt dabei, sich von äußeren Einflüssen abzugrenzen, ohne jedoch unaufmerksam gegenüber der Umwelt und den Mitmenschen zu sein. So ermöglicht der grüne Glimmer, alle Dinge aus der (manchmal notwendigen) Distanz wahrzunehmen. Neue Blickwinkel können eingenommen werden, kreative Ansätze und Ideen zur Lösung von Problemen entwickelt werden. Sind die Umstände schwierig, unterstützt Fuchsit ein sicheres Auftreten durch die Steigerung der geistigen Beweglichkeit und Aufmerksamkeit.
Lepidolith fördert die Eigenständigkeit und unterstützt dabei, sich in großen Menschenmengen abzugrenzen. Beeinflussungen von außen und Ablenkungen können leichter ausgeblendet werden. Die Selbstdisziplin wird durch den Lepidolith gestärkt, so dass man zügig die Dinge selbst in die Hand nimmt statt auf die Hilfe anderer zu hoffen und zu warten. Entwicklungen und Fortschritte verlaufen dadurch stetig, aber ruhig und ohne großes Aufheben. Alle Aspekte werden sorgfältig geprüft, bevor Entscheidungen getroffen werden. Ideen können so erfolgreich umgesetzt und Ziele aus eigener Kraft erreicht werden. Auch bei der Formulierung von Zielen kann Lepidolith ein wertvoller Begleiter sein, da die innere Ruhe und der Blick für das Wesentliche gestärkt werden. Bewährt hat sich beim Lepidolith das Auflegen von Lepidolith oder das Tragen des Edelsteins, z.B. als Armband oder Halskette.
Muskovit hilft dabei, bei negativen Äußeren einflüssen gelassen zu bleiben. Der Umgang mit unangenehm Umständen, Vorhaben oder Mitmenschen wird durch den Muskovit erleichtert, da die (unausweichliche) Konfrontration besser gemeistert werden kann. Mit mehr innerer Ruhe und einer entspannten Grundhaltung können die Stürme des Lebens überstanden werden. Der klare Blick auf die Dinge und die eigene Unbestechlichkeit wird durch den Muskovit gestärkt.