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Tipps zur Reinigung und zur Pflege von Silberschmuck

Warum läuft Schmuck an?

Schmuck wird aus Silber 925 gefertigt - dieses ist eine Legierung, die aus 925 Teilen Silber und 75 Teilen Kupfer besteht. Der Kupfer-Anteil trägt dazu bei, dass das Silber härter wird und sich besser zur Schmuckherstellung eignet. Reines Silber wäre für die Schmuckherstellung zu weich.

Silber reagiert mit dem in der Luft enthaltenen Sauerstoff und Schwefelwasserstoff, d.h. es „läuft an“, es oxidiert und wird gelb bis schwarz. Dieses ist kein Qualitätsmangel, sondern eine normale chemische Reaktion. Kosmetika, bestimmte Hauttypen, eingenommene Medikamente, Nahrungsmittel und auch die Umgebung können dazu beitragen, dass Silberschmuck bei manchen Menschen schneller anläuft.

Mattiertes Silber - so schön es auch anzusehen ist - neigt dazu, schneller anzulaufen, da durch die Mattierung die Gesamt-Oberfläche des Schmucks größer ist und mehr Fläche für die Oxidation bietet.


Wie kann Schmuck gepflegt werden?

So wie unsere Kleidung, unsere Schuhe oder auch unser Auto braucht Silberschmuck Pflege und die richtige Anwendung geeigneter Mittel. Aber auch ein paar einfache Regeln helfen, damit Silberschmuck lange glänzend bleibt:

+ Tragen Sie Ihren Schmuck nie beim Schwimmen (gechlortes Wasser und salzhaltiges Meerwasser beschleunigen das Anlaufen), Duschen, Baden, in der Sauna oder beim Sport.

+ Bewahren Sie Ihren Schmuck nie im Badezimmer, in der Küche oder sonst einem feuchten Raum und an einem Ort mit direkter Sonnen-Einstrahlung auf.

+  Silberschmuck nach dem Tragen immer trockenreiben und luftdicht (am besten in einer Polygrip-Tüte) an einem trocknen, dunklen Ort (z.B. Nachttisch-Schublade) aufbewahren! Stellen Sie sicher, dass der Schmuck trocken ist, bevor Sie diesen in die Tüte legen, denn sonst erreichen Sie das Gegenteil!


Tipps für die Schmuckpflege

+ Wenn der Schmuck doch mit Kosmetika, Schweiß ,Chlorwasser oder Salzwasser in Verbindung gekommen ist, diesen schonend mit der Sambol Schmuckwäsche reinigen, gut unter fließendem Wasser spülen und gut abtrocknen. Stellen Sie sicher,  dass auch eventuelle Hohlräume, z.B. an den Fassungen, trocken sind.

+  Wenn der Schmuck angelaufen ist, diesen mit einem Silberpflegetuch polieren. Dadurch wird die Oxidationsschicht entfernt, der Glanz und die silberne Farbe wieder sichtbar und die Oberfläche verdichtet sich – das Schmuckstück läuft dann weniger schnell an.

+ Mattierter angelaufener Silberschmuck lässt sich nicht mit dem Silberpoliertuch reinigen; hier hilft aber das Silber-Tauchbad, um die Oxidation zu entfernen (Bernsteinbad für weiche Steine, ansonsten Silbertauchbad).

+ Stellen Sie sicher. dass Ihr Schmuck gereinigt ist, bevor Sie diesen ins Tauchbad tun. Mit der Reinigung wird zunächst der Schmutz an der Oberfläche (z.B. Schweiß) entfernt. Im Tauchbad wird dann die Oxidationsschicht entfernt. Je besser der Schmuck vorher gereinigt wurde, desto intensiver kann das Tauchbad die Oxidation entfernen!

+ Den gereinigten Schmuck erst komplett unter Wasser tauchen und dann diesen - so nass wie der Schmuck ist - ins Tauchbad geben und maximal 10-20 Sekunden darin lassen. Bitte beobachten Sie, wie schnell die Oxidation verschwindet; diese geht in der Regel sehr schnell!

+ Dann den Schmuck aus dem Tauchbad entnehmen und sehr sehr gründlich unter fließendem Wasser spülen. Stellen Sie sicher, dass alle Reste der Tauchbad-Chemikalien entfernt sind - auch in den Fassungen, auf der Rückseite und in sonstigen Hohlräumen. Lieber etwas länger spülen als zu kurz!

+ Anschließend den Schmuck gründlich abtrocknen und in einer Tüte aufbewahren.

+ Schmuck mit weichen Steinen, z.B. Türkis, Lapislazuli und Chrysocoll nicht in das Silbertauchbad geben – hierfür eignet sich das Bernsteinbad besser!

+ Das Bernsteinbad ist eine gute Alternative für Silberschmuck mit Steinen, für die das Silbertauchbad zu stark ist. Diese können für kurze Anwendungen (ca. 5 - 10 Sekunden) in das Bernsteinbad getaucht werden - hierbei bitte unbedingt die Gebrauchsanweisung des Bernsteinbades beachten! Für Schmuck mit Perlen und Perlmutt ist auch das Bernsteinbad nicht geeignet.

+ Wo immer möglich, dem Silberpoliertuch den Vorzug anstelle des Tauchbads geben, da die Reinigung mit dem Poliertuch schonender und besser für den Schmuck und Umwelt ist.

+ Perlen nicht mit Silberputztüchern reinigen, denn dadurch werden die Perlen matt. Verschmutzte Perlen etwa 15 bis 20 Minuten in lauwarmes Wasser mit ein paar Tropfen milder Seife legen und dann mit einem weichen Baumwolltuch abtrocknen. Matt gewordene Perlen werden durch eine kleinen Tropfen Olivenöl wieder glänzend. Die Fassungen um die Perlen können vorsichtig mit einem Silberputztuch oder mit dem Reinigungsschaum geputzt werden. Der Reinigungsschaum kann gut mit einem Wattestäbchen aufgetragen werden. Auch hier ist das gründliche Spülen und Abtrockenen nach der Reinigung unerlässlich. Sollte doch einmal Reinigungsschaum auf eine Perle gekommen sein, diesen sofort mit viel Wasser abspülen.


 

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