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Stein des Monats Februar 2024: Serpentin

Die Natur ruht sich jetzt aus und schöpft Kraft für das Wiedererwachen und Aufblühens im Frühling. Der dynamische Jahresbeginn mit seinen guten Vorsätzen liegt schon ein paar Wochen hinter uns - und vielleicht sind auch schon die ersten Hindernisse und Probleme aufgetaucht. Nicht alles ist so unkompliziert wie in der Silvesternacht geplant, aber dennoch können wir optimistisch in die Zukunft blicken und weiter an der Umsetzung unserer Pläne arbeiten.

Serpentin hilft dabei, dass wir uns leichter abzugrenzen können und so genügend Raum für unser eigenes Selbst zu schaffen. Er gleicht Anspannungen und Stimmungsschwankungen aus und kann uns gegen negative Energien von außen abschirmen. Geborgen und in uns ruhend können wir auch unseren Mitmenschen Hilfe und Unterstützung zukommen lassen. In dieser Zeit der Innenschau kann der hellgrüne Stein insbesondere bei Meditationen gute Dienste leisten.

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Mineralogischer Steckbrief Serpentin

Chemische Formel: Mg6[(OH)8/Si4O10]

Mineralklasse: Schichtsilikat, Serpentinreihe

Entstehung: metamorph, tritt gesteinsbildend auf in Gebieten Kristalliner Schiefer, entsteht durch die Umwandlung magnesiumreicher Silikate

Farbe: lichte Farben von zartgelb-grün bis dunkel-oliv

Glanz: Harz-, Fett-, Seidenglanz, matt

Kristallsystem: abhängig von der Serpentin-Varietät monoklin (Antigorit), rhombisch (Chrysotil), trigonal (Lizardit)

Mohshärte: 2,5 bis 3

Spaltbarkeit, Bruch: keine; splittriger, muscheliger Bruch

Vorkommen, Hauptlieferländer: weltweite Vorkommen, wichtige Fundorte liegen in China und Afghanistan (Edelserpentin / China Jade), Tansania (Chytha) und Australien (Silberauge). Bekannt ist auch der Fundort Bernstein in Österreich für Edel-Serpentin.

Erscheinungsbild: Antigorit und Lizardit bilden dichte Massen oder blättrige bis schuppige Aggregate, Chrysotil bildet feine Fasern.

Verwendung: Serpentin wird im Steinmetz- und Kunstgewerbe verarbeitet. Als „Schreckstein“ (Schutzstein gegen den Schrecken) hat er in Europa jahrtausendealte Tradition. Auch in der modernen Steinheilkunde wird er nach wie vor als Stein für Schutz, Abgrenzung und inneren Frieden verwendet. Die Astrologie setzt Serpentin ein, um Waage-, Widder- und Skorpion-Geborenen inneren Frieden und Stimmungsausgleich zu bringen.

Serpentin – Name und Varietäten

Die Bezeichnung „Serpentin“ leitet sich vom mittelalterlichen „serpentina“ ab, dessen Ursprung das lateinische Wort „serpens“ (Schlange) ist. Vermutlich ist diese Bezeichnung auf die Ähnlichkeit des Edelsteins mit der typischen Zeichnung von Schlangen zurückzuführen.

Serpentin bezeichnet eine ganze Gruppe verschiedener Mineralien, u.a. Amesit, Antigorit (Blätterserpentin), Berthierin, Brindleyit, Chrysotil (Faserserpentin), Cronstedtit, Fraipontit, Guidottiit, Karyopilit, Kellyit, Lizardit, Népouit und Pecorait. Am bekanntesten ist der als Edel-Serpentin bezeichnete Antigorit.

Als „Silberauge-Serpentin“ wird eine Mischung aus Antigorit und Chrysotil bezeichnet. (LINK EPI)

Transparenter Antigorit wird Edelserpentin oder „China Jade“ genannt. Antigorit mit dunklen Flecken heißt Chyta, Silberauge besteht aus dunklem Lizardit mit hellem Chrysotil.

Serpentin-Marmor“ wird meist für Connemara-Marmor aus Irland verwendet; hierbei handelt es sich um ein Gemisch aus Calcit, Dolomit und Serpentin. Aufgrund der lebhaften Maserung wird das Material gerne zu Kunstgegenständen verwendet.

Mit dem Handelsnamen „Spiderweb Serpentin“ (Spinnenweben-Serpentin) wird ein Serpentin mit dunkler Zeichnung auf hellem Grund bezeichnet, die an Spinnennetze erinnert.

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Serpentin und Jade

„Jade“ ist eine vielfältige und gelegentlich falsch verwendete Bezeichnung für Mineralien. Der Name kommt ursprünglich aus dem spanischen „piedra de ijada“ („Lendenstein“) und leitet sich von dem früheren Volksglauben ab, dass Jade zur Behandlung von Nierenkrankheiten geeignet sei. „Jade“

bezeichnet heute verschiedene grüne Steine, im alten China war es eine allgemeine Bezeichnung für „wertvoller Stein“. Somit ist „Jade“ nicht ein Mineral im modernen Sinn des Wortes, sondern eine allgemeine Bezeichnung für viele unterschiedliche Steine. Heute bezeichnet man mit dem Namen „China Jade“ einen schönen hellgrünen Serpentin.

Irreführende Bezeichnungen sind Candit oder Canada Jade für die Spinell-Varietät Pleonast, Serpentinjade für Antigorit sowie Kanada-Jade für Sodalith.

Anwendung von Serpentin in der Edelstein-Wellness

Aufgrund seiner entspannenden und schützenden Energie ist Serpentin ein beliebter Stein bei Wellness-Anwendungen mit Edelsteinen. Als Massagestein, zum Ansetzen von Edelstein-Wasser oder auch als Edelstein-Kamm und Yoni-Ei ist der grüne Edelstein von großer Bedeutung.

In der Edelstein Balance, dem Behandlungs-Konzept von Monika Grundmann, kommt der Serpentin für den Themenbereich Geborgenheit und Schutz zur Anwendung. Serpentin hilft, sich gegen äußere Einflüsse abzugrenzen. Die eigene Mitte wird gefunden und stabilisiert - innerer Frieden zieht ein. Die Selbstwahrnehmung wird durch den hellgrünen Serpentin unterstützt, so dass das Leben ausgeglichen angegangen werden kann. Nervosität und Stress können abgebaut werden. Stimmungsschwankungen werden ausgeglichen oder können zumindest besser ertragen werden. Friedliche Kompromisse mit sich selbst oder mit den Mitmenschen sind möglich. Die bessere Selbstwahrnehmung kann kreativ umgesetzt werden. „Ich bin in meiner Mitte!“ lautet das Motto des Serpentins in der Edelstein Balance. Begleitet wird der Serpentin bei den Anwendungen von Monika Grundmann durch Achat und Nephrit.

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Serpentin-Kämme

Edelstein-Kämme wurden schon in verschiedenen alten Kulturen als Schmuck im Haar getragen oder die Haare zur Steigerung des Wohlbefindens damit gekämmt. Durch das sanfte Ausstreichen entlang des Energieflusses des Körpers wird das Chi, die Lebensenergie geweckt und harmonisch im Körper verteilt. Der grüne Serpentin wirkt hierbei harmonisierend auf das gesamte Energiesystem und vermittelt Geborgenheit. Anwendungen mit dem Serpentin-Kamm unterstützen das energetische Schutzschild, das sicher durch den Alltag geleitet. Zudem sind die Kämme zauberhafte Accessoires in der Handtasche oder im Bad.

 

Serpentin: historische Verwendung und Edelstein-Museen

Schon Plinius der Ältere (ca. 23 – 79 n. Chr.) berichtete, das Serpentin gut gegen Schlangenbisse sei, da das Mineral Gifte unschädlich mache. Aus dieser Vorstellung leitete sich auch die Verwendung von Serpentin für die Herstellung von Trinkgefäßen ab – ist das Getränk im Becher vergiftet, so würde der Becher zerspringen.

Aus dem bei Zöblitz im sächsischen Erzgebirge gewonnenen Serpentin werden seit Mitte des 16. Jahrhunderts Elemente für Inneneinrichtungen gefertigt. Durch seine an Marmor erinnernde Maserung und die gute Polierfähigkeit erfreuen sich Platten für Kassettenfelder in Wandverkleidungen und gedrechselte Elemente in Geländern und Balustraden großer Beliebtheit. Häufig wurde der Serpentin mit vergoldeten Silber-Elementen dekoriert. So finden sich Ausstattungen mit Zöblitzer Serpentin u.a. im Grünen Gewölbe, in der Dresdner Hofkirche und in der Semperoper.

Serpentin-Museum in Zöblitz besuchen

Eine umfangreiche Sammlung mit Kunstgewerbe aus Serpentin zeigt das Felsenmuseum in Bernstein, z.B. eine aus 800 Einzelteilen bestehende Vase, die bei der Pariser Weltausstellung 1958 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde.

Felsenmuseum in Österreich beuchen