
Stein des Monats Oktober 2026: Shattuckit
Die Natur zeigt sich im Oktober in voller Farbenpracht. Es ist eine Zeit des Loslassens, wenn die Bäume ihre Blätter abwerfen und sich für den kommenden Winter vorbereiten. Auch in uns selbst ist es ein Monat der Reflexion und des Umdenkens. Der Oktober fordert uns auf, die vergangenen Monate zu betrachten, innezuhalten und darüber nachzudenken, was wir geerntet haben, sowohl im äußeren als auch im inneren Leben.
Shattuckit ist in diesen Zeiten des Wandels ein geschätzter Begleiter. Als Ausgleichsstein wird er angewendet, um Ruhe und Gelassenheit zu fördern und dabei zu unterstützen, auch in herausfordernden Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren.
Der blau-grüne Edelstein unterstützt dabei, Ballast und Sorgen hinter sich zu lassen und gestärkt nach vorn zu blicken. So kann er dazu inspirieren, neue Vorhaben mit Zuversicht anzugehen und Veränderungen offen zu begegnen. Shattuckit stärkt Toleranz, Großzügigkeit und ein verständnisvolles Miteinander.
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Mineralogischer Steckbrief Shattuckit
Chemische Formel: Cu5(SiO3)4(OH)2
Mineralklasse: Silikate und Germanate
Entstehung: sekundär in der Oxidationszone von Kupfer-Lagerstätten, meist vergesellschaftet mit anderen Kupfermineralien und Quarz
Farbe: verschiedene Blautöne, teilweise türkis und grün
Glanz: Seidenglanz

Kristallsystem: orthorhombisch
Mohs-Härte: 3,5 - 4
Spaltbarkeit: vollkommen
Erscheinungsbild: Shattuckit bildet überwiegend feine, nadelige bis faserige Kristalle, die meist zu radialstrahligen, traubigen oder massiven Mineralaggregaten verwachsen sind. Gelegentlich kommt Shattuckit auch als Pseudomorphose nach Malachit vor.
Für die Herstellung von Donuts, Schmuck und anderen geschliffenen oder polierten Artikeln wird häufig das umgebende Muttergestein mitverarbeitet. Dessen hellgraue bis graubraune Farbe bildet einen reizvollen Kontrast zum intensiv blaugrünen Shattuckit und verleiht jedem Stück eine individuelle Zeichnung.
Vorkommen, Hauptlieferländer: Erstmals entdeckt wurde Shattuckit in den USA: In der „Shattuck Mine“ bei Bisbee in Arizona – nach diesem Fundort erhielt das Mineral auch seinen Namen.
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Vorkommen des Minerals gibt es auf der ganzen Welt, z.B. auf Helgoland, in Griechenland, Italien, Mexiko, Namibia, Norwegen und England - die besonders farbintensiven Shattuckite kommen aus Argentinien. Die im Handel befindlichen Kettenstränge und polierten Artikel sind meist aus Rohware aus Namibia geschliffen worden.
Verfügbarkeit: je nach Qualität gut bis selten

Herkunft des Namens Shattuckit und Synonyme
Der Name Shattuckit geht auf seine Typlokalität zurück: Erstmals entdeckt wurde das Mineral in der Shattuck Mine bei Bisbee im US-Bundesstaat Arizona. Der amerikanische Mineraloge Waldemar Theodore Schaller (1882–1967) beschrieb das Mineral erstmals wissenschaftlich und benannte es nach diesem Fundort.
Die Shattuck Mine selbst trägt den Namen ihres Gründers Lemuel C. Shattuck, eines Unternehmers, der Ende des 19. Jahrhunderts maßgeblich an der Erschließung der Kupfervorkommen rund um Bisbee beteiligt war. So erinnert der Name des Minerals bis heute an einen der bedeutendsten historischen Kupferbergwerke Arizonas.
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Die Originalproben des Minerals – das sogenannte Typmaterial – werden im National Museum of Natural History der Smithsonian Institution in Washington, D.C. aufbewahrt. Sie dienen Mineralogen weltweit als Referenz für die eindeutige Bestimmung von Shattuckit.
Für Shattuckit sind keine Synonyme oder Handelsnamen bekannt; gelegentlich findet man jedoch die falschen Schreibweisen Schattuckit, Schattukit oder Shattukit.

Verwendung von Shattuckit als Schmuckstein und Schaustück
Als recht neu entdecktes Mineral hat Shattuckit erst in den letzten Jahren an Beachtung gewonnen. Dank seiner außergewöhnlichen intensiv blauen Farbe und seiner oft faszinierenden Verwachsungen mit Malachit, Chrysokoll oder Quarz zählt Shattuckit zu den begehrtesten Kupfermineralien für Sammler, Schmuckdesigner und Mineralienliebhaber. Aufgrund seiner Seltenheit besitzt das Mineral kaum industrielle Bedeutung, wird jedoch vielseitig als Schmuck- und Dekorstein genutzt.
Shattuckit als Schmuckstein
Massiver, kompakter Shattuckit lässt sich hervorragend schleifen und polieren. Er wird vor allem zu Cabochons, Anhängern, Perlen, Donuts, Handschmeichlern und dekorativen Zierobjekten verarbeitet. Besonders geschätzt werden Steine, die neben dem kräftigen Blau auch natürliche Zeichnungen aus Malachit, Chrysokoll oder Quarz zeigen oder einen reizvollen Kontrast mit dem grauen Muttergestein bilden.
Für Juweliere und Schmuckläden: Shattuckit-Schmuck
Da Shattuckit mit einer Mohshärte von etwa 3,5 bis 4 relativ weich ist, eignet er sich besonders für Anhänger, Ohrringe und Schmuckstücke, die keinen starken mechanischen Belastungen ausgesetzt sind. Für Ringe wird er dagegen nur eingeschränkt empfohlen.
Sammler- und Schaustücke
Hervorragend ausgebildete Kristallstufen und traubige Aggregate gehören zu den begehrten Schaustücken in Mineralien- und Museumssammlungen. Vor allem Exemplare aus Namibia mit ihrer intensiven blauen Farbe und den samtig-faserigen Strukturen zählen zu den schönsten Fundstücken weltweit.

Anwendung von Shattuckit in der Steinheilkunde und Edelstein-Wellness
Shattuckit vermittelt Frische und fördert die Flexibilität; auch erleichtert das Mineral dabei, sich auf neue Kontakte einzulassen. Die Ausdrucksfähigkeit wird gestärkt, so dass Missverständnisse vermieden oder aufgeklärt werden können.
Der blau-grüne Edelstein ermöglicht es, im Umgang mit den Mitmenschen toleranter und großzügiger zu sein und mehr Freiheit zu gewähren. Ballast und Sorgen können mit der Unterstützung des Steins losgelassen werden, so dass neue Vorhaben gestärkt angegangen werden können.

Entstehung von Shattuckit
Shattuckit entsteht als sekundäres Kupfermineral in den Oxidationszonen kupferreicher Lagerstätten. Dort werden ursprünglich vorhandene Kupfererze durch sauerstoffhaltiges Wasser und andere Verwitterungsprozesse chemisch umgewandelt. Unter dem Einfluss von kupferhaltigen Lösungen und kieselsäurereichem Wasser kristallisiert schließlich Shattuckit.
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Typischerweise tritt Shattuckit gemeinsam mit anderen kupferhaltigen Mineralen wie Malachit, Azurit, Chrysokoll, Dioptas und Cuprit auf. Häufig ist er außerdem mit Quarz verwachsen, der zwar kein Kupfermineral ist, aber oft als Begleitmineral vorkommt. Besonders häufig bildet Shattuckit feinnadelige bis faserige Kristalle, die zu radialstrahligen, traubigen oder massiven Mineralaggregaten zusammengewachsen sind.

Da für seine Bildung ganz bestimmte geologische Bedingungen erforderlich sind, kommt Shattuckit weltweit nur an wenigen Fundorten vor. Zu den bekanntesten zählen die historischen Kupferbergwerke bei Bisbee (Arizona, USA) sowie die berühmten Lagerstätten in Namibia, aus der heute die meisten hochwertigen Schmuck- und Sammlerstücke stammen.
Die intensive blaue Farbe verdankt Shattuckit seinem hohen Kupfergehalt, der zugleich für seine enge Verwandtschaft mit anderen blauen und grünen Kupfermineralen verantwortlich ist.

Varietäten und Farbunterschiede beim Shattuckit
Für Shattuckit sind keine mineralogisch anerkannten Varietäten bekannt. Dennoch unterscheiden sich Shattuckite aus verschiedenen Fundgebieten zum Teil deutlich in Farbe, Struktur und Erscheinungsbild.
Die typische Farbe von Shattuckit reicht von hellblau über intensiv azurblau bis dunkelblau. Ursache hierfür sind unterschiedliche Bildungsbedingungen sowie der Anteil an Begleitmineralen.
Arizona (USA)
Die Shattuck Mine bei Bisbee, der Erstfundort des Minerals, lieferte überwiegend mittel- bis dunkelblauen Shattuckit. Viele Exemplare sind faserig oder traubig ausgebildet und eng mit anderen Kupfermineralen verwachsen.
Namibia
Shattuckit aus Namibia – insbesondere aus den berühmten Kupferlagerstätten von Kaokoveld und Tsumeb – gilt als besonders hochwertig. Er zeichnet sich häufig durch ein kräftiges Royalblau bis tiefes Azurblau aus und kommt oft zusammen mit Quarz, Malachit, Chrysokoll oder Dioptas vor. Diese Kombinationen ergeben besonders attraktive Schmuck- und Sammlerstücke.
Berühmt sind vor allem die Fundstellen Mesopotamia 504 und Kandesei, an denen Shattuckit in ungewöhnlich gut ausgebildeten Kristallen sowie in intensiv blauen, kugeligen und radialstrahligen Aggregaten vorkommt. Diese Funde zählen zu den schönsten Shattuckiten, die bisher entdeckt wurden.
Demokratische Republik Kongo
Aus dem Kongo stammen häufig Shattuckit mit helleren Blau- bis Türkistönen. Sie treten oft gemeinsam mit Chrysokoll und Malachit auf und zeigen reizvolle Farbkontraste.
Neben Namibia und der Demokratischen Republik Kongo wird Shattuckit heute auch aus einzelnen Kupferlagerstätten in Mexiko gemeldet, unter anderem aus der Milpillas Mine im Bundesstaat Sonora. Die dort gefundenen Stücke bestehen häufig aus attraktiven Verwachsungen mit Quarz und anderen Kupfermineralen.

Mineralogische Verwandte des Shattuckits
Shattuckit gehört zu den Kupfersilikaten und entsteht – wie viele seiner mineralogischen Verwandten – in den Oxidationszonen kupferreicher Lagerstätten. Dort tritt er häufig gemeinsam mit anderen sekundären Kupfermineralen auf. Obwohl sich diese Minerale in Farbe und Zusammensetzung teilweise ähneln, unterscheiden sie sich deutlich in Härte, Kristallform und chemischer Zusammensetzung.

Chrysokoll
Chrysokoll ist der bekannteste Verwandte des Shattuckits. Beide Minerale zeigen häufig intensive Blau- und Türkistöne und kommen oft gemeinsam vor. Chrysokoll besitzt jedoch meist eine eher türkis- bis grünblaue Farbe, ist weicher und bildet überwiegend massige Aggregate. Shattuckit ist in der Regel kräftiger blau und zeigt häufiger feinfaserige oder radialstrahlige Strukturen.

Dioptas
Dioptas ist ebenfalls ein Kupfersilikat, unterscheidet sich jedoch deutlich durch seine smaragdgrüne Farbe und seine hervorragend ausgebildeten, glänzenden Kristalle. Während Shattuckit überwiegend in faserigen Aggregaten vorkommt, bildet Dioptas meist gut erkennbare Einzelkristalle.

Malachit
Der intensiv grüne Malachit gehört zu den bekanntesten sekundären Kupfermineralen. Chemisch unterscheidet er sich deutlich von Shattuckit, kommt jedoch häufig gemeinsam mit ihm vor. Die Kombination aus blauem Shattuckit und grünem Malachit ergibt besonders attraktive Schmuck- und Sammlerstücke.

Azurit
Auch Azurit entsteht in den Oxidationszonen kupferreicher Lagerstätten. Seine tiefblaue Farbe erinnert auf den ersten Blick an Shattuckit, doch Azurit bildet meist gut entwickelte Kristalle und enthält Carbonat statt Silikat. Außerdem ist Azurit oft dunkler und intensiver blau.

Cuprit
Cuprit besteht überwiegend aus Kupferoxid und fällt durch seine dunkelrote bis fast schwarze Farbe auf. Er ist ein wichtiges Begleitmineral von Shattuckit und anderen Kupfermineralen, unterscheidet sich jedoch sowohl farblich als auch chemisch deutlich.
Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Alle diese Minerale verdanken ihre auffälligen Farben dem enthaltenen Kupfer und entstehen unter ähnlichen Bedingungen in der Verwitterungszone kupferreicher Lagerstätten.
Während Shattuckit, Chrysokoll, Dioptas und Plancheit zu den Kupfersilikaten gehören, zählen Malachit und Azurit zu den Kupfercarbonaten und Cuprit zu den Kupferoxiden. Gerade das gemeinsame Auftreten dieser Minerale macht viele Kupferlagerstätten zu den farbenprächtigsten Fundorten der Mineralienwelt.
