
Atacama-Opal - Bedeutung, Wirkung und Mineralogie
Der Atacama-Opal ist ein relativ neuer und faszinierender Stein im Edelsteinhandel. Besonders charakteristisch ist seine intensive türkis- bis grünblaue Farbe, die durch Kupfer hervorgerufen wird. Trotz seines Handelsnamens handelt es sich mineralogisch nicht um einen klassischen Opal, sondern um eine natürliche Mischung aus Opalith, Chrysokoll und Chalcedon.
In der Steinheilkunde steht der Atacama-Opal für Kontaktfreude, Gemeinschaft und ein unbeschwertes Miteinander. Er unterstützt dabei, Berührungsängste abzubauen, offen auf andere Menschen zuzugehen und die eigenen Fähigkeiten selbstbewusst in die Gemeinschaft einzubringen.
Auch bei zwischenmenschlichen Verwicklungen und Schwierigkeiten wird dem Atacama-Opal eine ausgleichende Qualität zugeschrieben. Er hilft dabei, Situationen neutraler zu betrachten, Spannungen zu lösen und faire Lösungen zu finden. So verbindet dieser außergewöhnliche blaugrüne Stein Geselligkeit und Lebensfreude mit Freundschaft, Offenheit und einem Sinn für Gerechtigkeit.
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Atacama-Opal – ein falscher Name?!
Streng genommen ist die Bezeichnung Atacama-Opal mineralogisch nicht korrekt. Untersuchungen der Universität Würzburg und des Instituts für Edelsteinprüfung haben gezeigt, dass das Material nicht die Zusammensetzung eines echten Opals besitzt. In den untersuchten Proben war dafür insbesondere der Siliziumgehalt (Si) zu gering.
Doch manchmal ist der Edelstein-Markt schneller als die Wissenschaft – und ein Handelsname hat sich bereits etabliert, bevor ein Mineral genauer untersucht und bestimmt wurde. Atacama-Opal ist damit kein Einzelfall: Auch der bekannte Leopardenfell-Jaspis ist mineralogisch eigentlich ein Rhyolith. Der sogenannte Ozean-Jaspis wiederum müsste aufgrund seiner Zusammensetzung korrekter als Ozean-Chalcedon bezeichnet werden.

Als die ersten Rohsteine auf den Edelsteinmarkt kamen, sorgte der Atacama-Opal mit seiner intensiven türkis- bis grünblauen Farbe schnell für Aufmerksamkeit. Verantwortlich für diese auffällige Färbung ist Kupfer.
Seinen Namen erhielt der Stein nach seinem Fundgebiet in der Nähe der Atacama-Wüste. Auch dort wird das Material als Opal bezeichnet. Aus mineralogisch-gemmologischer Sicht handelt es sich jedoch um eine Opalith-Chrysokoll-Chalcedon-Mischung – also um ein natürliches Gesteinsmaterial, das aus mehreren mineralischen Bestandteilen zusammengesetzt ist.
Der Name Atacama-Opal ist somit ein etablierter Handelsname und keine exakte mineralogische Bezeichnung.

Región de Atacama (Nord-Chile)
Fundort des Atacama-Opals
Der Atacama-Opal stammt aus Nord-Chile. Seine Fundstellen liegen in der Umgebung von Copiapó und Paipote in der Región de Atacama, unweit der Atacama-Wüste. Die Region gehört zu den traditionsreichsten Bergbaugebieten Chiles und ist besonders für ihre Gold- und Kupfervorkommen bekannt.
Der Bergbau prägt die Gegend um Copiapó bereits seit Jahrhunderten. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zu einem wichtigen Zentrum des chilenischen Bergbaus. Davon zeugen unter anderem die Ausbildung im Bereich Bergbau und Minenwirtschaft, mineralogische Sammlungen und die frühe Eisenbahngeschichte der Region. Bis heute bilden vor allem Kupfer- und Goldminen eine wichtige Grundlage der regionalen Wirtschaft.

Atacamaopal-Ader im Gestein
Der Atacama-Opal wird überwiegend von sogenannten Pirquineros gewonnen. So werden in Chile selbstständig arbeitende Kleinbergleute bezeichnet, die kleinere Lagerstätten häufig mit einfachen Werkzeugen und viel Handarbeit abbauen. Diese Form des kleinteiligen Bergbaus wird international als „artisanal mining“ (handwerklicher Kleinbergbau) bezeichnet.
Für die Pirquineros stellt der Abbau des Atacama-Opals neben anderen bergbaulichen Tätigkeiten eine zusätzliche Einnahmequelle dar. Die Gewinnung erfolgt in aufwendiger Handarbeit – vom Lösen des Gesteins bis zur Auswahl der für die weitere Verarbeitung geeigneten Rohsteine.
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Steinheilkundliche Verwendung des Atacama-Opals
Da Atacama-Opal vergleichsweise selten ist und erst seit relativ kurzer Zeit im Edelsteinhandel angeboten wird, liegen bislang nur wenige direkte Erfahrungswerte aus der Steinheilkunde vor. Die begrenzten Vorkommen werden zudem überwiegend zu Schmuck und geschliffenen Steinen verarbeitet.
Hinweise auf die steinheilkundliche Wirkung des Atacama-Opals lassen sich daher vor allem aus seinen mineralogischen Bestandteilen ableiten. Das Material besteht aus Opalith, Chrysokoll und Chalcedon, deren zugeschriebene Eigenschaften sich ergänzen:
- Opalith: wird mit Geselligkeit, Kontaktfreude und einem offenen Umgang mit anderen Menschen verbunden.
- Chrysokoll: steht für Ausgleich und Gelassenheit und soll dabei unterstützen, auch in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren.
- Chalcedon: gilt in der Steinheilkunde als Mineral für Offenheit, Kommunikation und ein harmonisches Miteinander.
Aus dem Zusammenspiel dieser drei Bestandteile ergibt sich das zentrale Thema des Atacama-Opals: Kontaktfreude, soziale Harmonie und Offenheit. Er wird eingesetzt, um Berührungsängste abzubauen, den Austausch mit anderen zu erleichtern und ein entspanntes, freundschaftliches Miteinander zu unterstützen.
